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Autor Thema: Vaterit  (Gelesen 4089 mal)

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Vaterit
« am: 26 Nov 14, 00:10 »
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Vaterit
« Letzte Änderung: 14 Dec 19, 17:50 von oliverOliver »

Offline CRYSTALLOGIC

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Vaterit
« Antwort #1 am: 26 Nov 14, 00:10 »
Hallo,

"...ist röntgenographisch in den bräunlichen Partien der Stufe nachweisbar..."

bei allem nötigen Respekt, aber ich kann auf dem gesamten Bild, auch in der Originalgröße, nur eine einzige, winzige! Stelle finden, die man meiner Wahrnehmung nach als bräunlich bezeichnen kann...und  kann mir auch aufgrund ihrer Postion im Bild nicht so recht vorstellen, dass es hier tatsächlich nur um eben diese eine Stelle geht. Da ich bisher eigentlich keinen Grund hatte an meiner Farbwahrnehmung zu zweifeln, nehme ich an, dass es auch anderen so gehen könnte - falls ich damit nicht daneben liegen sollte, fänd ich es in diesem Fall wirklich wünschenswert, entweder die Farbangabe zu korrigieren oder die Stelle(n) um die es geht anderweitig besser zu definieren (im Text, oder per Markierung im Bild, oder / und per Benennung der weiteren Minerale / Komponenten zur besseren Orientierung).


Gruß
« Letzte Änderung: 26 Nov 14, 00:16 von CRYSTALLOGIC »

Offline raritätenjäger

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Re: Vaterit
« Antwort #2 am: 26 Nov 14, 13:09 »
Moin,

vermutlich ist das olivfarbene gemeint oder das fast schwarze (vermute letzteres). Bei dem Zeugs hilft eigentlich immer nur ein REM-Bild daneben zu halten, das ist die reinste Mineralsuppe.

Gruß
Andreas

Offline Manfred Früchtl

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Re: Vaterit
« Antwort #3 am: 26 Nov 14, 21:42 »
Hallo,
dies ist ein typisches Systematikstück. Andreas Du hast recht, so ein Remfoto wäre gut, aber wer hat das schon.
Wir haben das Stück von Klaus Fleck und der Bildtext ist der mitgelieferte Originaltext. Die Farbbeschreibung kann ich gerne ändern, ich gehe auch davon aus, dass das oliv(braune) im rechten unteren Viertel des Bildes gemeint ist, auch ein wenig an anderen Stellen. Leider können wir die anderen, auch nur derben Mineralien dieser Stufe nicht benennen.
Es geht halt durch viele Hände, ein Spender, Sammler oder Händler über den das Stück zu uns kommt, einer der die Stufe in die Datenbank eingibt und beschreibt, ein Fotograph der Anhand dieser Beschreibung den richtigen Bildausschnitt finden muß und ich, der dann die Stufe im Atlas eingibt.
Wir, die Münchener Micromounter haben uns vorgenommen vom Bellerberg auch mal die seltenen und oftmals auch unscheinbaren, auch derbe Mineralien zu Fotographieren und Bilder im Atlas einzustellen. Dabei bedarf es einer genauen Beschreibung und das ist nicht immer einfach, denn ich möchte nichts verfälschen. Die Zeit nehme ich mir gerne, auch Fragen und Hinweis wie diese. Wir hoffen damit auch anderen Sammlern eine Anhalt zur Beurteilung ihrer Funde geben zu können.
Das mit den Farben ist eine nicht ganz einfache Sache. Ich möchte mich bei der Farbangabe eigentlich auf die Nennung der Grundfarben beschränken mit dem Zusatz hell oder dunkel, aber auch auf Kombination wie schwarzrot oder hier vielleicht olivbraun, wobei Oliv schon wieder ein grünlicher Farbton ist.
Zum Bellerberg möchte ich noch was sagen. Wir haben derzeit 447 Stufen in unserer Lithothek, viele selbstgesammelte, viele haben wir auch von den bekannten Eifelsammler bekommen, auch einige Seltenheiten dazugekauft. Einige sind Analysiert, viele sind von guten Kennern des Bellerbergs optisch überprüft worden und das mehrfach. Es können aber immer noch einige Fehlbestimmungen dabei sein.
Viele Grüße
Manfred

