Nun, die Welt ist voll von Halbwissen - und "Irren ist bekanntlich menschlich".
Falls Deine Versuchsreihen tatsaechlich zweifelsfrei ergeben sollten, dass namhafte Experten geirrt haben, dann solltest Du dies unbedingt richtigstellen (Adresse bzw. Redaktionsanschrift gerne per PM).
Aber, bitte nicht vergessen die violette Farbe kommt vom Hexaquo-Ion Cr(H2O)63+; falls die Wassermolekuele (reversibel) durch Anionen ersetzt werden, schlaegt die Farbe (nach gruen) um.
GA
Harald
Hallo Harald,
ich habe mir gerade den Ullmann in einer älteren Ausgabe geschnappt und ja, es steht unter KCr(SO4)2*12H2O das von die angesprochene Verhalten. Auch die Aussage, dass aus den erhitzten Lösungen nur amorpher Rotz rauskommt deckt sich mit den Aussagen in alten Anleitungen.
Da das Verhalten reversibel sein soll, schau ich heute Abend im Keller mal nach den alten Lösungen. Die standen jetzt etliche Jahre dunkel bei unter 20°C (Grenztemperatur für die Umwandlung soll 50°C sein).
Wie gesagt, ich kenne die Lösungen nur in grün! Jetzt stellt sich natürlich die Fragen:
Wie sauber sind meine Lösungen?
Was macht der Aluminium-Anteil?
Daher ist die Aussage der Richtigstellung in der Fachliteratur immer mit Vorsicht zu geniessen. Es gibt zu viele Untersuchungen die mit hochreinen Chemikalien anders ausfallen als mit reinen oder gar mit technischen Materialien.
Fazit: Danke für deinen Hinweis, ich schaue heute Abend nach der Lösung und löse einen K(Al,Cr)(SO4)2*12H2O in kaltem VE-Wasser auf und poste ein Bild.
LG