Hallo,
dann fange ich mal an: ein Satz vorweg: ich habe nicht den Anspruch, mit meinen Fotos Wettbewerbe zu gewinnen, ich sehe die Fotos als Dokumentation.
Zur Ausrüstung: Ich fotografiere durch den Fototubus eines Zeiss Stemi 2000C, zur Zeit mit der Nikon 1 J3 als Kamera und Schott KL1500 LED mit zwei Schwanenhälsen als Beleuchtung.
Zu den Fragen:
Punkt A: die Abstände zwischen den Einzelfotos stelle ich "Pi mal Daumen" ein, also ganz sicher nicht exakt gleichmäßig. Das ist m. E. auch nicht nötig, da die Software nicht weiß, wie dieser Abstand ist. Die Software ermittelt beim Stacking nach durchaus unterschiedlichen Algorithmen die scharfen Bereiche der einzelnen Fotos und legt die dananch zusammen zu einem gemeinsamen Bild und der Rest wird mit dem in allen Bildern unscharfen Material aufgefüllt. Damit das funktioniert müssen sich die einzelnen Bilder eines Stacks in ihren scharfen Bereichen ausreichend weit überlappen und da hat man sicherlich einiges an Spielraum. Ich denke aber, dass alles über 50% Überlappung ist überflüssig und meist sollten 20% auch reichen. Und das sollte man auch ohne Rechnen durch Hinschauen erreichen können.
Punkt B: Mache ich manchmal, wenn es anders nicht geht. Ich probiere aber immer zuerst, den Stack in einem Rutsch zu rechnen.
Punkt C: Als Verfechter des Open-Source Gedankens arbeite ich natürlich mit CombineZP. Nach dem Anpassungs-Makro (Quick) lasse ich meist zuerst das "Do Stack"-Makro durchlaufen. Wenn mir das Ergebnis nicht gefällt, probiere ich die anderen Algorithmen, bevorzugt "Pyramid do Stack", auch durch und suche mir das beste Ergebnis raus. Manchmal drehe ich auch die Reihenfolge des Stacks um, um ein besseres Ergebnis zu erhalten. Letzteres liegt daran, das CZP die unscharfen Bereiche nur aus einem Foto auffüllt und man durch das Umdrehen des Stacks das Foto vom anderen Ende des Stacks dafür hernimmt. Dadurch ergibt sich manchmal ein besserer Gesamteindruck.
Die weitere Verarbeitung erfolgt dann mit Gimp. Dabei schneide ich zuerst die durch CZP hinzugefügten Spiegelränder wieder weg und speichere dieses Zwischenergebnis, mache dann bei Bedarf eine Farbkorrektur, verwende einen Rauschfilter (Anisotropic smoothing ) und schärfe vorsichtig nach. Dieses Ergebnis speichere ich als endgültiges Foto in voller Auflösung. Für das Forum oder Lexikon oder andere Internet-Einsätze habe ich ein Skript geschrieben, dass das Foto auf 1024x768 Pixel runter skaliert und dann am unteren Rand eine Fußzeile mit Angaben zum Foto einfügt. Da muss ich dann nur noch den Text aus der Vorgabe anpassen, der Rest geht automatisch.
So, wenn ich was vergessen habe, weiter nachfragen...
bis denn
Günter