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Autor Thema: Stemi Mikroskop  (Gelesen 3779 mal)

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Offline Starburst

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Stemi Mikroskop
« am: 25 May 14, 08:27 »
Hallo,

ich habe vor, ein gutes Mikroskop zu erwerben.
Wie immer bei dem großen Angebot an Mikroskopen ist die Wahl des optimalen Models für die eigenen Ansprüche.
Mir wäre ein großer Arbeitsabstand, eine gute Optik und natürlich gute Ergebnisse beim Fotografieren wichtig.
Nun ist mir das Stemi DV4 von Zeiss aufgefallen und liebäugel mit dem Kauf des Mikroskopes. Da in diesem Forum aber auch gute Erfahrungen mit dem 2000C Stemi von Zeiss gemacht werden, würde ich gern die Unterschiede beider Geräte erfahren.
Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit beiden Geräten gemacht? Welches würdet Ihr kaufen?


Danke

Offline Josef 84,55

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Re: Stemi Mikroskop
« Antwort #1 am: 26 May 14, 21:43 »
Hallo Starburst,

ich kenne das Stemi DV4 leider nicht, nur das Stemi 2000. Ich nutze daheim ein Stemi SV11.
Das Stemi 2000 und das SV11 sind beide ausgezeichnete Mikroskope zum betrachten von Mineralien und ich würde auch vom DV4 eine gute Qualität erwarten aber, und deshalb antworte ich auf Deine Anfrage, zum fotografieren waren meine Versuche mit dem SV11 viel schlechter als selbst die billigsten Mikroskopobjektive wie das Lomo 8x 0.20. Ich kann nur empfehlen nicht viel Geld für Mikroskop-Fotoadapter auszugeben und stattdessen einen zusätzlichen Fotoaufbau mit Balgen zu kaufen.
Die guten Mikrofotos im Atlas entstehen nur noch selten durch solche Stereomikroskope und wenn, dann durch die teureren wie Zeiss Discovery, Leica M8 Apo oder Nikon SZM1500 und selbst bei diesen wird es unter 2 mm Bildbreite schwierig.

Grüße Josef

Offline Starburst

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Re: Stemi Mikroskop
« Antwort #2 am: 26 May 14, 23:20 »
Kannst Du denn ein Mikroskop empfehlen, welches diesen Balgenaufbau besitzt? Am besten eines mit großen Arbeitsabstand bzw. Wo ein Umbau auf einen Schwenkarm möglich ist? Dachte so an bis zu 1500 oder max. 2000 Euro.

Offline Josef 84,55

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Re: Stemi Mikroskop
« Antwort #3 am: 29 May 14, 15:29 »
Hallo Starburst,

es ist nicht leicht hier etwas zu empfehlen. Wenn ich das richtig verstehe willst Du das Mikroskop und den Balgenaufbau über dem Stück schwenken, um das gleiche Licht zu nutzen. Eine solche Konstruktion stabil aufzubauen ist nicht so einfach. Mit Teilen der Optomechanik wäre so etwas denkbar. Man bräuchte für das Mikroskop und für den Balgen einen Grobtrieb und einen Hubtisch für den Feintrieb der das Stück trägt.

Mir war der Aufwand für so eine Konstruktion zu hoch, deshalb habe ich zwei getrennte Aufbauten. Das Mikroskop zum betrachten und einstellen für Fotos und einen zusätzlichen Stativ mit Balgen und Feintrieb zum stacken. Ich stelle das Motiv unter dem Mikroskop mit einem Kugeltisch ein und forme das Licht einem Diffusor-Ring und schwarzem Isolierband. Danach stelle ich das Stück auf den Hubtisch (ein Zeiss Standart 14 Stativ) und stelle den Balgen, der an einem etwas wackligem Vergrößererstativ montiert ist, auf die richtige Höhe. Ich beleuchte mit einem manuellem Blitz um das verwackeln zu vermeiden, was eine zusätzliche Einstellung der richtigen Belichtung erfordert....

Eine Empfehlung für ein fertiges System kann ich nicht geben, nur für ein paar Teile.
Balgen: z.B. Pentax Auto Bellows II (M42)
Hubtisch: z.B. SIGMA KOKI  in Z-Achse müsste gehen
Optik: je nach Vergrößerung, Mikroskopobjektive wie z.B. Mitutoyo 5x 0.14 10x 0.28 und 20x 0.42 (hoher Preis aber sehr gute Bildqualität bei großem Arbeitsabstand). Ich habe nur ein kompatibles 10x Objektiv vom Optem mit einem Arbeitsabstand von 34mm mit brauchbarer Bildqualität.
Nikon CFI60 Objektive: 4x 0.10 WD 30mm, 10x 0.25 WD 10,5mm
Als "Tubuslinse" für diese unendlich korrigierten Objektive mit großem Bildkreis soll die RAYNOX DCR-150 Vorsatzoptik gut funktionieren.
Lupenobjektive  wie die Zeiss Luminare oder Leica Photare liefern auch gute Ergebnisse.

Das Ganze hört sich vielleicht kompliziert an und ist in einem Post nicht zu beschreiben, es ist aber machbar. Es haben sich schon einige erarbeitet und jeder findet andere Lösungen.

Grüße Josef

 

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