Hallo,
bei den (wasserlöslichen) Kühlschmierstoffen gibt es praktisch für jede Anwendung ein extra abgestimmtes Produkt.
Dann gibt es das Ganze noch als herkömmliches, teilsynthetisches und vollsynthetisches Mittel. Und alles auch noch von zahlreichen Herstellern.
Dort den Überblick zu haben stelle ich mir schwierig vor.
Als Inhaltsstoffe sind im wesentlichen Öl (mineralisch oder Rapsöl) und Emulgatoren drin. Dazu dann noch zahlreiche Additive (Bakterizide, Fungizide, Korrosionschutz, Esteröle, Entschäumer etc.)
Die schädlichen Nirosamine sind und waren auch früher schon nicht von vornherein drin, sondern sie bilden sich erst während des Gebrauchs durch Nitrateintrag (Anmischwasser, Verschmutzung, Bakterienbefall) und die Hitze bei der Bearbeitung aus den im KSS enthaltenen Aminen. (Heute soll ? das nicht mehr das Problem sein)
Brandgefahr besteht bei
KSS überhaupt nicht.
Die Aerosolbelastung ist natürlich vorhanden, (auch in lungengängiger Größe !!! ) dafür gibt es aber Grenzwerte, die regeln, ab wann abgesaugt werden muss.
Je nach der bei der Bearbeitung entstehenden Temperatur bildet sich auch Rauch (das sollte jedoch immer verhindert werden).
Beim Steineschneiden wird im Aerosol sicher auch Quarzstaub mit drin sein. (Silikose !!! )
Es ist so, dass KSS, wenn sie nicht "gepflegt" werden umkippen, verpilzen und regelrecht faulen können.
Auch auf die richtige Konzentration kommt es an, wir fahren beim Schleifen zwischen 2,5-4,5% beim Drehen/Fräsen 4,5-7,5%.
(im Privatgebrauch wird meist viel zu fett angerührt !!! )
Nun, die Luft am Arbeitsplatz hat sicher keine Sanatoriumsqualität aber es ist so, dass bis auf ein paar vereinzelte Hautprobleme die Belegschaft nicht reihenweise krank wird. Das könnte sich, glaube ich, auch kein Unternehmen leisten.
http://www.arbeitssicherheit.de/de/html/fachbeitraege/anzeigen/49/K%C3%BChlschmiermittel/Grüße,
Michael