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Shinkolobwe-Stufe mit glasartigem Überzug
bur:
--- Zitat von: openpit am 17 May 15, 21:23 ---es sollte zumindest erwähnt werden, dass zur Thematik auch eine Diskussion unter mindat läuft:
--- Ende Zitat ---
Stimmt, hatte nicht bedacht, dass vermutlich viele beides lesen.
--- Zitat ---Ich selbst glaube auch an eine Behandlung mit diversen Harzen (?). Der ähnliche Glanz auf den erdigen "Gummiten", den Uraniniten und den Torbernit-Malachitmassen spricht dafür.
--- Ende Zitat ---
Aber warum wurde dann bevorzugt eine Seite ohne Kristalle beschichtet, die andere überhaupt nicht und die Kristallseite soweit ich sehen kann nur teilweise und gerade nicht an den Kristallen? Es wirkt als wäre eine Seite in eine Flüssigkeit getaucht worden, dann allerdings auch teilweise wieder weggebrochen worden. Mir ist das recht rätselhaft, am ehesten könnte ich mir noch vorstellen, dass die Stufe aus Versehen damit in Berührung kam.
In einigen Monaten kann ich hoffentlich ein EDX machen, Kohlenstoff ist dafür zwar nicht prädestiniert, aber ich denke ein organisches Material sollte sich als solches erkennen lassen?
edit: Ich habe mir die Stufe gerade nochmal angeguckt, es sieht tatsächlich so aus als wäre die betreffende Seite in etwas getaucht worden. Das erklärt zwar nicht, wieso gerade diese Seite und wieso an manchen Stellen die Schicht weggebrochen ist, aber das deutet ja schon auf künstliche Herkunft hin. Da man die Stufe auf der Seite gut hinstellen kann, habe ich schon überlegt ob das ein verunglückter Befestigungsversuch war. Die Bruchstellen sind dann vielleicht beim Entfernen entstanden.
Naja, das sind alles Spekulationen, ich hoffe sehr dass die Analyse Aufschluss gibt! :)
edit 2:Jetzt wollte ichs wissen und habe an einer Ecke ein Feuerzeug drangehalten. Selbst nach 20 s passiert nichts. Die Stelle sieht genauso aus wie vorher. Spezielle Kunstharze können zwar recht temperaturbeständig sein, wobei wiki von 300 °C spricht und eine Feuerzeugflamme hat zwischen 800 und 1200 °C. Epoxidharz soll schon mit Heißluftgebläsen weich werden.
Vielleicht wurden damals in Shinkolobwe schon Versuche zur sicheren Endlagerung gemacht und die Stufe stellte ein Testobjekt dar... ;)
edit 3:Und noch ein Zusatz. Auf der Kristallseite gibt es Stellen an denen man die eindeutig unbeschichtete Matrix sieht (bröselig). Allerdings ragt ein kleiner Stein etwas heraus und der zeigt ebenfalls die Beschichtung. ??? Ich gehe jetzt ins Bett und hoffe dass ich nicht davon träume.
Alcest:
--- Zitat ---Das stimmt, habe selber zwei Musonoi-Stufen die entsprechend grünlich sind. Wobei der Gesamteindruck dieser Stufe aber eher Gelb/Orange/Schwarz ist, wie auf einem Photo gut zu sehen. Ein kleiner Teil der Matrix ist ein brüchiges rotes Gestein, ähnliches habe ich bei anderen Shinkolobwe-Stufen schon gesehen. Von der schwarzen Fläche nahm ich an, das wäre Uraninit den es ja in Musonoi nicht gibt. Kann natürlich auch ein Kupfersulfid sein.
--- Ende Zitat ---
Auf mindat steht, dass das, was ich für grauen Digenit hielt, schwarz sein soll. Auf dem einen "unbehandelten" Foto sieht das in der Tat nicht mehr nach dem aus, was ich bei den überzogenen Teilen der Stufe meinte zu sehen.
Gerade Torbernit von Musonoi nach Shinkolobwe zu schieben war wohl mal Volkssport, dazu gab es auch schonmal eine Diskussion auf mindat. Musonoistufen wurden auch mal Mashamba West angerechnet. Wer weiß, wie oft Shinkolobwe im Gegenzug als Musonoi vertickert wurde...
Die Matrix mit rötlichen Fragmenten kommt auch häufiger auf Stufen aus den Regionen Kolwezi (Musonoi etc.) und Kamoto vor.
In besagtem Mindatthema ging es auch um die Frage Torbernit/Metatorbernit. Soweit ich mich erinnere war die Kernaussage, dass sowohl Musonoi- als auch Shinkolobwetorbernite nach der Extraktion entwässert sind, die aus Musonoi aber bedeutend stabiler und schöner bleiben, wenngleich auch matte dort nicht selten sind. Es ist dort auch gar nicht so unüblich, dass mattgrüne Kristalle auf einer Stufe direkt neben nahezu bergfrisch wirkenden "smaragdgrünen" Kristallen vorkommen.
Salzhase:
Hallo,
Beschichtung mit Wasserglas?
Glück Auf
Salzhase
Emil Box:
In Minéraux et Fossiles Sonderband 28: Minéraux uranifères S. 145:
Uranopilit kommt als gelbe botroydale Krusten vor in verlassene Werksanlagen in Shinkolobwe.
Glück auf
Milo
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