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Autor Thema: Jetzt ist die Hohe Schule des Micromounting gefragt!  (Gelesen 4676 mal)

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Offline Kluftknacker

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Hallo,

ich stehe vor der Aufgabe, einen kleinen, wasserklaren Doppelspat-Rhomboeder in einer üblichen MM-Dose zu montieren. Der "Kristall" hat etwa die Größe eines Stückes Würfelzucker. Die Montage soll so erfolgen, das die Eigenschaft - Doppelbrechung - dauerhaft zur Geltung kommt. Bei einem Virtrinenstück ist es unproblematisch und einfach einen Zettel mit Text darunter zu legen. Hier aber müssen Text (zu Demonstration des Effektes) und auch  (bzw. wenigstens) die Stufe fixiert werden; lose reinschmeißen ist hier nicht  ::)
Meine Idee: Ich klebe den Textzettel auf den Dosenboden. Wie aber sollte ich das Calcitstüfchen unmittelbar darüber befestigen? Eigentlich müsste ich es seitlich an den Rändern fixieren. Nur wie?
Andere Ideen ? Immer her damit ..  ;D

Danke und Glück auf!
Kluftknacker


Offline Maibolte

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Re: Jetzt ist die Hohe Schule des Micromounting gefragt!
« Antwort #1 am: 23 Jul 14, 22:18 »
Hallo.

Wie wäre es damit das Stüfchen an einem Faden in den Deckel zu kleben?
So das sie quasi "schwebt".

Gruß Maibolte

Online felsenmammut

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Re: Jetzt ist die Hohe Schule des Micromounting gefragt!
« Antwort #2 am: 23 Jul 14, 22:28 »
Glück Auf!

Wenn die Dose einen durchsichtigen Boden hat, kann man z.B. den Zettel auf der Schriftseite aufkleben. So sieht man den Text durch den Dosenboden. Den Calcit dann in der Dose über dem Text montieren und z.B. mit Kit an einer Stelle befestigen, wo kein Text ist.  Wenn kein Kit gewünscht ist, kann man auch Heißkleber nehmen, oder Kalkleim der beim Aushärten transparent wird.

Die Qualität der Transparenz des Klebers sollte man vorher an winderwertigen Stücken testen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline Nathan

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Re: Jetzt ist die Hohe Schule des Micromounting gefragt!
« Antwort #3 am: 24 Jul 14, 09:37 »
Hallo,

ich würde Dir raten, entweder den Kristall auf dem davor befestigten Textstück mit einem farblosen Kleber zu fixieren oder an den Seiten kleine "Stopper" aus Kitt anzubringen, damit er "rutschsicher" ist.

Gruß
Philipp

Offline Jochen1Knochen

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Re: Jetzt ist die Hohe Schule des Micromounting gefragt!
« Antwort #4 am: 24 Jul 14, 19:03 »
Hallo!
Ich würde auf Sichtbarkeit nur ein Papier mit X befestigen,da es schon mal schwierig ist,die Doppelung gut erkennbar zu machen. Dann das Teil nur auf eine Ecke in den Kitt stellen.Ansonsten mit Beschriftung in deiner eigenen Art und Weise verfahren.
Gruß Jens

Online Detlef

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Re: Jetzt ist die Hohe Schule des Micromounting gefragt!
« Antwort #5 am: 25 Jul 14, 09:13 »
Hallo Peter,
ich hhabe ganz einfach mit UHU (transparent) den Zettel am Doppelspat aufgeklebt, seitlich besäumt und dann inder Dose montiert.
Gruß
Frank-Detlef Paul

Offline Kluftknacker

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Re: Jetzt ist die Hohe Schule des Micromounting gefragt!
« Antwort #6 am: 25 Jul 14, 09:57 »
Hallo,
danke für die Ideen.
Kitt habe ich aus meiner Sammlung mehr oder minder verbannt, Heißkleber wird nach Erkalten trübe, könnte nur punktuell an zwei drei Punkten außerhalb der Auflagefläche angebracht werden.
UHU-Kleber ? Ändern sich die Brechungseigenschaften signifikant? Geht das blasenfrei? Hatte auch schon an transparentes Silikon od. Acryl gedacht, ist mir für den Zweck dann doch zu teuer.
Vielleicht sollte ich es probieren, einen kleinen Textzettel direkt auf den Kristall zu kleben, und letzteren an zwei Ecken mit Acrylkleber am Dosenboden zu fixieren.

Offline cmd.powell

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Re: Jetzt ist die Hohe Schule des Micromounting gefragt!
« Antwort #7 am: 29 Jul 14, 03:23 »
Moin

Du kannst - wenn es Dir so sehr auf den Effekt der Doppelbrechung ankommt - mit einem Cuttermesser o.ä. einen Kratzer auf dem Kristall erzeugen und diesen danach ggf. einfärben. Damit hast Du etwas, was doppelt erscheint und keine Probleme mit dem Fixieren in der Dose.

Offline Kluftknacker

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Re: Jetzt ist die Hohe Schule des Micromounting gefragt!
« Antwort #8 am: 29 Jul 14, 10:26 »
Moin.

Da, wie ich beim Herumprobieren festgestellt habe, der Brechungseffekt anisotrop ist  - man lernt auch im Alter nicht aus  ;D -, sich bei Drehung ändert, bleibt mir nun doch nichts anderes übrig als von einer Festmontage abzusehen.

Offline cmd.powell

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  • Calcit vom Winterberg, Harz
Re: Jetzt ist die Hohe Schule des Micromounting gefragt!
« Antwort #9 am: 30 Jul 14, 03:21 »
Da, wie ich beim Herumprobieren festgestellt habe, der Brechungseffekt anisotrop ist

Doppelbrechung ist grundsätzlich immer anisotrop bzw. das Resultat der Anisotropie der Brechungsindizes in ebenso anisotropen Kristallen(bereichen). Daher kann Doppelbrechung nie im kubischen System auftreten, ebenso wenig parallel zu isotropen Achsen wie z.B. der c-Achse von tetragonalen Kristallen. Auch bei trigonalen Kristallen gibt es eine isotrope Ebene, daher verändert sich der (makroskopische) Effekt der Doppelbrechnung beim Calcit beim Drehen eines Kristalls.
Wenn Du die Markierung auf einer der Spaltrhomboederflächen anbringst und diese dann als Basis-/Klebefläche verwendest, solltest Du am meisten von dem Doppelbrechungseffekt haben, ggf. ein wenig rumprobieren. Ein loser Spaltrhomboeder hat natürlich den Vorteil, das man ihn beliebig Verkippen und verdrehen kann, wodurch die Stärke des Effekts variiert.

 

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