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Pseudomorphose nach Linarit
smoeller:
Hallo,
Das mit der direkten thermischen Umwandlung von Linarit in Anglesit kommt mir auch seltsam vor, zumal, wie gesagt, mir kein Fall bekannt ist, wo das eindeutig zu beobachten wäre.
Die Beschaffenheit der Kristalle spricht jedoch für einen Zersetzungsprozess. Das müsste eine eine Reaktion sein, wobei das Cu in Lösung ging. Cu ist in den meisten Fällen ein stark färbendes Kation, selbst Spuren färben Sulfate bereits intensiv blau/grün. Lediglich wasserfreie Kupfersulfate sind u. Umständen weiß. Löst man jedoch derartiges weißes Kupfersulfat in Wasser, so ist die Lösung kräftig blau, weil sich jedes Cu-Kation mit Wasseratomen umgibt.
Also entweder Wegführung von Cu (der Rest kann dann durchaus Anglesit bilden) oder aber völlig trocken (ohne Wasser bzw. OH- wie im Linarit). Ohne EDX oder zumindest XRD ist da nix zu machen.
Glück Auf!
Sebastian
Axinit:
--- Zitat von: Uwe Kolitsch am 24 Jun 14, 20:04 ---"Linarit kann sich beispielsweise im Labor thermisch (Erhitzen auf 300 - 400 Grad Celsius) in Anglesit umwandeln."
Was passiert dabei mit dem Cu?
--- Ende Zitat ---
Das Kupfer liegt nach der Zersetzung als Tenorit vor.
vgl. Dasgupta, Z. Kristallographie, 136 (1972) pp236.
GA
Harald
Uwe Kolitsch:
Danke.
openpit:
Hallo,
ergänzend hierzu ein Diagramm von Abdul-Samad et al. (1982) für das System Pb-Cu-SO4-OH.
Glück Auf!
Micha
Abdul-Samad, F. A., Thomas, J. H., Williams, P. A. [1982]: Mode of Formation of some Rare Copper(II) and Lead(II) Minerals from Aqueous Solution, with Particular Reference to Deposits at Tiger, Arizona. In: Transition Metal Chemistry, 7, pp. 32
Axinit:
Servus,
interessant ! Hast Du zufaelliger den Artikel digital vorliegen ? Falls ja, koennte ich bitte eine Kopie haben, falls nein, muss ich doch unsere huebschen Bibliothekarinen bemuehen ;D.
GA
Harald
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