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Flussrinnen auf dem Mars: Staub statt Wasser
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Viele der auffälligen Flussrinnen an steilen Berg- und
Kraterhängen auf dem Mars sind möglicherweise nicht durch
Wasser, sondern durch feinen Staub entstanden. Nach neueren
Experimenten bewegen sich Staublawinen auf dem Mars wegen
der schwächeren Anziehungskraft längere Zeit wie eine
Flüssigkeit.
Schon die Bilder der Marssonden in den 1970er Jahren
zeigten zur Überraschung der Forscher Strukturen, die
ausgetrockneten Flussläufen ähneln. Heute gibt es kaum
mehr Zweifel daran, dass es auf dem Mars vor Milliarden
Jahren offenes Wasser gab.
Die Flussrinnen an Krater- und Berghängen jedoch
scheinen jüngeren Datums zu sein und sind möglicherweise
erst vor wenigen Millionen Jahren entstanden. Gibt es an
einigen Stellen bis heute Wasser unmittelbar unter der
Oberfläche? Neue Experimente zeigen nun eine andere
Erklärungsmöglichkeit auf: Lawinen extrem feinen Staubs
verhalten sich auf dem Mars wie eine Flüssigkeit und
können daher die Flussrinnen schaffen. Auf der Erde
setzt sich der Staub dagegen zu schnell ab, der
Staubfluss kommt zum Erliegen.
Links: Rutgers University:
http://www.rutgers.edu/Quelle: Nature online
Trilobiten in Westfalen
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450 Millionen Jahre Geschichte der Region in
einem romantischen Mittelalterschloss. In Hagen
eröffnete das neue Museum für Ur- und Frühgeschichte.
Die Ruhrregion birgt noch archäologische Sensationen.
Höhlenforscher fanden in einer Kalkhöhle bei Hagen
Skelettteile von mindestens fünf Menschen. Fachleute
datierten einen der geborgenen Schädel bereits auf
ein Alter von rund 10.700 Jahre.
Die ältesten Funde stammen aus dem so genannten
Ordovizium (vor über 450 Millionen Jahren). Die
Versteinerungen der sehr seltenen Dreilappenkrebse
(Trilobiten) wurden in einem Steinbruch bei Hagen gefunden.
Seit einigen Jahren gilt das Sauerland in Fachkreisen
auch als "Saurierland". In Höhlen und Spalten wurden
an mehreren Orten Knochen kreidezeitlicher Dinosaurier
entdeckt, die rund 130 Millionen Jahre alt sind. Im
Museum wird neben ihnen auch ein lebensgroßes Modell
eines Jungtieres ausgestellt. Spuren des Pflanzen
fressenden Iguanondon wurden bei Brilon entdeckt.
Highlight ist aber die Plastik eines eiszeitlichen
Mammuts. 3,70 Meter hoch und 7 Meter lang wurde es
in Westfalen auch von Steinzeitmenschen gejagt.
Zahlreiche Werkzeuge und Steingeräte hinterließen
Neandertaler in der Balver Höhle.
Links:
www.museum-werdringen.deQuelle: taz 27.12.2004
Wertvolle Diamanten in extrasolaren Planeten?
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Extrasolare Planeten könnten mächtige Schichten aus
Diamanten aufweisen, wie amerikanische Forscher auf
einer Tagung in Aspen berichteten. In unserem
Sonnensystem enthalten die Silikatplaneten Venus,
Erde und Mars wegen der speziellen Substanzen des
Gases, aus dem sie sich formten, vor allem Silizium
und Sauerstoff. Ist in dem Urgemisch mehr Kohlenstoff
oder weniger Sauerstoff vorhanden, dürften sich
Kohlenstoff-Planeten bilden, in denen aus Graphit
unter hohem Druck Diamanten erzeugt werden.