Ja, das ist wirklich ein ziemlicher "Knüller" - wer hätte so was noch vor ein paar Jahren gedacht ?
Aber die wirkliche Sensation ist ja nicht das pure Alter, sondern die Tatsache der "doppelten Entstehung" von (mehrzelligem) Leben auf unserer Kugel. Da gehts nicht nur um eine Sensation in der Paläontologie (noch älter und noch älter, ...), sondern um Grundsatzfragen in der Biologie / Evolutionsforschung allgemein.
Irgendjemand hatte ja vor ein paar Jahren mal postuliert (Namen + Zitat leider vergessen, ich denke es ging damals um die Frage außerirdischen Lebens), dass, wenn die äußeren Bedingungen passen, komplexes Leben mehr oder weniger "zwanghaft" entsteht / entstehen muss, und die Entwicklung von Lebewesen auf unserem Planeten (so wie wir das damals kannten) sicher nichts "Einmaliges" war. Und da passen die afrikanischen Funde jetzt ja sehr gut ins Bild.
Wir haben damit zwei anscheinend völlig voneinander unabhängige Evolutionsstränge vor uns - einmal die Entstehung von Leben vor deutlich mehr als 2 Milliarden Jahren (hab jetzt nicht im Kopf, wie alt die frühesten Einzeller aktuell datiert werden / edit: 3,8 Milliarden), das bis zu mehrzelligen Lebewesen führte, die dann aber in einer wie auch immer gearteten "Katastrophe" untergingen, und dann, nach etwa 1,5 Milliarden Jahren, ein nochmaliger Neubeginn ! Das ist für mich das wirklich Spannende an der Sache.
Mal abwarten, wie es mit den Forschungen zur "Zwischenzeit" weitergeht - aber so wie es jetzt ausschaut, scheint da wirklich "Pause" gewesen zu sein, zumindest was höher entwickelte Mehrzeller betrifft.