Offline CRYSTALLOGIC

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Re: Vaterit
« Antwort #4 am: 26 Nov 14, 23:38 »
Hallo Manfred,
versteh mich bitte nicht falsch, ich weiß die Arbeit der MM sowohl im Allgemeinen, als auch was das Lexikon hier betrifft, wirklich sehr zu schätzen, auch ist mir die Problematik mit solchen naturgemäß nun mal oft unscheinbaren Arten durchaus bewusst, mir ging und geht es dabei einzig und allein um die Optimierung des Wertes dieses/r Bildes/r für den interessierten Betrachter und der hängt eben gerade in solchen Fällen, an einer möglichst aussagekräftigen und nachvollziehbaren Beschreibung dessen, was man dem Bild selbst nicht entnehmen kann. Wenn es jetzt, wie du geschrieben hast, selbst für dich nicht so ganz klar ist, welche Stellen auf der Stufe eigentlich gemeint waren, ist es natürlich verständlich und wohl auch das beste, wenn du dich an den mitgelieferten Text hältst. Mir scheint die Farbe der Stellen, die du meinst, hauptsächlich gelb mit grünlichem Stich und nur an einigen Stellen mit eher leicht bräunlichem, als grünem Anteil... deshalb mein Einwand.
Tja, keine Ahnung ...vielleicht liegts ja an meinen Augen, oder auch an dessen, der die Analyse gemacht hat, oder es liegt an der Ausleuchtung beim Fotografieren oder beim Betrachten unterm Bino, oder es waren doch noch ganz andere Stellen gemeint, …müssen wir´s wohl erst mal so nehmen wie es ist.

Nichts für Ungut !
Gruß

Offline Stefan

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Re: Vaterit
« Antwort #5 am: 27 Nov 14, 08:21 »
Hallo, wenn man das Bild etwas aufhellt wird es deutlicher. Vielleicht kann man das Foto etwas günstiger belichten.
Besten Gruß Stefan

Offline Manfred Früchtl

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Re: Vaterit
« Antwort #6 am: 28 Nov 14, 11:34 »
Hallo Wolfgang,
kein Problem wenn ich was einstelle muß ich auch dafür gerade stehen.
Du hast ja recht, es ist schwierig das genannte Mineral zuerkennen. Das Bild soll darauf aufmerksam machen, dass auch so unscheinbare farbige derbe Kleckse seltene Mineralien vom Bellerberg beinhalten.
Ich werde bei den weiteren Bildern darauf achten ob diese hell genug sind um die Farben gut zu erkennen und diese genau zu beschreiben.
Hallo Stefan,
kann man dein aufgehelltes Bild gegen unseres auszutauschen. Bilder die mal drin sind kann man meines wissen nicht mehr nachbearbeiten, und dieses kann ich ja nicht mehr löschen und neu einstellen.
Gruß Manfred

Offline Stefan

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Re: Vaterit
« Antwort #7 am: 28 Nov 14, 11:58 »
Hallo Manfred,
einfach das bessere Bild neu hochladen und zuordnen.
Die Zuordnung beim alten Bild einfach entfernen. Ich lösche dann das alte Bild.
Gruß Stefan

Offline Günter Blaß

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Re: Vaterit
« Antwort #8 am: 28 Nov 14, 12:16 »
Hallo Manfred,

meine Frage, wurde das Mineral und wie analytisch bestimmt??

Nach meiner Erfahrung tritt der Vaterit nicht in solchen bunten Partien der Ca-reichen Einschlüsse auf, sondern in den hellen cremefarbenen Partien, meist zusammen mit Calcit. Aber dies muss nicht unbedingt immer richtig sein.

Als Beispiel unsere Beschreibung des Vaterits auf der Vulkaneifel-DVD:

Vaterit, die seltenste Modifikation des Calciumkarbonats ist in der Vulkaneifel bislang von drei verschiedenen Fundplätzen bekannt. Am Arensberg konnte er röntgenografisch neben Calcit und Tobermorit als fein verwachsener Bestandteil weißer Massen in Mandeln, welche mit Thomsonit ausgekleidet sind, nachgewiesen werden.

