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Gesteinsbestimmung

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63steine:
Hallo,
bräuchte dringend die Gesteinsbestimmung von diesem winzigen Stück. Fundort ist Unterfranken. Habe schon Quarzit, Hornstein oder Abplatzung von einem Krug gehört. Was ist hier richtig? Bin für jede Antwort dankbar.
Gruß
Marion

oliverOliver:
Hallo Marion,
nettes Artefakt -  ;)
nach Bild 1 + 3 hätte ich auch an Quarzit gedacht, aber die Bänderung (bzw. die charakteristische Art derselben) auf Bild 2 spricht doch sehr deutlich für (Knollen-)Hornstein - in diesem Fall eben eine anscheinend etwas grobkörnige Variante, bzw./und stark verwittert.
Der grobkörnige bzw. am Foto sogar "porös" wirkende Anteil des Stücks ist demnach der Randbereich der Knolle, also schon die "Grenzschicht" zur Matrix - diese randbereiche sind oft weniger gut verkieselt / stärker kalkhältig, und daher ohnehin grobkörniger und zudem verwitterungsanfälliger.
Auf der dorsalen Fläche des klingenförmigen Abschlags scheint zudem partiell überhaupt die Rinde (Cortex) der ehem. Knolle vorhanden zu sein.

63steine:
Hallo Oliver,
danke für die Antwort, bin schwer beeindruckt von deinem Fachwissen.  Musste erst einmal ein bisschen googeln um alles zu verstehen. Dass es ein Artefakt ist hatte ich vermutet und deshalb noch ein bisschen gesucht. Neuer Fund an gleicher Stelle. Sieht ähnlich aus ist aber nicht so verwittert. Könnte es sich um das gleiche Material handeln?
Gruß
Marion

63steine:
Hier noch eines.

smoeller:
Hallo,

Evtl. Hornstein aus dem mittleren Muschelkalk. Ähnliche Stücke kennt man z.B. aus der Region um Karlsruhe und Pforzheim. Nicht auszuschließen ist von manchen Fotos her auch Flint (Feuerstein), da gibt es auch solche grauen Varietäten.

Glück Auf!
Sebastian

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