Hallo auch,
ich würde das pragmatisch angehen: Sollte die Fundstelle in der Nähe (Sicht- oder Hörweite) eines Hauses liegen, frägt man die dortigen Anwohner. Im Allgemeinen wird man als Antwort erhalten, dass ihnen die Halde (o.ä.) nicht gehört, und es ihnen egal ist, wenn man sucht. Sollte man den Besitzer gefunden haben, und er will nicht, dass man sammelt, dann lässt man es natürlich. Liegt die Fundstelle irgendwo im Wald, dann sucht man einfach, wobei man halt keine Bäume fällt und eventuelle Schürflöcher nach dem Sammeln soweit wie möglich wieder verfüllt. Kommt zufällig der Förster, Waldarbeiter oder ein Jäger vorbei, dann spricht man ihn freundlich an und erkundigt sich, ob er meint, dass sammeln dort ok ist. Mit diesem Vorgehen habe ich in mehr als 30 Jahren nur ganz wenige Male wieder abziehen müssen und mir eigentlich nie Ärger eingehandelt.
Grundsätzlich aber Vorsicht in Naturschutzgebieten bzw. wenn die Halde unter Denkmalschutz stehen sollte. Dann darf allenfalls oberflächlich gesucht werden, eventuell auch gar nicht. Daran sollte man sich halten.
Kleine Anekdote am Rande: Auch bei uns im Südschwarzwald gibts gelegentlich Halden, die inmitten einer Häuser- bzw. Hofgruppe liegen. Da kommt man um Fragen nicht herum - also habe ich das vor ein paar Jahren mal ganz regelgerecht am Nachbarhof gemacht und der Landwirt hat mir das Sammeln ganz freundlich erlaubt und sich noch erkundigt, ob es da denn was zu finden gäbe. Nach kurzem Gespräch ich also rauf auf die Halde, drei Steine aufgeklopft und schon stand jemand hinter mir, der meine Tätigkeit überhaupt nicht mochte. Es war der Besitzer des anderen Nachbarhofs, und es stellte sich heraus, dass IHM die Halde gehörte, nicht dem, der mir das Sammeln erlaubt hat
Viele Grüße,
Helge