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Autor Thema: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?  (Gelesen 8374 mal)

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Offline Stefan

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Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« am: 09 Nov 14, 19:43 »
In der Ausgabe 6/2014, S.52 der Mineralienwelt äußert sich ein Hr. Steffen Jahn auf einer ganzen Seite zur Typlokalität von Paracelsian.

Er zitiert hierzu den Mineralienatlas, insbesondere das Mineralienportrait - Feldspat von „Peter Seroka“ und stellt die Angabe der Typlokalität als falsch heraus. Er stellt zudem die Behauptung auf, dass der Autor des Portraits anonym wäre.

Da Hr. Bode Herausgeber der Zeitschrift schon in der Vergangenheit sich als eher unkommunikativ gegenüber uns gezeigt hat, werden wir die Sache hier richtig stellen und auf einen Leserbrief verzichten.

Ein modernes Nachschlagewerk bietet die Möglichkeit - anders als die "Mineralienwelt" - direkt auf Fehler zu reagieren und diese im Text zu beseitigen. Über diese modernen Möglichkeiten scheint der Autor Hr. Jahn noch nicht informiert zu sein. Wäre Hr. Jahn im Stande gewesen die Kapitelübersicht aufzurufen (Link ist auf der beanstandeten Seite), wäre er sicher auch über den Autor des Portraits gestolpert. Stattdessen hielt er es für nötig eine ganze Seite dem Umstand eines möglichen Fehlers und eines Rechtschreibfehlers zu widmen. Dies alles ohne sich die Mühe zumachen - wie in Fachkreisen üblich - den Autor zuerst direkt zu kontaktieren. Selbst im Impressum des Mineralienatlas werden Wege der Fehlermeldung aufgezeigt, die auch ungenutzt blieben.

Wir nehmen es sportlich und danken Hrn Jahn für die etwaige Fehlermeldung und werden nach eingehender Prüfung ggf. eine Korrektur im Text vornehmen, eine Möglichkeit die einem Druckmedium wie der „Mineralienwelt“ verwehrt bleiben wird.

Sollte sich allerdings derartig unverhältnismäßige Vorfälle häufen, werden wir über eine Rubrik „Fehler in der Mineralienwelt“ nachdenken und ich bin mir sicher, dass sich diese schnell füllen würde.

Beste Grüße
Stefan Schorn
Betreiber des Mineralienatlas



Zitat von: Mineralienwelt 6/2014, S.52
Aus diesem Grund irrt der leider anonyme „Redakteur der Homepage www.mineralienatlas.de, wenn er schreibt: „Die Typlokalitat ist die Benallt-Manganerzgrube in Wales [...], wo Paracelsain [sic!] und Celsion in einem Band in Schiefern und Sandsteinen vorkam [sic!]. Ein weiteres bekanntes Vorkommen ist Candoglia im Piemonte, (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Feldspat/Paracelsian).

Halten wir dazu fest: Die Typlokalitat fur Paracelsian ist Candoglia (nicht: Rhiw in Wales) im Piemont (nicht: Piemonte).

Um zu zeigen wie groß die Korrektur aufgehängt wurde, hier ein verkleinertes und aus Copyrightgründen etwas verpixeltes Bild der Seite.

« Letzte Änderung: 09 Nov 14, 19:53 von Stefan »

Offline Kluftknacker

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Re: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« Antwort #1 am: 09 Nov 14, 19:54 »
Bildzeitungsniveau? Nein, nur schlecht und fehlerhaft recherchiert.

GA
Kluftknacker

Offline Stefan

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Re: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« Antwort #2 am: 09 Nov 14, 21:18 »
Hallo Kluftknacker,
Deine Antwort ist etwas missverständlich, könntest Du das präzisieren.
Danke und Gruß Stefan

Offline Kluftknacker

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Re: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« Antwort #3 am: 10 Nov 14, 07:50 »
Dann muss ich eine Gegenfrage stellen: Was vestehst Du unter "Bildzeitungsniveau"? Sofern darunter nur ein handwerklicher Fehler, hier durch mangelhafte Recherche (auch im MA), gemeint ist, dann gibt es in Deutschland nur Bildzeitungen und Bildfernsehen. Ein gewissser Dilettantismus in den öffentlichen Medien macht sich ja schon seit Jahren breit. Da nimmt sich kein Medium aus, auch nicht die Mineralienwelt bzw. die für sie arbeitenden Publizisten.

GA

Offline Stefan

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Re: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« Antwort #4 am: 10 Nov 14, 09:01 »
Ich verstehe darunter übertriebene reißerische Beiträge ohne wirklich Substanz, die einem niederen Zweck dienen.

