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Autor Thema: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh  (Gelesen 7210 mal)

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Offline Ashni

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Hallo! Da ich noch recht neu bin aber schon einige nette Antworten zu meinen Fragen erhielt wollte ich mal etwas zurück geben.
Wir haben hier im Ruhrgebiet ein kleines, vermutlich eher unbekanntes Mineralmuseum das wohl der Großteil der Leute nicht kennt, meiner Meinung nach jedoch einige extrem schöne Anblicke hat, hier mal ein kleiner Einblick :

Um die Größe einschätzen zu können : Die Stufen auf Sockelns, also z.b. die Bergkristalle, Rauchquarze und Fluoride sind alle etwa 1-2m lang.

edit:
extern eingebundene Bilder entfernt
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,20889.0.html
« Letzte Änderung: 19 Mar 14, 19:53 von Hg »

Offline Rockhounder

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Re: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
« Antwort #1 am: 20 Mar 14, 00:29 »
Hallo Maik,

Zitat
Da ich noch recht neu bin aber schon einige nette Antworten zu meinen Fragen erhielt wollte ich mal etwas zurück geben.

gut gemeint von Dir, aber externe Bilder werden nun mal gleich kommentarlos gelöscht.

Bei Wiki gibt es auch noch Infos zu diesem Museum:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mineralien-Museum_Essen-Kupferdreh

Lade doch einfach Deine Bilder direkt nochmal hoch. Zusammen mit dem Link haben wir dann einen interessanten Thread.

Gruß Norbert

Offline Ashni

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Re: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
« Antwort #2 am: 20 Mar 14, 04:20 »
20-30 Bilder zu formatieren dauert leider extrem lange, so lasse ich es dann diesmal bei einem kleineren Einblick.
« Letzte Änderung: 20 Mar 14, 04:52 von Ashni »

Offline Ashni

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Re: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
« Antwort #3 am: 20 Mar 14, 04:54 »
Teil 2

Offline Rockhounder

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Re: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
« Antwort #4 am: 20 Mar 14, 23:19 »
Gut wär`s, wenn Du die Fundorte noch nennen würdest. ;)

Offline Klinoklas

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Re: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
« Antwort #5 am: 21 Mar 14, 09:20 »
Hallo,

das kleine Museum ist wirklich schön.
Keine Terra Mineralia, aber doch sehenswert.

Gruß
René

Offline Ashni

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Re: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
« Antwort #6 am: 21 Mar 14, 12:18 »
Jap vorallem kein Eintritt, also wenn man mal in der Nähe ist, sollte man überlegen mal vorbeizuschauen :)

Fundorte habe ich leider nicht notiert, mit sehr hoher Warscheinlichkeit handelt es sich dabei aber fast ausschließlich um Funde aus dem Kohleabbau im Ruhrgebiet , sprich nur heimischen Stücken.

Jedoch frage ich mich wo die ganzen Stücke aus Jahrzehnten der Untertagearbeit hin sind... vermutlich alle unter der Hand weggegangen früher...

Offline Sebastian

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Re: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
« Antwort #7 am: 21 Mar 14, 12:21 »
Hallo,
Das sind ganz sicher nicht nur einheimische Stufen. Ich kann da typische Stufen aus der Elmwood Mine z.B erkennen.
Bei den Bildern die du extern eingebunden hattest war auf jeden Fall eine Sweetwater Stufe dabei.
Gruß Sebastian

Offline axl

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Re: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
« Antwort #8 am: 21 Mar 14, 12:27 »
hallo,

die Stücke sind sicher nicht aus dem Ruhrgebiet.

Der Fluorit mit Baryt und Calzit ist sicher von der Elmwood-Mine.

Sonst würde ich mich gerne mal ins Ruhrgebiet aufmachen zum Fluorit suchen :)

Grüße und Glück Auf

Axel

Offline Ashni

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Re: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
« Antwort #9 am: 21 Mar 14, 14:02 »
Ich bin nun kein Geologe mit abgeschlossenem Studium, aber ist es nicht ein wenig voreilig eine sichere Bestimmung eines Minerals aufgrund eines Fotos dieser Qualität zu machen?
Ist keines wegs böse gemeint, nur woher die Infos, dass in der Zeit des Kohleabbaus nichts gefunden wurde? Immerhin ist nahezu der komplette Fund an Mineralien aus dieser Zeit in Privatbesitz und sofern jemand eine Stufe nicht wissenschaftlich untersucht hat ist es doch nichts weiter als eine vage Vermutung, oder nicht?:S
Sicher wenn eine Stufe der eigenen sehr identisch ist legt es die Vermutung nahe, aber eben nur das.
Lasse mich natürlich auch gern belehren. Sollte ich nochmal im Museum vorbei schauen notiere ich die Fundstellen, sofern angegeben.

