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Verrückte Zirkone - wer weiß was darüber ?

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Collector:
Hallo

ich möchte, der Vollständigkeit halber (deutsche Perfektion !)  ein paar verrückte Zirkone ins neue Mineralienportrait/Zirkon integrieren.
Mit Verlaub - aber ich habe null Ahnung, wie es zu den im Anhang (a,b,c) abgebildeten Zirkonen kam, bzw., woher man weiß, dass dies Zirkone sind und wie sie gebildet wurden.
Freue mich über jede Anregung / Tipps / Links

Danke
collector

Maibolte:
Hallo Peter.

Bei den beiden Zirkonen aus der Eifel würde ich mal unterstellen, das sie
analysiert sind, bzw. die Paragenese so eindeutig ist das die Sache klar ist.
Wie sie entstehen in dieser Ausbildung? Keine Ahnung, aber wenn man sich die
Eifelmineralien mal so ansieht in ihrer bunten Formenvielfalt, dann wundert einen nix mehr.

Und man muß ja auch nicht alles Haarklein erklären können, oder?  ;)

Und wenn Du denkst verrückter geht´s nicht mehr kommt von Irgendwo ein Eifelmineral her.
Eifelkuriositäten wäre schon fast ein eigener Thread wert.

Gruß Dirk

guefz:
Hallo Peter,

in der Eifel-DVD von Günter Blass et al findet sich zu dem Bild b) folgender Text:

--- Zitat ---Eine ausgesprochene Seltenheit sind korallen- oder bäumchenartig verzweigte Zirkon-Kristalle wie sie als Raritäten vom Bellerberg, Nickenicher Sattel und den Wannenköpfen erwähnt werden (Bild). Die weißlichen bis beigen Aggregate sind sehr klein, aber trotzdem sehr attraktiv. Sie finden sich in Poren von Xenolithen, die im Innern glasig aufgeschmolzen wirken, meist zusammen mit rotem, nadeligem oder auch tafeligem, schwarzen Hämatit, prismatisch verschachteltem Sanidin, kugelig-nierigem Cristobalit, Pseudobrookit, sowie manchmal Cordierit und/oder Osumilith.
--- Ende Zitat ---

Das sollte schon mal Vorkommen und Paragenese klären. Das Stück auf dem Foto ist anscheinend nicht analysiert, aber es gibt auf der DVD REM-Aufnahmen ähnlicher Kristalle, die mit EDX analysiert wurden. Für Details kannst du den anderen Günter ja mal gezielt ansprechen.

bis denn

Günter

Harald Schillhammer:
Der Zirkon aus Burma ist ein Hafnium-Zirkon und stammt mit Sicherheit aus der Gegend um den Thurein-taung. Der strahlt übrigens ziemlich stark.
Die ersten Stücke wurden mir in Myanmar übrigens als Fossil angeboten :).

Collector:
Hallo Harld / resp. Dr. Schillhammer

der radialstrahlige Hafnium-Zirkon stammt - laut Siggi Ellenberger (Crystal Trasures)  von Kyauk Pyat That, westlich von Mogok.  Ellenberger bot ein ähnliches Aggregat an.

Ich konnte selbst in der einschlägigen Literatur weder Hinweise auf diese Zirkon-Bildung noch zu deren Entstehung finden.
Haben Sie / hast Du weiterführende Informationen ?

Ich stoße immer wieder bei Recherchen zu den Mineralienportraits auf Mineral-Spielarten, die zwar bekannt sind,  wo sich jedoch kaum jemand die Mühe gemacht hat nachzufragen, warum und wieso es zu manch kurioser Bildung kommt.
Sollte auch der burmesische radiale Zirkon solch ein "geheimnisvolles Objekt" sein, reizt es mich schon, der Sache nachzugehen.
Dazu möchte ich Sie / Dich in diesem Zusammenhang um die Genehmigung bitten, Dein(e) Foto(s) vom Thurein-Taung im Atlas zu nutzen und in den bevorstehenden Report mit einzubauen.  Wäre dies möglich ?  (wenn ja, bitte um schriftliche kurze Bestätigung).

Ich freue mich auf Ihre/ Deine Antwort
Besten Gruß
Peter Seroka



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