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Autor Thema: Steinbruch unterer Keuper  (Gelesen 4300 mal)

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Offline Konni

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Steinbruch unterer Keuper
« am: 16 Jan 14, 20:12 »
Hallo zusammen,

kann mir jemand sagen, ob man in diesem sehr alten Steinbruch wirklich Steine zu Bauzwecken geschlagen hat, oder ob es möglicherweise abbauwürdige Erze gab, auf die man es abgesehen haben könnte? Der Steinbruch befindet sich an der Grenze zum oberen Muschelkalk. Der Hohlweg vom Steinbruch führt mich an eine Stelle am Bach, in dem ich sehr viel Schlacke gefunden habe, auch in der Bachböschung, leider sind die Gebiete aufgeschüttet und überbaut. Die Steine sind "geschichtet". Ich habe versucht, viel Material aus den Zwischenschichten zu fotografieren, leider habe ich kein Talent.

Offline Konni

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Re: Steinbruch unterer Keuper
« Antwort #1 am: 16 Jan 14, 20:21 »
weiter geht`s

Offline Konni

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Re: Steinbruch unterer Keuper
« Antwort #2 am: 16 Jan 14, 20:23 »
noch mehr

Offline Konni

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Re: Steinbruch unterer Keuper
« Antwort #3 am: 16 Jan 14, 20:29 »
Das wars jetzt aber.

Liebe Grüße
Konni

Offline Harzsammler

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Re: Steinbruch unterer Keuper
« Antwort #4 am: 16 Jan 14, 23:46 »
Hallo,

das sieht für mich aus, wie ganz normaler Sandstein mit tonigen und glimmerreichen Zwischenlagen und Tongallen. Ob das jetzt Buntsandstein oder Sandstein aus dem Keuper ist, vermag ich so nicht zu sagen.

Wenn Du Fotos von der Schlacke zeigst, kann man evtl. etwas mehr dazu sagen, was dort einmal stattgefunden hat.
Vielleicht war ja dort eine Glashütte?

Über einen Abbau in Deiner Gegend ist mir eigentlich nur der auf Ton, Braunkohle, Basalt, und Schwerspat bekannt.

Grüße,
Michael

Offline smoeller

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Re: Steinbruch unterer Keuper
« Antwort #5 am: 18 Jan 14, 10:55 »
Hallo,

Wie schon gesagt handelt es sich um Sandsteine. Teilweise sieht es hier arg nach Buntsandstein aus, es gibt jedoch auch im Keuper Sandsteine.  Leider kenne ich mich mit dem Keuper in Hessen nicht so gut aus, meine Literatur ist mehr zu SW-Deutschland und da können die Verhältnisse schon wieder anders sein.

Zur genauen Einordnung bräuchte man da doch eine geologische Karte.

Es ist durchaus möglich, dass man hier Sandstein zu Bauzwecken (manche der kompakteren Sandsteine sehen schon recht fest aus) oder auch zur Glasherstellung abgebaut hat.

Glück Auf!
Sebastian

Offline Konni

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Re: Steinbruch unterer Keuper
« Antwort #6 am: 18 Jan 14, 14:58 »
Hallo,

vielen lieben Dank für Eure Mühen. Dass es unterer Keuper ist, bin ich jetzt ganz sicher, habe geologische Karte gefunden. Außerdem paßt es auch, weil darunter direkt der Muschelkalk anfängt, der dann ca. 140 m nach unten ins Tal nachverfolgbar ist. Ganz unten stößt man dann auf den Buntsandstein.

Glasherstellung ist interessant, ich habe etwas unterhalb eine mittelalterliche Glashütte gefunden. (Fundmeldung bei Denkmalpflege ist schon erfolgt.) Hat man die Steine für den Ofenbau benutzt oder direkt zur Glasherstellung zerhauen und geschmolzen? Ich finde die Halde des Steinbruchs im Vergleich zu dem was abgetragen wurde verdammt groß. Außerdem ist dort wie ein angelegter ebener Platz (wir befinden uns ja an einem Hang) der aussieht, als hätte man die Steine dort bearbeitet. Dieser Platz ist ganz sicher angelegt.

Liebe Grüße
Konni

Offline smoeller

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Re: Steinbruch unterer Keuper
« Antwort #7 am: 18 Jan 14, 15:45 »
Hallo,

Einige der Stücke sind recht reine Quarzsandsteine, z.B. 0965. Allerdings konnte man damals aus solchen Stücken wegen des vorhandenen Eisengehaltes (braune Flecken) nur gelbliche oder bräunliche Gläser schmelzen.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Konni

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Re: Steinbruch unterer Keuper
« Antwort #8 am: 18 Jan 14, 17:34 »
Hallo,

Das würde einen schönen Zusammenhang geben. Auch die Wegesituation könnte passen und guten Sand gibt es an diesem Berg nicht, den müßte man ganz schön weit herbeischaffen. Wären die Tongallen bzw. tonigen Zwischenschichten zur Herstellung von Glashäfen geeignet? Bis zu den Hafentonlagerstätten ist es auch ein ganz schönes Stück. Ich hänge mal ein paar Fotos an.

Liebe Grüße
Konni