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Autor Thema: Flusskiesel aus Bad Dürkheim  (Gelesen 3842 mal)

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Offline Lothar Schuh

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Flusskiesel aus Bad Dürkheim
« am: 17 Jun 14, 09:03 »
Hallo,
wer hat eine Idee, worum es sich hier handelt? Es ist kein Biotit oder anderer Glimmer sichtbar. Die schwarze Matrix ist Hornblende und/oder Pyroxen (schwierig zu sagen ob Pyx, da das Gefüge relativ feinkörnig ist). Bei den Feldspaten könnte es dich vielleicht auch zum Teil um Foide handeln?? Da ist auch was gräuliches/bräunliches, wie Nephelin vielleicht (oder nur  alterierter Plagioklas???)
Quarz ist nicht zu sehen.
Schau Euch das doch mal an.

Schöne Grüsse
Lothar

Offline CRYSTALLOGIC

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Re: Flusskiesel aus Bad Dürkheim
« Antwort #1 am: 17 Jun 14, 13:34 »
Hallo,

dürfte in Richtung Gabbrodiorit, also das basische, d.h. Quarz-freie bis -arme Ende der Diorit-Gr., gehen.

Gruß
« Letzte Änderung: 17 Jun 14, 13:46 von CRYSTALLOGIC »

Offline stoanklopfer

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Re: Flusskiesel aus Bad Dürkheim
« Antwort #2 am: 18 Jun 14, 09:18 »
Andesit würde ich sagen.

mfG

Offline Lothar Schuh

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Re: Flusskiesel aus Bad Dürkheim
« Antwort #3 am: 18 Jun 14, 12:13 »
hallo
danke für die Antworten. Nun sind Andesit und Gabbro/Diorit von der Grundzusammensetztng QAP vergleichbar. Wie kann ich einen Stein der idiomorphe Kristalle hat, zuordnen. Mein Stein hat wenn auch kleinkristalline,  aber klar reflektierende Hb oder Pyx. Kann das auf einen Vulkanit hindeuten?

Gruß
Lothar

Offline CRYSTALLOGIC

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Re: Flusskiesel aus Bad Dürkheim
« Antwort #4 am: 19 Jun 14, 16:29 »
Hallo,

ein Andesit wäre sicherlich möglich. Wenn man es genauer wissen will, müsste man wohl auf jeden Fall (mind.) die beteiligten Feldspäte bestimmen.
Die Frage: "...Wie kann ich einen Stein der idiomorphe xx hat, zuordnen?..." verstehe ich wahrscheinlich nicht so recht.
Idiomorphe xx, die in einer sehr feinkörnigen, glasigen oder sehr porösen Grundmasse ´schwimmen´, wären ´typisch Vulkanit´.
Ich sehe im vorliegenden Fall jedenfalls keine eindeutigen Hinweise auf ein Vulkanit. (allerdings auch keine 100%ig ausschliessenden)

Gruß


« Letzte Änderung: 19 Jun 14, 16:42 von CRYSTALLOGIC »

Offline Lothar Schuh

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Re: Flusskiesel aus Bad Dürkheim
« Antwort #5 am: 22 Jun 14, 19:16 »
hallo Crystallographic
Wäre bei Andesit das dunkle Matrixgefüge nicht sehr feinkörnig, auch bei 20x Vergrösserung homogen und nicht in einzelne Kristalle auflösbar. Das dunkle Gefüge zeigt Hb / Pyx kristalle - wenn auch feinkörnig  d.h. glaube ich 0,2 mm bis 1 mm oder so ähnlich.
Ich habe bisher keinen eindeutigen Andesit...

Schönen Gruss
Lothar

Offline CRYSTALLOGIC

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Re: Flusskiesel aus Bad Dürkheim
« Antwort #6 am: 23 Jun 14, 11:59 »
Hallo,
stimmt, typischerweise eher sehr feinkörnig mit glasigen Anteilen, allerdings habe ich auch schon eher mittelkörnigen Andesit  mit vereinzelten, makroskopisch gerade noch erkennbaren Hornblende xx gesehen.
Keine Ahnung..., ich tendiere eigentlich auch eher in Richtung Plutonit und hätte längst mal die Intervention eines Experten erwartet.
Hast du dir schon mal Gedanken über den möglichen Ursprung gemacht ? (Einzugsgebiet des Flusses auf geolog.Karte anschauen)

Gruß

Offline Lothar Schuh

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Re: Flusskiesel aus Bad Dürkheim
« Antwort #7 am: 23 Jun 14, 14:59 »
Hallo,
den Stein haben ich ja in Bad Dürkheim gefunden, dort in Kurpark fliesst ein relativ kleiner Fluss. Ich nehme an, das dortige Steinmaterial ist zwar aus der Gegend, aber nicht durch den Bach transportiert worden.

Ich denke ich bin nun ganz pragmatisch. Mit meinen Deiner/Eurer Kommentierung und meinen bescheidenen Bordmitteln tippe ich auf Plutonit in Richtung Hornblende-Gabbro.

Danke und Gruss
Lothar