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Uranglimmer eingeatmet - was nun?

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Markus Fuchs:
Hallo zusammen,

mir ist was saublödes passiert und bin ganz schön beunruhigt.

Ich erzähle mal von Anfang an:

Ich habe von einem Bekannten Material geschickt bekommen, darunter auch kleine Stüfchen Rauchquarze aus Bergen/Vogtland (laut Beschriftung).

Ich entnahm ein kleines ca. 2,5*2,5cm großes Stüfchen. Da es aber allem Anschein nach "staubig" erschien, reinigte ich es mit einem harten Pinsel bevor ich es unter dem Stereomikroskop betrachtete. Leider sah ich dort nicht nur Rauchquarz, sondern auch einen (wirklich hübschen) Uranocircit-Kristall. Mit leichter Panik griff ich zu einem der noch "staubigen" Stüfchen und legte es unter das Stemi: Glimmerstaub! Ich habe dann sofort den Arbeitsplatz mit einer UV-Leuchte abgesucht und die bereits großzügig verteilten Partikel mit einem feuchten Tuch aufgenommen. Das Tuch und den Reinigungspinsel der auch voller Partikel war habe ich entsorgt.

Nun die Frage eines ehrlich besorgten Mitmenschen, der zwei kleine Kinder hat:

Es besteht natürlich die Gefahr das ich Partikel des Uranglimmerstaubes bzw. kleine Teilchen eingeatmet habe (Alphastrahler!). Ich denke nicht, dass es sich um eine große Menge gehandelt haben kann, aber was ist im Falle eines Alphastrahlers schon eine "unbedeutende" Menge...

Muss ich mir Sorgen machen? Ein Anruf bei der Klinik brachte nur ein "da kennen wir uns nicht aus, aber wird schon nicht so schlimm sein..."

Kann mir einer der Experten bzw. jemand mit langjähriger  Erfahrung im Umgang solchem Material Rat geben? Ich meide eigentlich solche Uranmineralien auch wegen meiner Kinder wie die Pest, aber nun ist es halt passiert.

Mit besorgtem Gruß
Markus Fuchs

guefz:
Hallo,

jetzt wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, bleibt eben nur das was du schon gemacht hast: gründlich sauber machen ohne den Dreck weiter zu verteilen. Wie dein unfreiwilliger Selbstversuch in Sachen Radioaktivität ausgehen wird, kann dir auch hier niemand zuverlässig sagen.

Günter

limestone:
Hallo Markus,
ich würde das was Du und Dein Bekannter gemacht haben schon unter grobe Fahrlässigkeit einordnen.
Jeder der sich wenigstens ein wenig mit Mineralien aus Bergen auskennt weiss, dass die Rauchquarze dort oft zusammen mit Uranglimmer vorkommen.
Der Aussage von Günter stimme ich voll zu.
Noch ne kleine Frage, wohin hast Du die kontaminierten Sachen entsorgt?
Glück Auf
Ralf

Nathan:
Hallo Markus,

ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen.
Was die Gesundheit angeht kannst Du nur warten und hoffen, dass es gut für dich ausgeht. (Davon gehe ich aus, da die Mengen, welche Du eingeatmet hast sehr gering sein dürften.)
Hier zeigt sich wieder mal, wie wichtig eine Kennzeichnung der Stücke bzw. die Auseinandersetzung mit dem Thema und dem Fundort ist.
Die Stücken solltest Du aber auf keinem Fall im Hausmüll entsorgen.

Gruß
Philipp

Markus Fuchs:
Hallo zusammen,

Vielen Dank für eure ersten Antworten. Leider kannte ich den Fundort nicht und habe bei Rauchquarzen, die ich sonst nur aus dem alpinen Raum her kenne nicht an Uranmineralien gedacht. Ein klassischer Fall von dem man sich wünscht die Zeit zurückzudrehen und dann alles richtig zu machen.

Sollte ich eurer Meinung nach einen Arzt aufsuchen?

und: Wie entsorge ich die Stüfchen fachgerecht?

Herzlichen Dank für eure weiteren Ratschläge!

Markus

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