Es handelt sich um einen ca. 6 cm breiten Feldstein von einem im Herbst gepflügten Acker. Der Fundort 10 km nördlich von Bern liegt über einem Moränengrund, in der näheren Umgebung (1-3 km) finden sich Aufschlüsse von Schottern der Aare- und Rhonegletscher, welche in den letzten Glazialen hier wirkten. Lesesteine und grosse Findlinge sind häufig. Der unregelmässig geformte Stein fiel durch seine dunkle Farbe auf, deshalb trennte ich ihn mit einer Diamanttrennscheibe und schliff ihn bis 600er Korn mit Korundpapier. Die Makro-Aufnahme erfolgte unter Wasser. Das vorliegende Schliffbild habe ich hier noch nie gefunden. In einer dunkelroten Matrix, die nur auf den ersten Blick an roten Radiolarit (hier häufig) erinnert, sind grüne und rote z.T. mit anderen farbigen bis schwarzen Komponenten durchsetzte, mehrheitlich nicht gerundete, unregelmässige wenige mm bis einige cm messende Einschlüsse vorhanden. Das Gestein ritzt harten Stahl und lässt sich mit Korundpapier nur mühsam schleifen. Salzsäure reagiert erwartungsgemäss nicht. Im Mikroskop, 8-fach vergrössert und trocken fotografiert erscheint die rote Matrix feinkörnig, mit kleinsten dunklen Einsprengseln, von schmalsten Spalten durchzogen und angedeutet porig. In den bunten grösseren Einschlüssen vermutet man Quarz- und Feldspat-Kristalle. Das spezifische Gewicht beträgt ca. 2,8.
Ist das eine Porphyr- Brekzie?
Woher stammt dieses Gestein, es müsste eigentlich aus den Alpen hierher verfrachtet worden sein?
Danke für Ihre Hilfe