Hallo,
das Fundgebiet ist das Osterberg-Revier und liegt praktisch vor meiner Haustür (knapp 10 km). Es gab hier etliche Gruben, die sich aber nur noch schwer oder gar nicht mehr einzelnen Halden/Pingen zuordnen lasen. Zu den Minealen:
Das Blaue ist Linarit. Kommt hier eigenartigerweise bevorzugt auf vergammelter Zinkblende vor.Vielleicht wurde auf der Zinkblende zunächst zementativ Covellin abgeschieden, der dann später mit Pb-haltigen Lösungen zu Linarit umgesetzt wurde.
Bei den blockigen Kristallen handelt es sich höchstwahrscheinlich um Anglesit, der dort relativ häufig und vielgestaltig auftritt. Baryt ist meines Wissens von dort nicht bekannt und auch nicht zu vermuten.
Mit Smithsonit kommt in der Paragenese zwar auch vor, kann ich aber auf dem Foto nicht erkennen. Smithsonit macht macht hier meist rundliche Kristalle von glasigem Aussehen und kaum erkennbaren Kristallflächen. Oft in Begleitung von Hemimorphit, der hier in verhältnismäßig guter Ausbildung vorkommt.
Das dunkle, glaskopfähnliche Material kann Limonit (brauner Srich) oder auch ein Mangan-Hydroxid (schwarzer Strich) sein. Im letzteren Fall stammt das Mn aus dem Siderit, der dort reichlich vorkommt und einen hohen Mangangehalt besitzt.
Im übirgen kann es vorteilhaft sein, den Calcit mit verdünnter (max 10%) HCL wegzulösen. Mit viel Glück kommt Boulangerit zum Vorschein.
Einige Fotos von dort (und anderen Ostharzer Mineralen) findest Du auf meiner mindat-Seite:
http://www.mindat.org/user-3147.html#0Thomas