Am Bellerberg, Emmelberg und in der Mendiger Lava kommt dieses Mineral als untergeordneter, makroskopisch nicht erkennbarer Bestandteil kalziumreicher Xenolithe vor und ist meistens mit Calcit, Ettringit, Brownmillerit oder Srebrodolskit verwachsen. Als überwiegend Vaterit mit etwas Calcit haben sich kleine. bläulich durchscheinende Stellen in einigen dieser Xenolithe erwiesen. In sehr seltenen Fällen bildet er auch sehr feine nadelige Kristallrasen. In einem Xenolithen vom Bellerberg ist er mehrfach bei oder unter weißem, dehydriertem? Hydrocalumit gefunden worden. Übersichts-XRD Analysen an solchem Hydrocalumit ergeben eine Mischung aus Vaterit und Hydrocalumit. Selektive Probenahmen zeigen, dass die äußere Kruste solcher weißer Hydrocalumit-Kristalle überwiegend aus Hydrocalumit und Calcit besteht, während direkt darunter Vaterit und Calcit nachweisbar ist, wobei Vaterit dominiert. Hydrocalumit konnte an dieser Stelle nicht mehr nachgewiesen werden. In Paragenese wurden Jennit, Gips, Hibschit und Ettringit bestimmt.


Mit besten Grüßen
Günter Blaß


Offline loparit

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Re: Vaterit
« Antwort #9 am: 28 Nov 14, 14:49 »
Hallo in die Runde,

ich hätte einen Vorschlag für solche Fotos auf denen eher unscheinbare bzw. fast nicht erkennbare Mineralien vorkommen. Ich kenne das von Stücken in meiner eigenen Sammlung, da ist dann schon mal ein Pfeil auf dem Stück, damit man gleich erkennt was gemeint ist.
Kann man hier nicht zwei Fotos von dem Stück einstellen und zwar eines wie es hier geschehen ist und ein weiteres bei dem die vermeintlichen Stellen, Kristalle, Partien mit einem kleinen Pfeil gekennzeichnet sind. Dies könnte man sicherlich mit einer Bildbearbeitungssoftware ganz einfach einzeichnen.
Denn nicht jeder ist direkt ein Spezialist und weiß genau was da gemeint ist.

Auch möchte ich hervorheben, dass ich es sehr erfreulich finde, dass man bemüht ist auch die selten und unscheinbaren Mineralien abzulichten und zu zeigen. Leider ist es mit diesen Mineralien so, dass sie eben nicht so spektakuläre Fotos erzeugen wie das mit vielen anderen Mikromounts zwischenzeitlich möglich ist.
Es geht teilweise sogar soweit, dass Fotografen diese Mineralien dann gar nicht fotografieren, weil das Foto nicht so anspricht wie eben ein Foto eines schönen freistehenden Kristalls, welcher sogar häufig explizit so bearbeitet wurde, damit man solche Aufnahmen machen kann.

Deshalb mein Lob an die Münchener Mikromounter die hier nicht halt machen und durchaus auch solche Aufnahmen machen und was noch wichtiger ist auch zeigen.
 

Gruß
loparit

Offline Münchener Micromounter

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Re: Vaterit
« Antwort #10 am: 28 Nov 14, 21:11 »
Hallo Günter,
wie die Mineralien von Hr. Fleck analysiert wurden ist uns nicht bekannt. Wir wissen nur, dass er als Händler für Systematikmineralien sehr zuverlässig war und wohl oft analysiertes Material erworben hatte.
Danke für die gute Beschreibung.
Hallo Edgar,
danke für Dein Lob an uns.
Die Idee mit einem zweiten Bild in dem die, das Mineral mit einem Pfeil markiert ist werde ich so es eindeutig ist, machen.
In diesem Fall geht es leider nicht da ich mir nicht sicher bin um welche Stelle es sich handelt.
Ich werde den Text zu diesem Bild umändern.
Wieder was dazugelernt, danke Euch allen.
Gruß Manfred Früchtl
von den Münchener Micromounter
« Letzte Änderung: 28 Nov 14, 21:49 von Münchener Micromounter »

 

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