Offline Klinoklas

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Re: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
« Antwort #10 am: 21 Mar 14, 14:57 »
Hallo Maik,

ich weiß, dass bei meinem letzten Besuch auch regionales aus dem Kohlebergbau dort zu sehen war.
Die Stufen sind auch teilweise garnicht ohne. Bleiglanz, Zinkblende, Markasit, Millerit, Calcit und Baryt
zum Beispiel gab es in fantastischen Stufen im Ruhrbergbau.

Die abgebildete Stufe ist aber ganz sicher Elmwood. Wie das Amen in der Kirche.
Natürlich gibt  es die auch in dem Museum Kupferdreh. ;)

Gruß
René
« Letzte Änderung: 21 Mar 14, 15:18 von Klinoklas »

Offline woelsendorfer

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Re: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
« Antwort #11 am: 21 Mar 14, 15:47 »
Hallo,

da ich in der Vergangenheit eine große Ruhrgebietssammlung hatte hier mal einen Kommentar von mir zu dem Thema.
Bis Ende der 90iger Jahre war ich hin und wieder im Mineralienmuseum in Essen Kupferdreh und ein Besuch lohnte sich immer (wieder) … zumal man diesen Besuch mit einem Tagesausflug an dem schönen Baldeneysee, der unweit des Museums liegt, verbinden kann und beides, mit Kinder, auf dem Fahrrad, sicher auch ein Erlebnis für alle Beteiligten sein wird.
Wie sich das Museum nach dem Umbau entwickelt hat kann ich hier leider nicht beschreiben, da ich vor längerer Zeit ins Ausland, nach Bayern  :), ausgewandert bin.

Zitat
in der Zeit des Kohleabbaus nichts gefunden wurde?


Allgemein dazu, grober Überblick:

Die Steinkohlenzechen des Ruhrreviers, dazu gehört auch das Gebiet am Niederrhein und in Ostwestfalen haben immer wieder Mineralienfunde geliefert. Mineralien kamen in erster Linie auf den Steinkohlenzechen vor die u.a. Fettkohle gefördert hatten, das waren die Zechen zwischen dem Fluss Ruhr, im Süden des Ruhrgebietes gelegen, daher der Name Ruhrgebiet und dem Fluss Lippe, der nördlich des Ruhrgebietes liegt. Südlich der Ruhr gab es die sogenannte Mager- und Eßkohle und nördlich der Lippe die Gas-, Gasflamm- und Flammkohlenschichten die abgebaut wurden.

Im Abbau der Fettkohle kamen Mineralien im Hangenden und Liegenden vor, also über und unter dem Fettkohlenflöz.
Weiterhin wurden in den sogenannten Gebirgsverschiebungen untertägig sehr viele Mineralien gefunden. Ich nenne hier mal als Beispiel den Tertiussprung (bekannt für die berühmten Tannenbaummarkasite) auf der Zeche Friedrich der Große, den Primus Sprung (große Bergkristallstufen zum Teil überzogen mit Markasit und Zinkblende) auf der Zeche Unser Fritz, das Hülsdauer Blatt (riesige Barytsärge) von Zeche Westerholt.
Neben der Steinkohle wurde auf verschiedenen Bergwerken auch Erz gefördert. Zu nennen sind hier in erster Linie die Zechen Christian Levin in Essen und die Erzschächte der Gewerkschaft Stein V, eine Tochter der Gewerkschaft Auguste Victoria in Marl.
Diese Erzschichten kamen auf viele andere Bergwerke ebenfalls vor, aus Kostengründen hat man von einem Abbau allerdings Abstand gehalten. Bekannt sind z.B. die Verleihungen auf Erz und Zink auf dem Steinkohlenbergwerk Westerholt in Gelsenkirchen-Buer, welches beim durchörtern (durchfahren) dieser Schichten sehr viele erstklassige Bleiglanz und Zinkblendestufen geliefert hat.

