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Autor Thema: Fundbestimmung / gediegen Arsen  (Gelesen 1888 mal)

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Offline Erzsachse

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Fundbestimmung / gediegen Arsen
« am: 13 Feb 14, 20:56 »
Hallo

Ich bin aus dem Raum Westerzgebirge und gelegentlich mit dem Metalldetektor unterwegs. Dabei hat mir der Detektor drei "Steine" angezeigt. Einen möchte ich hier gerne zeigen und hoffe es kann mir jemand etwas anhand der Bilder und der Beschreibung dazu sagen.
Das Stück ist 11,9cm³ groß und wiegt 63,5g. Es ist nicht magnetisch.
Was da grau/schwarz erscheint ist metallisch.
Kann mir da jemand bei der Bestimmung helfen?

Fundort war hier bei mir im Raum Westerzgebirge Region Schneeberg, aber nicht auf einer Halde.
« Letzte Änderung: 21 May 16, 13:21 von oliverOliver »

Offline Schluchti

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Re: Fundbestimmung
« Antwort #1 am: 13 Feb 14, 21:18 »
Das Stück sieht wie gediegen Arsen (dunkelgrau) mit etwas Löllingit (hellsilberfarben) und etwas Quarz oder Karbonat (nicht eindeutig erkennbar) aus. Solche Stücke waren auf den Halden des Reviers Schlema/Alberoda/Hartenstein nicht selten. Dichte kommt auch in etwa hin.

Offline Erzsachse

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Re: Fundbestimmung
« Antwort #2 am: 13 Feb 14, 21:36 »
Danke für die Antwort, hatte bei google heute nach Bildern von Mineralien und Erzen gesucht und gediegen Arsen war in der Tat eines der sehr ähnlichen Bilder. Vielleicht hat man dort ja mal was aufgeschüttet.
Ich wollte ein sehr kleines Fingerhut großes Stück was ganz aus dem grauen Material besteht mit dem Dremel durchschneiden um zu sehen wie es innen aussieht. Habe das Gerät aber sofort wieder aus der Hand gelegt und bin erstmal geflüchtet weil es sofort stark gestunken hat. Etwa nach faulen Eiern. Würde das die Bestimmung bestätigen?

Ich habe es dann mit der Feile etwas angefeilt und es glänzt dann richtig silbrig fast schon auch etwas fettig. Hatte die Befürchtung das es vielleicht auch Pechblende sein könnte und die Sachen erstmal alle in den Schuppen ausgelagert.
« Letzte Änderung: 14 Feb 14, 10:46 von oliverOliver »

Offline Erzsachse

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Re: Fundbestimmung
« Antwort #3 am: 13 Feb 14, 22:03 »
Hallo Schluchti

Danke für die schnelle Antwort. Ich seh schon hier sind Profis am Werk. Ich hab nochmal bisschen nachgelesen über gediegen Arsen und das passt alles. Also vielen Dank.

Offline Schluchti

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Re: Fundbestimmung
« Antwort #4 am: 14 Feb 14, 08:32 »
Ich wollte ein sehr kleines Fingerhut großes Stück was ganz aus dem grauen Material besteht mit dem Dremel durchschneiden um zu sehen wie es innen aussieht. Habe das Gerät aber sofort wieder aus der Hand gelegt und bin erstmal geflüchtet weil es sofort stark gestunken hat. Etwa nach faulen Eiern. Würde das die Bestimmung bestätigen?

In der Tat, wenn der Geruch in etwa knoblauchartig gewesen ist, dann kommt das gut hin. Diese beim Zerschneiden (durch die Hitze des Sägeblattes) entstehenden Dämpfe dürften erhebliche Anteile von Arsentrioxid enthalten, welches äußerst giftig ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Arsen%28III%29-oxid


Ich habe es dann mit der Feile etwas angefeilt und es glänzt dann richtig silbrig fast schon auch etwas fettig. Hatte die Befürchtung das es vielleicht auch Pechblende sein könnte und die Sachen erstmal alle in den Schuppen ausgelagert.

Pechblende ist dunkelgrau bis tiefschwarz, nicht silbrig glänzend. Da kannst Du bei uns im Lexikon viele Vergleichsfotos anschauen. Außerdem hat Pechblende auch eine erheblich höhere Dichte als Arsen.

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Uraninit
« Letzte Änderung: 14 Feb 14, 08:39 von Schluchti »

 

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