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Autor Thema: Bestimmungshilfe Hohler Stein (?) Rhein bei Trebur/Wiesbaden / Tonpfeife  (Gelesen 3132 mal)

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Offline Corbusier1960

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Hallo,

Ich habe diesen (halben) Hohlkörper bei Niedrigwasser direkt am Wasser an einem rechtsrheinischen Strand auf der Höhe von 65468 Kornsand (Rheinkilometer 481) gefunden.

Orte in der Nähe: Trebur bzw. 20 km weiter: Mainz

Das Objekt ist recht hell, innen glatter als außen und hat an einer Stelle ein kleines  Loch, das durch etwas (kl. Stein) verstopft ist.
Die Abbruchkante ist abgeschliffen.

DANKE!!
« Letzte Änderung: 21 Oct 16, 08:13 von oliverOliver »

Offline oliverOliver

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    • naja ....
erinnert mich stark an einen Pfeifenkopf ......
also man-made ....

Offline Lausitz

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Ich wette das das Ding Teil einer Hülle für nen kleinen Halogenspot war. Ich hab sowas selbst mal gehabt, als Beleuchtung für nen Zimmerspringbrunnen. Durch das kleine Loch wurde das Stromanschlusskabel geführt. Muß schauen ob ich noch irgendwo das Teil rumliegen hab dann mach ich ein Foto zu Vergleichszwecken.

Offline Corbusier1960

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Danke!

Ich hätte schwören können, das Ding ist natürlichen Ursprungs. Auf einen Pfeifenkopf wär ich nie gekommen. Aber das könnte gut hinkommen.
Im 17. bis 18. Jahrhundert gab´s die wohl massenhaft.

Ich werde mich mal an den "Arbeitskreis Tonpfeifen" wenden. Auf der Seite dort gibt ganz gute Fotobeispiele, die dem "Stein" hier sehr nahe kommen.





Offline Roadrunner

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Hallo,
ich tippe ebenfalls auf menschlichen Ursprung. Sehr wahrscheinlich nicht natürlich entstanden. Ist einfach zu gleichmäßig und zu dünnwandig, dann auch noch mittig ein Loch, soviel Zufall kann garnicht natürlich sein.
Auf einen Pfeifenkopf wäre ich aber auch nicht gekommen. Ist aber sehr gut vorstellbar. Auf jeden Fall ein interressanter Fund!
Bis dann
Roadrunner

Offline Corbusier1960

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Ja, es ist tatsächlich eine Tonpfeife. Der Arbeitskreis Tonpfeifen hat es mir offiziell bestätigt:

"es handelt sich um eine Duco Basistyp 5-Pfeife. Diese werden bis heute seit dem mittleren 18. Jahrhundert hergestellt. Die Pfeife ist schon stark verschliffen, aber ich frage noch einmal eine Kollegin, die ein größeres Konvolut von Flussfunden untersucht, ob sie den Datierungsrahmen näher eingrenzen kann (Nach meinen Erfahrungen ist Ihr Stück sicher schon Jahrzehnte abgelagert)."

 ;D

Offline Corbusier1960

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also, es ist ja kein Mineral, aber wen´s interessiert:

"Ich würde sagen, dass so ein steiler/fast rechtwinklig angesetzter Kopf eher im 19./20. Jh. anzusiedeln ist (Ausschluss 18. Jh.).
Der Rand scheint - auch ohne die Ausbrüche - dünner zu sein als die Wandung und ist deutlich eingezogen. Falls das nicht dem Abrieb im Flusskies geschuldet ist, könnte ich mich aus dem Fenster lehnen und annehmen, der Rand sei gerundet abgestrichen worden, was z.B. im Kannenbäckerland/Westerwald eher für einen Herstellungszeitraum vor 1850 spricht.
Das Stück ist einfach zu stark abgerieben/verrundet, um über Bearbeitungsmerkmale oder Verzierungen den Zeitraum eingrenzen zu können. Ich kann auf den Fotos absolut nichts erkennen, was in Richtung Marke, Ränderung, Politur o.ä. geht.

Also 1. Hälfte 19. Jh.? Aber eben nicht gesichert."

(freundliche Einschätzung des Arbeitskreis Tonpfeifen)

 

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