Hallo,
3-6 sind Quarz. Für das Fichtelgebirge nicht selten. Schöne Stufen stammten u.a. von Göpfersgrün (aber jetzt meines Wissens Sammelverbot) und aus den unzähligen Steinbrüchen in den Granitmassiven.
22 sieht sehr nach Falkenberger Granit (Oberpfalz, Ldkrs. Tirschenreuth) aus. Typisch sind die großen hellen Kalifeldspäte (meist sog. Karlsbader Zwillinge, das sieht man daran dass die Kristalle in der Mitte eine Art Naht haben und beim Spalten in 2 gleichgroße Platten zerfallen). Solche Kristalle fand ich im Frühjahr bei Falkenberg bis 4 cm Länge. Aber auch die Granite des Steinwaldes haben wohl tw. größere Kalifeldspäte.
10 Evtl Hämatit (sog. Eisenglimmer), den gibt es in dieser Ausbildung u.a. im Bereich Fichtelberg (Schaubergwerk, Gleißinger Fels).
11 Marmor, wobei das oberste Stück auch Quarzit sein könnte. Quarzit ritzt Glas, Marmor nicht (marmor lässte sich zudem mit einer Nadel gut ritzen)
Das Stück darunter ist Schlacke (glasig), könnte entweder von Eisenverarbeitung oder einer Glashütte sein, beides gab es im Fichtelgebirge
12-18 Pyrit (goldfarben) in Gneis, tw. (die dunklen Stücke) evtl. auch Amphibolit. Scheint Material aus einem Schotterbruch zu sein, da hat wohl einer die Wege mit Schotter gepflastert und die Stücke sind in den Acker geraten.
Glück Auf!
Sebastian