Die Angabe der Typlokalität beruht im Mineralienatlas auf "Encyclopedia of Minerals (Roberts, Campbell, Rapp, 1989)"
Gruß Stefan
« Letzte Änderung: 10 Nov 14, 09:58 von Stefan »

Offline Gerdchen

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Re: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« Antwort #5 am: 10 Nov 14, 10:19 »
Hallo,

so etwas kann man anderst klären und muss nicht einen riesen Artikel in eine Fachzeitschrift setzten.
Piemont wird in der deutschen Rechtschreibung zwar ohne e geschrieben aber in Italien (wo es bekanntlich auch liegt) wird es
Piemonte und nicht Piemont geschrieben.

Gruß
Gerdchen

Online nwsachse

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Re: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« Antwort #6 am: 10 Nov 14, 11:14 »
Ja, das hätte man diskreter schon im Vorfeld der Veröffentlichung in der Mineralien-Welt, von Autor zu Autor oder von Autor zu Admin klären können, zumal Korrekturen und Verbesserungen auf der Webseite des Mineralienatlas, wie oben schon bemerkt, recht einfach zu bewerkstelligen sind.

nwsachse
 
« Letzte Änderung: 10 Nov 14, 11:42 von nwsachse »

Offline altes-gebirge

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Re: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« Antwort #7 am: 10 Nov 14, 11:22 »
@Peter:

"Ein gewissser Dilettantismus in den öffentlichen Medien macht sich ja schon seit Jahren breit. "

Wenn Du statt "gewisser", gewünschter Dilettantismus geschrieben hättest... ;)


VG

Marcus

P.S. To Topic. Spätestens jetzt würde ich ein Abo bei diesem Verlag kündigen. Brauch ich aber nicht. Wenn mal ein Artikel vonnöten wäre, kann "man" sich ja einzelne Hefte auf Börsen oder anderswo nachkaufen.

Offline Günter Blaß

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Re: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« Antwort #8 am: 10 Nov 14, 11:58 »
Hallo,

wenn man gewisse Beiträge hier im Forum liest, sollten man sich hüten andere Publikationen als Bildzeitungsjournalismus zu bezeichnen.

Günter Blaß

Offline Hg

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Re: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« Antwort #9 am: 10 Nov 14, 12:09 »
Zitat
wenn man gewisse Beiträge hier im Forum liest
Es geht hier aber ausdrücklich um einen Artikel im Lexikon und nicht um einen Beitrag im Forum!  ;)

Offline Stefan

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Re: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« Antwort #10 am: 10 Nov 14, 13:17 »
Man sollte sich schon bewusst sein, dass ein Forum zum lockeren Meinungsaustausch genauso dient wie zur korrekt geführten Diskussion. An ein Gespräch im Stammtisch sollte man nicht den Maßstab von redaktionell geprüften Beiträgen legen.

Unser Lexikon erhebt sicher einen höheren Anspruch auch wenn sich Beiträge finden werden die deutlich verbesserungswürdig sind. Unsere Veröffentlichungen etwickeln sich wenn nötig und sind nicht statisch. Dies ist das Prinzip eines WiKi.

Den fachlichen Teil des Mineralienwelt Artikels werde ich keinesfalls schlecht reden. Der Teil, der sich auf das Feldspat - Portrait von Peter Seroka bezieht scheint dagegen ein getarnter Rachefeldzug und/oder öffentlich ausgelebte Abneigung zu sein. Ein derart offensichtlicher Angriff würde in unserem Lexikon keinen Bestand haben. Hier zeigt sich wie wenig die redaktionelle Tätigkeit nutzt wenn dennoch solche Beiträge gedruckt werden.

Beste Grüße
Stefan Schorn

Offline Haubi

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Re: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« Antwort #11 am: 11 Nov 14, 04:06 »
Naja,nehmt's sportlich,Herr Jahn hat ja Recht und wie ich sehe,ist es ja auch schon im Lexikon korrigiert.
Womöglich kann die Mineralienwelt den Atlas und/oder Peter Seroka nicht leiden -wer weiß das schon...
Diese oberlehrerhafte Art hätte aber nicht sein müssen. Vielleicht hat der Link aber auch erst einige Sammler auf den Atlas aufmerksam gemacht  = kostenlose Werbung !

B.t.w. was mir in letzter Zeit an der MW missfällt,ist die zunehmende Hinwendung an den englischen bzw.US-amerikanischen Markt mit mehrseitigen Börsenberichten aus USA und vielen Fotos auf denen der Herausgeber in die Kamera grinst. Der alberne "Selfietrend" erreicht nun wohl auch die Mineralienzeitschriften. Fragwürdig finde ich auch, warum der der jüngsten Ausgabe beiliegende Werbeprospekt für die Hamburger Mineralienmesse komplett in englischer Sprache sein muss? So mancher deutsche Abonnent kann damit nicht viel anfangen.

