
Tach Leute
EXKURSIONSBERICHTAm letzten Samstag hatte Trüffelschweinchen Bernd G. zu einem Trüffeltag in seine Wahlheimat, der Wetterau, eingeladen und zwar nach „Ober-Widdersheim“ im Kreis Nidda/Hessen.
Als Treffpunkt war das Verladegebäude ausgemacht, wo wir gegen 10,00 Uhr mit immerhin 8 Leuten eintrafen. Die Sonne brannte schon ganz heftig vom wolkenlosen Himmel und so war zumindest für mich kniefreies Beinleid angesagt. Aber auch Frank und Peter hielten etwas weniger Stoff der Witterung angepasster. Der Rest zwängte sich in Ihre Overalls, welche später in der Hitze zu Saunaanzügen mutierten.
Es wurde dann von allen die Enthaftungserklärung abgezeichnet – denn Ordnung muß sein. Diese wurde anschließend in den Briefkasten der Fa. NICKEL geworfen.
Die Fa. NICKEL GmbH&Co.KG als Betreiber hat es nämlich gar nicht gerne, wenn Leute ungefragt in den Bruch marschieren. Ein kleines Schild am Eingang macht dies deutlich. Laut Bernd wäre es aber kein Problem eine Genehmigungzu bekommen.
Man kann zwar das „Betreten verboten“-Schild nicht mehr lesen, aber dafür das neuere „Anti-Trüffel“-Schild. Aber, wie gesagt, wer fragt darf rein!
Der Anmarsch in den Bruch gestaltete sich sehr angenehm. Es ging nur bergab bis in die unterste Sohle.....Moment.....äähhhh...was vorher runter ging, geht später wieder rauf ... woll !? - So eine Sch@%?& aber auch! Das sind gut und gerne 2 KM!
Laut Bernd war hier früher die unterste Sohle gänzlich abgesoffen, aber nunmehr wieder frei. Etwas Wasser war jedoch zurück geblieben, welches im Brutofen dieses Basaltsteinbruches für ein angenehmes Klima sorgte.
Bernd führte uns an eine Wand voller drusigen Basalt. Es war reichlich Material vorhanden und man brauchte sich nur die schönsten Stücke raus zu klauben. Der Basalt ergab sich schnell kurzen Hammerschlägen und gab teilweise schön gefüllte Drusen mit Chabasit und Calcit, aber auch Natrohlit und dem mir bis dahin völlig unbekannten Mineral Montmorillonit frei.
Nach gut einer Stunde exessiven Trüffeln war zumindest mein Eimer voll und schwer genug für den kalorienfeindlichen Rückmarsch. Aber auch die anderen hatten genug, zumal das vorherrschende Klima das wahre Tauwetter für die mühsam angefutterten Speckröllchen war.
So trafen wir uns quasi alle wieder an einer schattigen Stelle vor der letzten Aufstiegstrecke. Das Wasser des Fleisses lief in Sturzbächen aus der Kopfhaut und auch aus anderen Poren.
Auf nachfolgenden Seiten noch ein paar Mineralienbilder...da seit ihr ja immer schärfer drauf als auf nackige Weiber..
Soweit mein Bericht. Wer selbst mal in Ober-Widdersheim sammeln möchte, sagt dem Bernd Gutschera Bescheid, welcher dort ortskundig ist und die Sammelerlaubnis vor Ort einholen kann.
Es war ein herrlicher Trüffeltag!
´tschüssken und „Glück Auf!“
Euere Trüffelsau Charly aus dem fernen Kierspe
Bild 1) Leere Tafeln gelten hier auch für Mineralsucher!!!
Bild 2) Ein "Wurmragout" aus Montmorillonit
Bild 3) Geiler wasserklarer Chabasit