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Unterscheidung: Bernstein - Weißer Phosphor?

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Roadrunner:
Hallo,
das mit dem Eimer oder einem externen Behältnis, am besten aus Metall, ist auf jeden Fall das Beste, was Du direkt vor Ort machen kannst. Genauer kannst Du die Stücke dann daheim studieren, am besten Du lässt alles auf einer Metallplatte oder etwas anderes nicht brennbares trocknen. Dann ist die größte Gefahr gebannt. Nähere Untersuchungen kannst Du zum Beispiel mit einer kleinen Probe machen. Beides ist zwar brennbar, aber bei Phosphor entsteht ein weißes Pulver und Bernstein verbrennt rückstandsfrei, von evtl. auftretendem Ruß mal abgesehen. 
Bernstein schwimmt in Salzwasser, Phosphor soweit ich weiß nicht.
Soweit soll‘s dann erst mal von mir sein.
Bis dann und Glück auf!
Roadrunner

Duke of Quarz:
Hallo Valyra,
Hier ist eine WebSite die das Thema ganz gut behandelt. 
http://www.stefannehring.de/phosphor-usedom.htm

Da bis jetzt noch nicht daraufhingewiesen wurde mache ich das einfach mal.

Wenn du den *Pseudobernstein* kontrolliert verbrennen lässt, solltest du beachten dass Phosphor zu stark giftigem Phosphorpentoxid verbrennt, bei Einatmen kann dass sogar im schlimmen Fall zu einem Lungenödem führen.
Nur als Randnotitz...


Im Dunkeln leuchtet weißer Phosphor das liegt daran dass er mit dem Luftsauerstoff reagiert, die entstandene Energie wird nicht in Form von Wärme abgegeben, sondern in Form von Licht. Deshalb leuchtet weißer Phosphor im Dunkeln.


Gruß,
Duke of quarz

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cmd.powell:

--- Zitat von: Duke of Quarz am 01 Nov 14, 19:54 ---Wenn du den *Pseudobernstein* kontrolliert verbrennen lässt, solltest du beachten dass Phosphor zu stark giftigem Phosphorpentoxid verbrennt, bei Einatmen kann dass sogar im schlimmen Fall zu einem Lungenödem führen.
Nur als Randnotitz...

--- Ende Zitat ---

Phosphorpentoxid ist nicht giftig sondern der weiße Phosphor. Phosphorpentoxid ist extrem hygroskopisch und reagiert mit Wasser zu ortho-Phosphorsäure, auch diese ist nicht giftig, kann aber in höherer Konzentration ätzend wirken. Phosphorsäure wird auch als Lebensmittelzusatz verwendet (E338), also keine Panik.

Nur mit dem weißen Phosphor ist nicht zu spaßen: Auf jeden Fall sollten verdächtige (oder alle) Fundstücke zunächst in einem stabilen Gefäß unter Wasser transportiert werden. Phosphor hat eine Dichte von ca. 1.8 g/cm³, damit dürfte er definitiv nicht in Salzwasser schwimmen und könnte somit vom leichteren Bernstein unterschieden werden. Allerdings könnten da auch Hohlräume drin sein (?) und dann würde auch der Phosphor schwimmen - also erstmal vorsichtig sein. Kurz ein Feuerzeug an das trockene Stück gehalten und Phosphor sollte praktisch sofort von alleine weiterbrennen. Wenn das Zeug erstmal brennt, bloß nicht versuchen zu löschen !!! Man kann ihn zwar mit z.B. Sand löschen, aber sobald man den Sand wegnimmt, brennt er sofort weiter. Wenn er brennt, lass ihn in Ruhe abfackeln - daher feuerfeste Unterlage benutzen und das Ganze draußen machen !

Valyra:
Da schalt ich mich gleich nochmal ein:

Phosphorsäure ist sogar ZIEMLICH gefährlich.. Mal als Exkurs: ja, es wird auch in Nahrungsmitteln, zB Coca Cola (darum ist das Konzentrat ein Gefahrgut!) verwendet.. das Ergebnis von regelmäßigem Konsum ist daher eine kontinuierliche herauslösung des Calciums aus den Knochen..

 aber natürlich hängt es von der Konzentration ab. Einatmen sollte man es jedenfalls nicht.. was auch immer beim Verbrennen tatsächlich entsteht (ich bin Biologe, aber ein wirklich LAUSIGER Chemiker. ^^!), einatmen sollte man es nicht.. und ich habe auch gelesen, dass mans besser nicht ohne Handschuhe anfasst, weil es eben auch GIFTIGE Stoffe bilden kann..

Fabian99:
Hallo,

die Brandmassen ("Phosphor"-Bomben) des WW2 waren kein reiner weisser Phosphor, sondern waren - ähnlich dem späteren Napalm - mit Gummi und anderen Organika gemischt. Daher ist der Dichtetest nicht eindeutig.

LG

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