Hallo,
die Fundstelle kenne ich (recht gut). Es handelt sich um einen Greisenkörper am östlichen Ramberg-Granit mit sporadischer Erzführung. Sulfidische Kupfererze wären dort - abgesehen von Chalkopyrit- eine extreme Seltenheit und anhand der Härte auch auszuschließen. Dagegen kommt Wolframit häufiger und Schörl sehr häufig vor, wobei beide auch unmittelbar nebeneinander zu beobachten sind. Die blaue Anlauffarbe (in dieser Intensität) ist für Wolframit nicht typisch, kann aber auch durch das Foto nicht ganz real dargestellt sein. Die (kastanien)braune Pulverfarbe spricht für einen Wolframit mit hohem Hübneritanteil, was auch zum pneumatolytischen Lägerstättentyp passen würde. Die in der Literatur veröffentlichten Analysen weisen jedoch eine Dominanz von Ferberit aus, was aber nichts heißen muss.
Die linke Partie auf dem Foto halte ich auch für Wolframit. Nicht sicher bin ich mir dagegen bei dem schrägen Streifen unterhalb der reflektierenden Fläche. Hier könnte es sich auch um Schörl (im Querbruch) handeln.
Thomas