Fluoritfunde sind mir ebenfalls bekannt geworden und zwar fand man im Bergematerial  auf der Pattberghalde in Moers-Repelen, der Zeche Rheinland, kleinste Fluoritwürfelchen. Zum gleichen Zeitpunkt wurden hier auch himmelblaue Barytkristalle gefunden.

Zitat
ist nahezu der komplette Fund an Mineralien aus dieser Zeit in Privatbesitz


Einen guten Sammlungsbestand hat das Museum in Essen Kupferdreh, wie viel davon ausgestellt ist kann ich nicht sagen. Weiterhin gab es immer gute Ausstellungen im Poppelsdorfer Schloß in Bonn und im Dortmunder Naturkundemuseum.

Bergleute die untertägig Mineralien gesammelt haben sind bis weit in die 60iger Jahre eher selten zu finden, da der Bergmann in der Steinkohle bei den damaligen Abbaumethoden froh war täglich das Tageslicht wieder lebend zu erblicken und geborgenes Stufenmaterial längst nicht die Preise erzielten wie in den berühmten deutschen Erzlagerstätten.

Zu den abgebildeten Fotos möchte ich mich nicht weiter äußern, nur so viel, dass die Stufen auf den Fotos 3, 4, 6 und 7 (vermutlich) nicht aus dem Ruhrbergbau stammen.

Netten Gruß
Micha

Offline mineralienguenni

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Re: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
« Antwort #12 am: 21 Mar 14, 17:12 »
Hallo
Ich war heute in diesem Museum und ich muss ehrlich sagen,meine Begeisterung hielt sich doch sehr in Grenzen.Ich hatte mir doch mehr erhofft.Es sind zwar einige wirklich tolle Stufen dabei,aber insgesamt für ein" Mineralien Museum" doch etwas wenig.Man hat in fünf Minuten wirklich alle Mineralien gesehen.Übrigens stammen die Stufen fast alle aus den USA.Eine Amethystdruse aus Uruguay und eine große Platte mit Kappenquarzen aus dem Sauerland.Ich hatte auch gehofft Stufen aus der Region zu sehen.Wenn man bedenkt,daß ich aus Duisburg teilweise mit Berufsverkehr allein für hin und rückfahrt insgesamt über drei Stunden unterwegs war,brauche ich das nicht nochmal.
Aber das ist meine Meinung,anderen gefällt es vielleicht besser.
Glück auf
Günter

Offline Klinoklas

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Re: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
« Antwort #13 am: 21 Mar 14, 17:52 »
Hallo,

Es gibt auch Menschen die schaffen das National History
Museum oder British Museum in London in einer Stunde.

Ich könnte mich da 1 Woche einnisten und hätte sicher nur
die Hälfte gesehen. (Wenn überhaupt)

Im Mineralienmuseum in Essen Kupferdreh bin ich aber seit
dem Umbau nicht mehr gewesen, deshalb kann ich nichts
dazu sagen wie es dort heute ist.

Aber ich weiß, dass ich früher viel länger als 5 Minuten
da drin war. Und dass es auch regionale Mineralien gab.
Wie gesagt, es war nie eine Terra Mineralia, aber immer
sehr nett.

Damals!

Gruß
René


Offline woelsendorfer

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Re: Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
« Antwort #14 am: 22 Mar 14, 11:49 »
Glück auf Günter,

ob das Ruhrlandmuseum in Essen Stadtmitte mittlerweile abgerissen ist, ist mir nicht bekannt.
Kupferdreh war (ist?) eine Außenstelle des Ruhrlandmuseums gewesen.
Ob der Mineralienbestand vom Ruhrlandmuseum zur Zeche Zollverein in Essen ausgelagert wurde und dort mittlerweile ausgestellt ist, laut Wiki war eine Auststellung in der ehemaligen Wäsche (Aufbereitung) Schacht 12 geplant, müsste rauszufinden sein.

Das (ehemalige) Ruhrlandmuseum hat (hatte) zumindest einen sehr guten Bestand an Mineralien aus dem Ruhrkarbon.

Glück auf
Micha