Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations

Unbekanntes Mineral / Pyrit

(1/2) > >>

Micha-aus-Kiel:
Moin zusammen!

Ich wäre froh, wenn mir jemand von euch folgendes Mineral identifizieren könnte. Ich selbst bin Laie auf dem Gebiet, und mein Mineralien-Bestimmungsbuch gibt in diesem Fall leider nichts her. Besagter "Stein" kam vor 25 Jahren aus dem Nachlaß eines Mineraliensammlers in meinen Besitz und ist auch das einzige Objekt, was die Jahre überstanden hat. Fundort und -umstände sind nicht bekannt. Bisher fiel mir nur das relativ hohe Eigengewicht des Objekts auf.

Beschreibung: Halbkugelförmiger Abschlag, wahrscheinlich aus einem größerem Objekt, Bruchkante scharf, das Äußere vermutlich verwittert. Im Innern zentraler Kern, von dem aus radial kristallähnlich Strukturen wachsen. Die Strahlen schimmern metallisch, haben Bronzeton und wirken länglich-blättrig.
Maße Bruchseite 61 x 50 mm, Höhe 30 mm. Gewicht: 217 g. Spez. Gew. (nach eigener laienhafter Messung): um 4,3 g/cm^3. Drei Fotos habe ich angehängt.

Im Voraus vielen Dank für die Identifizierung!

Michael

stoanklopfer:
Das ist eine (wahrscheinlich in Pyrit umgewandelte) Markasitknolle. Fundort ist am ehesten die Region Nord Pas de Calais in Frankreich.

Stoanklopfer

smoeller:
Hallo,

Pyrit.

So etwas gibt es allerdings auch hier in Schleswig-Holstein, Lägerdorf z.B. Sogar an der Ostsee und auf Helgoland hab ich schon welche gefunden, nur sind die dann meist nicht stabil.

Glück Auf!
Sebastian

Micha-aus-Kiel:
Moin zusammen!

Auf Pyrit wäre ich nun gar nicht gekommen. Ich besitze zwar auch einen Pyrit-Kubus als Urlaubsmitbringsel, aber meine "Knolle" sieht ja nun völlig anders aus. Vor allem diese blättrige, feine Struktur hat mich irritiert. Ansonsten ist der Stein formstabil, er lag sogar zwei, drei Jahre als Deko im Garten, bis ich ihn dann sichergestellt habe. In der Kiste war damals, als wir die Proben bekamen, auch ein Stück kristalliner Schwefel, das weiß ich noch. Vielleicht war's ja die Schublade mit den Schwefelmineralien.

Okay, danke für die schnelle Einordnung!
Micha.

Sprotte:

--- Zitat von: smoeller am 15 Oct 14, 08:58 ---So etwas gibt es allerdings auch hier in Schleswig-Holstein, Lägerdorf z.B. Sogar an der Ostsee und auf Helgoland hab ich schon welche gefunden, nur sind die dann meist nicht stabil.
--- Ende Zitat ---

Ja genau. Kann man beispielsweise am Strand vor Steilküsten der norddeutschen Ostseeküste auflesen. Neben Flint enthält/enthielt Schreibkreide auch derartige Markasit/Pyrit-Konkretionen.

Viele Grüße
Sprotte

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln