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Autor Thema: Olivin in Basalt  (Gelesen 1612 mal)

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Offline Lothar Schuh

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Olivin in Basalt
« am: 18 Jun 14, 19:06 »
Hallo,
stammt  eigentlich jeder Olivin in einem Basalt aus dem Peridotit o.ä. und ist somit ein Erdmantel-Xenolith. Oder bilden sich Olivine (Fosterit, Fayalith) auch in sichtbarer Grösse beim Abkühlen der Lava.

Gruß
Lothar

Offline Günter Blaß

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Re: Olivin in Basalt
« Antwort #1 am: 18 Jun 14, 20:44 »
Hallo,
ja!!
Können sich auch in Basalteinschlüssen bilden (Einschlüsse ehemaliger Tongesteine, Ca-reiche Xenolithe, silikatische Xenolithe, Klüfte im Basalt u.a.). Die Frage ist was Du unter "sichtbarer Größe" verstehst!

MfG und GA
Günter Blaß

Offline smoeller

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Re: Olivin in Basalt
« Antwort #2 am: 18 Jun 14, 22:57 »
Hallo,

Olivin kann sich auch in Basalten bilden. Es hängt von Druck, Temperatur und vor allem Schmelzzusammensetzung ab, welches Mineral sich im Basalt zuerst bildet. Das kann unter Umständen Olivin sein, der dann auch schon mal größere Kristalle bildet.

Bestimmte Gesteine, z.B. die Limburgite des Kaiserstuhls, führen bis ca. cm-große Olivinkristalle neben Augitkristallen. Es sind dann halt frühe Kristallisate, die noch viel Zeit zum Wachsen hatten. Dies ist sicher nicht im Erdmantel passiert, sondern auf dem Weg durch die Kruste, als sich das Magma in einer Magmakammer sammelte.

Zuletzt gibt es auch Krustenkumulate, die sich entweder an der Krustenbasis oder in der Magmakammer bildeten. Die gibts z.B. in der Eifel und sie führen Augit und Olivin in sichtbaren Kristallen.

Schwarzer Augit zusammen mit Olivin ist eher ein Zeichen für Bildung in der Kruste, die Klinopyroxene des Erdmantels sind eher Grün (Diopsid bzw. Chromdiopsid).

Glück Auf!
Sebastian