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Autor Thema: Marmaroscher Quarze von Rehmen / Vbg  (Gelesen 734 mal)

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Offline crystallina

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Marmaroscher Quarze von Rehmen / Vbg
« am: 10 Apr 15, 20:50 »
Hallo,

nun also mein vorerst letztes Thema zur Region Vorarlberg, bevor es dann auch endlich mal losgeht....  :D

Zu den Marmaroscher Quarzen von Au/ Rehmen, also aus dem Gebiet des Rehmer Baches: Im Fundstellenlexikon war es ja ungefähr beschrieben, auch dass der Eingangsbereich sich in Privatbesitz befindet, doch auf Landkarten habe ich nun mal gesehen, wie weitläufig und wohl auch steil das Gelände ist.
Sind im gesamten Gebiet des Rehmer Baches diese Quarze zu finden? Das wäre vielleicht für mich als Anfänger noch interessant zu wissen, bevor ich umsonst zur Quelle hoch gelaufen bin.....   ;)

Danke für Tipps von Leuten, die diese Region ein bisschen kennen... :D

Ich freue mich auf die Tour in Vorarlberg

Herzliche Grüsse

von crystallina
« Letzte Änderung: 25 Jan 16, 12:32 von oliverOliver »

Offline Conny3

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Re: Marmaroscher Quarze von Rehmen
« Antwort #1 am: 10 Apr 15, 21:46 »
Hallo,
das ist zwar schon ein paar Jährchen her, als ich dort mal war. Meines Wissens kommt man in die Schlucht bis zu einem Wasserfall ohne Probleme rein. Ich glaube von der Privatstraße aus geht nach einer Steigung nach rechts mal ein Pfad rein (am Anfang Privatbesitz- der Weg geht aber da vorbei). Dann im Bachgrund wie schon gesagt, bis zu dem Waserfall gehen. Im gesamten Bereich kann man die Quarze finden. Achte auf Calzitgänge. Da kommen auch die Quarze vor. Sie lassen sich aber meist schlecht aus dem Gestein herausholen.

Gruß Conny

Offline robodoc

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Re: Marmaroscher Quarze von Rehmen
« Antwort #2 am: 10 Apr 15, 22:21 »
Hallo,

auch bei mir ist es schon ein paar Jahre her, dass ich das letzte Mal dort war. Wie Conny schon angedeutet hat, finden sich die Quarze auch schon im unteren Teil des Baches einige hundert Meter oberhalb der Ortschaft. Teilweise lohnt es sich schon, Mergelbrocken mit Calcitadern aus dem Bachbett zu holen und aufzumeißeln. Die Quarze sitzen auf Rasen kleiner Calcitkristalle und die kleineren sind meist klarer. Früher ging ein schmaler Steg über den Bach und Felsbrocken, die irgendwann aus der oberhalb befindlichen Felswand auf den Hang herabgefallen waren, bargen Quarz-Kristalle bis zu 2 cm. Andere Leute haben noch deutlich größere Kristalle gefunden, aber ob die dort herkamen weiß ich nicht.
Was ich natürlich auch nicht weiß, ist, wie der Grundstückseigentümer inzwischen drauf ist. Man sollte vielleicht vorher fragen. Evtl. hat "gsiberger" aktuelle Informationen.

Glück auf

Robert

Offline gsiberger

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Re: Marmaroscher Quarze von Rehmen
« Antwort #3 am: 11 Apr 15, 00:27 »
Hallo!

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Dem Bach folgen - da kommt mittendrin ein markanter kleiner Zacken mit Baum drauf von der linken Seite in den Bach. Da, in der Rutschmasse danach und auch im Anstehenden sind gute Funde möglich. Aber generell ist die gesamte Gegend bis zum Wasserfall ziemlich fündig! Auf die Calcitrasen achten - da sitzen sie drauf. Tw. auch schön aufgewachsen.

Die weitere Umgebung habe ich mir noch nicht angesehen - kann mir aber gut vorstellen, dass da noch weitere Tobel fündig sind.

