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Farbbeständigkeit von Fluoriten
uwe:
Ich habe eine kleine Stufen grünen Fluorit aus Weardale. Leider beginnt diese nun langsam zu verblassen. Dabei liegt das Stüfchen zwar in einer Vitrine, diese ist jedoch nur sehr selten beleuchtet und steht auch in einer dunklen Ecke (kein direktes Tageslicht).
Wir haben bestimmt schon mal darüber diskutiert, ich bin aber zu faul diesen thread zu suchen. Meine Frage: Die grüne oder blaue Farbe rührt doch sicher von Gitterstörungen her. Könnte man diese durch Radioaktivität wieder aktivieren? Da würde ich meine entsprechenden Stufen mal in die Kiste mit den radioaktiven Mineralen sperren. Oder braucht man dazu die stärkeren Röntgenstrahlen?
Gruß
Uwe
CRYSTALLOGIC:
Hallo,
zu den diversen Ursachen der Färbung findest du detaillierte Angaben im Fluorit-Mineralienportrait. Zur Frage, ob man zur Farbänderung stärkere Röntgenstrahlung braucht, gilt im Allgemeinen: je stärker die zugeführte Energie, desto größer der mögliche Effekt - ob der dann allerdings auch in die Richtung geht, die du beabsichtigst, ist fraglich! Wenn dir viel dran liegt und du ein nicht ganz so tolles ´Opferstück´, im günstigsten Fall von der selben Stufe, entbehren kannst - probier´s doch einfach mal aus.
Gruß
Nathan:
Hallo,
ich denke, dass es theoretisch funktionieren könnte. Ob essen praktisch auch funktioniert weiß ich nicht. Einen Versuch ist aber sicher wert.
Gruß
Philipp
felsenmammut:
Glück Auf!
Egal ob weichere oder härtere Röntgenstrahlung, die Gammastrahlung, z.B. aus radioaktivem Zerfall hat mehr Energie. Alpha- und Betastrahlung kommen bei Feststoffen nicht weit und hätten damit nur oberflächennah einen möglichen Effekt auf die Färbung.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
cmd.powell:
Hallo
Die Strahlung von natürlichen radioaktiven Mineralen dürfte nicht ausreichen, um in für Menschen akzeptabler Zeit merkliche Farbzentren zu bilden. Wahrscheinlich machst Du Dir die neu gebildeten Farbzentren beim Nachschauen durch das einfallende Licht schneller kaputt als sie erzeugt werden.
Ich habe irgendwo noch eine Probe Steinsalz aus der Asse liegen, welches künstlich blau gefärbt wurde. Ich weiss gar nicht mehr wie der gute Mann hieß, aber er hatte damals als Physiker bei der Erforschung des Salzstocks zwecks Endlagerung bzw. der Eignung von Salz für die Endlagerung ansich gearbeitet. Die Farbzentren wurden innerhalb von 10 Tagen (beim Zeitraum bin ich mir nicht mehr sicher - ist schon über 20 Jahre her) mit Kobalt-60 erzeugt, was ein echt heftiger Strahler ist, und selbst damit ist nicht das ganze Salz blau sondern nur kleine Bereiche.
Alternativ könnte aber Röntgenstrahlung funktionieren: Prof. Buhl von der Uni Hannover hatte mal eine Probe Baryt vom Winterberg/Harz im Pulverdiffraktometer und nach der Aufnahme war dieser merklich blau geworden. Vielleicht einfach mal bei Arzt des Vertrauens vorsprechen und die Stufe vor die medizinische Röntgenquelle legen. Die sind erheblich stärker und energiereicher als die, mit denen die Mineralogen arbeiten 8)
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