Hallo,
da will ich nun auch meinen Senf dazugeben. Wie war doch die Frage: Faustregel für Neulinge ?
1.) Wie schon gesagt wurde: Mit alten Hasen -sprich Kennern der Örtlichkeit- in Verbindung setzen, im günstigsten Fall mit denen gemeinsam auf Tour gehen. Vereine bieten hier oft gute Möglichkeiten.
2.) Ausrüstung, Bekleidung, Helm usw.: Sicherheit muss vor Bequemlichkeit gehen. Das fängt mit Kleinigkeiten an (nicht in einen Bruch mit dem Auto reinfahren). Wer in einem Basaltsteinbruch mit kurzer Hose in Turnschuhen rumklopft, den würde ich als Besitzer -ganz egal, ob er sich angemeldet hat oder nicht, egal ob er was unterschrieben hat oder nicht - hinausbitten.
3.) Sicherheit muss auch vor Fundgier gehen: Ja, es gibt manchmal Bereiche, Klüfte usw. in Brüchen wo man wirklich gut finden könnte. Nur hängt da z.B. ein "Sargdeckel" drüber. Wenn jemand in solchen Bereichen klopft gefährdet er sich (und möglicherweise andere). Auch hier meine volle Zustimmung wenn da ein Verweis ausgesprochen wird. Problem: Neulinge können u.U. die Gefahren nicht so richtig einschätzen (auch deswegen 1) UND: Feigheit ist manchmal genau das Gegenteil von Dummheit!
4.) Möglichst nicht während des Betriebs reingehen, in solchen Fällen aber immer fragen. Jeder Sammler stellt in einem Steinbruch eine zusätzliche Gefahr bzw. Behinderung für den Betrieb dar. Es ist einfach so, dass z.B. ein Radlader-Fahrer viel mehr aufpassen muss wenn Fremde im Bruch sind und hinter jeder Ecke stehen könnten. Zudem: Leider sind es oft ja genau die Bereiche, in denen "frisch" gearbeit wird, die sammlerisch besonders gut sind. Und genau da sollte man während der Arbeitszeit eben nicht hin. Die Erfahrung zeigt, dass aus den genannten Gründen die Erlaubnis öfters mal nicht gegeben wird.
5.) Verbotsschilder: In Zugang zu praktisch jedem Steinbruch (auch stillgelegte !) stehen die Schilder "Betreten verboten" mit recht unterschiedlichen Begleittexten. Ich sehe den Zweck dieser Schilder darin, den Betreiber/Besitzer von seiner Verkehrswegesicherungspflicht freizustellen (ob das juristisch gesehen ausreicht ist allerdings fraglich). Nicht mehr und nicht weniger.
6.) Zaun / Tor: Eine Einzäunung (egal ob mit oder ohne Schilder) bringt ganz klar den Willen des Bezitzers zum Ausdruck "Hier nicht rein". Wer da dennoch reingeht macht sich strafbar (Einbruch, Eindringen, Sachbeschädigung).
7.) Kontrollen: Bruchbetreiber/Besitzer sind gezwungen öfters mal "nach dem Rechten" zu sehen. Nach meinen Erfahrungen geht das in aller Regel auch bei Fall 5. gut, wenn man sich an 2 und 3 hält. Jeder Sammler sollte sich im klaren sein, dass er maximal geduldeter Gast ist - und sich auch so verhalten (auch Höflichkeit !)
8.) Sammeltätigkeit: Keine Schäden hinterlassen, keine größeren Mengen mitnehmen (Diebstahl !) kein Werkzeug liegenlassen (Meißel im Schotterbrecher macht sich nicht gut), keinen Müll hinterlassen. Beispiele: Frisch gebohrte (abgedeckte) Sprenglöcher gehen den Sammler nichts an, Löcher in Fahrwege buddeln oder Steine in den Weg rollen lassen, sortierte Halden mischen ...
Unabhängig von allen Ge- und Verboten: Wir Sammler (alte und neue) sollten versuchen ein möglichst gutes Verhältniss mit den Steinbruchbesitzern/Betreibern zu bekommen. Das lohnt sich immer ! Nichts halte ich von dem Versuch sich über "Eintrittsgebühren" einen Zugang erkaufen zu wollen.
@Volker: Klar hat jeder seinen eigenen Weg, doch die Frage war "Faustregel für Neulinge"
@Gast: Ich habe den Verdacht, Du willst nicht wirklich was beitragen und möchtest nur den Peter provozieren - "Gäste" machen sowas nicht
@Peter: nicht provozieren lassen - sachlich bleiben.
Gruß
Berthold