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Autor Thema: Wissenschaft: Massenweise unsinnige Publikationen zurückgezogen  (Gelesen 3768 mal)

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Offline Stefan

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So viel zu Veröffentlichung in einigen Fachverlagen und deren Prüfung   ;)

http://www.golem.de/news/wissenschaft-massenweise-unsinnige-publikationen-zurueckgezogen-1402-104822.html

Zitat von: Heise
Der Nature-Artikel weist aber auch darauf hin, dass das Problem unseriöser Publikationen anders als manchmal dargestellt kein Problem der Open-Access-Welt ist. Sämtliche von Cyril Labbé gefundenen, mit SCIgen erstellten Papers wurden in zahlungspflichtigen Publikationen veröffentlicht.

Besten Gruß
Stefan

Online Axinit

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Servus,

in den Naturwissenschaften ist es  seit Jahrzehnten ueblich, dass zur Veroeffentlichung eingereichte Texte vom Herausgeber einer serioesen Zeitschrift anonym an zwei unabhaengige Gutachter geschickt werden (peer-review). Die Gutachter sind gehalten, innerhalb einer bestimmten Frist das Manuskript mit Hilfe eines mehr oder weniger detaillierten Fragebogens zu evaluieren und ggf. Aenderungen, Verbesserungen, zusaetzliche Experimente etc. vorzuschlagen. Letztlich entscheidet dann der Herausgeber bzw. der Chefredakteur ueber Annahme bzw. Ablehnung des Manuskripts.

Ich halte es daher fuer wenig wahrscheinlich bis praktisch unmoeglich, dass ein Nonsens-Text diese Huerden nimmt. Keine der renommierten Fachzeitschriften (Nature, Science, PNAS etc) bzw. deren Redakteure und Herausgeber koennen sich einen derartigen Flop leisten.

Dies soll nicht aber heissen, dass die Qualitaet des einen oder anderen Beitrags nicht Stirnrunzeln hervorrufen kann - ein voellig sinnentleerter Text ist mir bisher allerdings noch nicht untergekommen. Wie alle von Menschen ersonnenen Kontrollsysteme ist auch das peer-review Verfahren nicht unfehlbar, sorgt aber dennoch fuer die Einhaltung gewisser Minimalstandards.

Wie sich das Ganze in anderen Gebieten (z. B. Informatik) darstellt ist mir nicht bekannt.

So viel dazu - VG

Harald


Offline Stefan

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Zitat
The publishers Springer and IEEE are removing more than 120 papers from their subscription services after a French researcher discovered that the works were computer-generated nonsense.

Auch Springer hat ein mehrstufiges Peer Review ...
http://www.springer.com/authors/journal+authors/peer-review-academy?SGWID=0-1741413-12-959404-0


Online Axinit

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Falls das Peer-Review-Verfahren beim Springer-Verlag tatsaechlich wie beschrieben durchgefuehrt wird, d.h. jedes eingehende Manuskript wird kritisch von einem kompetenten Herausgeber/Redakteur gelesen und erst dann an kompetente Gutachter weitergeleitet, ist es ausgeschlossen, dass ein Nonsense-Text zur Veroeffentlichung gelangt.

Dies kann nur passieren, falls Herausgeber/Redakteur Texte UNGELESEN und ohne weitere Pruefung zur Veroeffentlichung akzeptieren - offensichtlich ist nichts unmoeglich  ::) ;D !

Soeben habe ich mir noch einmal das Spektrum der vom Springer-Verlag herausgegebenen naturwissenschaftlichen Zeitschriften angesehen. Springer gibt eine schier unglaubliche Zahl an Blaettern heraus - vielleicht leidet hier die Klasse durch die schiere Masse ?

GA

Harald

Offline Stefan

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Wo gearbeitet wird passieren Fehler  :'( Nichts ist unfehlbar.

Interessant ist nur, dass dort die Fehler passieren die als Manko an der Open-Access-Welt angeprangert werden.

Besten Gruß Stefan

Offline Uwe Kolitsch

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Offline Stefan

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Das Ergebnis ist ja mehr als erschütternd. Anscheinend geht es teils nur darum die Gebürhren einzustreichen.

Offline stoanklopfer

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Das zeigt auch den Wert des Citation Index (egal, welcher) als Maßstab für Qualität und Bewertung von Wissenschaftlern und Instituten. Äußerst fragwürdig.

 

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