Also, cool bleiben und weitermachen, es gibt schlimmeres.
Schönen Morgen wünscht Uwe.

Offline raritätenjäger

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Re: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« Antwort #12 am: 11 Nov 14, 13:34 »
Hallo,

dem pflichte ich bei. Man hätte nicht unbedingt so einen merkwürdig angefärbten Artikel draus machen müssen, aber das sagt in dem Falle ja mehr über den Schreiber aus als über alles andere - muss jeder selber wissen. Die Tendenz, dass sich einige Zeitschriften wie einige Sammler wie allesamt kontra Internet gegenseitig belöffeln, statt gemeinsam ihr Hobby zu betreiben und zusammenzuarbeiten, nun, das kennen wir ja schon länger. Wünschenswert wäre, dass alle mehr voneinander wissen, d.h. nicht von halbgaren Meinungen und Hörensagen ausgehen. Einige Passagen in dem erwähnten Artikel lassen ja vermuten, dass noch nicht so richtig angekommen ist, wie der Mineralienatlas eigentlich funktioniert...

Die Werbeanzeigen sind mir auch aufgefallen. Aber das ist ein eigenes Thema, das werden wir alten Seelen nicht mehr aufhalten können :D

Gruß
Andreas

Offline cmd.powell

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Re: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« Antwort #13 am: 12 Nov 14, 03:23 »
Den fachlichen Teil des Mineralienwelt Artikels werde ich keinesfalls schlecht reden. Der Teil, der sich auf das Feldspat - Portrait von Peter Seroka bezieht scheint dagegen ein getarnter Rachefeldzug und/oder öffentlich ausgelebte Abneigung zu sein. Ein derart offensichtlicher Angriff würde in unserem Lexikon keinen Bestand haben. Hier zeigt sich wie wenig die redaktionelle Tätigkeit nutzt wenn dennoch solche Beiträge gedruckt werden.

Das sehe ich genauso. Das ganze ist schon ziemlich gerichtet und fast persönlich und, wenn vorherige Bezeichnungen nur Vermutungen darstellen ist letztere sicher, sehr unprofessionell. Solche Äußerungen ziehen das Niveau einer "Fachzeitschrift" doch arg nach unten und es liegt in der Pflicht des Herausgebers, hier kontrollierend einzugreifen. Offensichtlich war das nicht der Fall bzw. nicht gewollt und von daher ist die ganze Geschichte selbst erklärend. Die beste Art auf solche - ich erlaube mir mal den Ausdruck - Anfeindungen zu reagieren ist den Fehler zu korrigieren, was wohl auch geschehen ist, und den Rest zu ignorieren.

Offline woelsendorfer

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Re: Mineralienwelt auf Bildzeitungsniveau?
« Antwort #14 am: 12 Nov 14, 06:25 »
Hallo Peter,

lass dich von dem Artikel in der "Mineralienwelt" bloß nicht verrückt machen.

An erster Stelle steht deine Arbeit für den "Mineralienatlas" und die wirklich guten Berichte die nicht nur lesenswert sind, sondern den Atlas in jeder Hinsicht bereichern.

Als "Schreiberling" hat man leider "wohl" immer mit solchen Auswüchsen zu rechnen und Kommentare wie

Zitat
Nein, nur schlecht und fehlerhaft recherchiert.

Zitat
Sofern darunter nur ein handwerklicher Fehler, hier durch mangelhafte Recherche (auch im MA)

kann ich an dieser Stelle nicht so ohne weiteres stehen lassen.

Dafür sind wir Autoren, gerade im Internet, zu sehr präsent (auf den Präsentierteller) und versuchen dem interessierten Leser so viele Informationen wie möglich an die Hand zu geben. Diese Infos werden in mühevoller Arbeit zusammen gesucht und für den "Mineralienatlas" in wochen- und monatelanger Arbeit aufbereitet. Von fehlerhafte oder mangelhafte Recherche sollte, dafür kenn ich deine Arbeit zu gut, hier nicht die Rede sein, sondern die Informationen insgesamt, die Freude am lesen, sollten im Vordergrund stehen und wenn Herr Jahn meint eine Riesengeschichte daraus zu machen, aus welchen Gründen auch immer, dann sollte deine Arbeit, dein Arrangement dadurch keinesfalls geschmälert werden, denn ich erfreue mich an deinen Porträts und in diesem Sinne

weiter so.

Fehler, ich nenne das mal Unwägbarkeiten, können immer passieren, sollten aber nicht dazu führen sich in irgendeiner Form davon beeinflussen zu lassen.

Netten Gruß
Micha

 

 

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