Schöne Grüße,
Johannes

Offline crystallina

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Re: Marmaroscher Quarze von Rehmen
« Antwort #4 am: 11 Apr 15, 10:06 »
Hallo ihr Drei,


danke für die genauen Angaben, das hilft doch schonmal weiter und ich bin sehr gespannt auf die Wanderung dort...

Gsiberger, weisst Du denn Aktuelles zum Grundstückseigentümer?

Toll, dies ist mal eine andere Art, Kristalle zu suchen und für mich als Anfänger erstmal weniger beschwerlich als gleich in alpine Höhen zu steigen...

Kann ich mir auch vorstellen, dass es da noch andere interessante Bachläufe in der Gegend um Au gibt.

Aber der Fundort der sogenannten Marmaroscher Quarze ist offiziell als einmalig eingestuft und betrifft nur den Rehmer Bach, oder gibt es in Vorarlberg für diese bestimmte Quarzform noch andere Ortsvorkommen?


Herzliche Grüsse und ein schönes Wochenende

von crystallina

Offline gsiberger

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Re: Marmaroscher Quarze von Rehmen
« Antwort #5 am: 11 Apr 15, 12:13 »
Naja hätte noch nicht gehört, dass jmd vertrieben wurde. Aber das muss natürlich nichts heißen.. Auf den ersten Metern ist eben ein Holzlagerplatz - aber da ist eh kein Gestein im Anstehenden. Dahinter sollte es dann gut gehen. So frequentiert wie der Fundbereich ist, würde es mich schon wundern wenn da noch jemand meckert!

Nein einmalig ist die Stelle sicher nicht - es gibt von Mellau bis nach Damüls und sogar Schoppernau ähnliche Fundstellen. Vor allem die schroffe Nordseite der Kanisfluh hat auch schon super Stufen geliefert, weiß da z.B. von einem etwa 5-cm Marmaroscher!

Schöne Grüße,
Johannes

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Marmaroscher Quarze von Rehmen
« Antwort #6 am: 12 Apr 15, 19:33 »
> Aber der Fundort der sogenannten Marmaroscher Quarze ist offiziell als einmalig eingestuft und betrifft nur den Rehmer Bach, ...

Nein, der ist nicht einmalig, siehe:

Wagenplast, P. & Friebe, J. G. (2003): Vorkommen, Ausbildung und Entstehung der "Marmaroscher Quarze" in Vorarlberg. Vorarlberger Naturschau - Forschen und Entdecken, 12, 53-64.
http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/VNFE_12_0053-0064.pdf

Zu Rehmen siehe auch den auf http://www.mindat.org/loc-251764.html und http://www.mindat.org/loc-251768.html zitierten Artikel,
der wie alle Carinthia-Artikel 2 Jahre nach Erscheinen von http://www.landesmuseum.at/datenbanken/digilit/?serienr=2853 heruntergeladen werden kann.



Offline robodoc

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Re: Marmaroscher Quarze von Rehmen
« Antwort #7 am: 12 Apr 15, 20:12 »
Hallo,
ein Klasse Artikel der Herren Wagenplast und Friebe, vielen Dank für den Link.

@crystallina:
ein kleiner praktischer Hinweis: Stufen von dort, die gerne einen großen "Arsch" haben und aufgrund der Schichtung der Matrix immer senkrecht zur Kluftebene spalten, ganz mitnehmen und nicht vor Ort formatieren. Zum einen springen die Bergkristalle bei Erschütterung durch Hammerschläge ganz gerne ab (sie lieben geradezu das Bad im Rehmerbach und sind für immer fort) und zum anderen gibt es gerne Risse durch die Stufenfläche, die man eigentlich ganz haben möchte, obwohl man in gehörigem Abstand und senkrecht zur Kluftfläche hämmert.
Da das Muttergestein recht schwer ist, sollte man, wenn man selber vielleicht nicht Gewichtheberin oder Kugelstoßerin ist, einen Sherpa mit adäquatem Körperbau dabeihaben und das Material zuhause mit einem Steinspalter bearbeiten oder parallel zur Kluftfläche zurechtsägen (u.U. beim Steinmetz oder einem Sammler in der Nähe, der eine Steinsäge besitzt, sägen lassen)

Glück auf

Robert


 

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