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Mineraliensammlung Aufloesung - Diskussion der besten Vorgehensweise

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Carlippa:
Hallo liebe Forum Leser,

Wir sind neu hier im Forum und haben folgendes Anliegen. Mein Mann hat eine wunderschöne Mineraliensammlung in der Toscana von seinem Onkel geerbt. Diese wuerden wir nun gerne verkaufen. Wie waren auch auf der mineralienmesse in Bologna und haben uns erkundigt. Von einigen Steinen wissen wir deren Wert und das was uns die Haendler und Sammler geboten haben war natürlich viel unter dem eigentlichen Wert. Überhaupt sind es in Italien leider viele die einen für blöd verkaufen wollen u deswegen meine Frage, wo kann ich die Sammlung am besten ehrlich und gewinnbringend verkaufen. Es handelt sich um 1100 Stück, viele Sachen sind aus der Toscana, Elba und es ist aber auch internationales dabei. Wuerden Fotos helfen? Wir haben pyrit, fluorit, Quarz etc. Einige sind Museumsstufen. Wir wuerden gerne stückweise verkaufen. Gibt es jemanden vielleicht der sich für gewisse Stücke interessiert?  Habe probiert einige Fotos anzuhängen. Aber über das iPhone funktioniert es irgendwie nicht.
Herzlichen Dank für die Antworten und Anregungen u liebe Grüße aus Österreich

michaelh:
Hallo Brig,
du hast die Möglichkeit die Stufen hier im Forum zu verkaufen. Dafür sind Bilder und deine Preisvorstellung nötig - mach das am besten über den PC, das ist ganz einfach!
Du darfst natürlich nicht vergessen, den persönlichen Sammlerwert und den tatsächlichen Wert einer Stufe zu unterscheiden. Diese Werte unterscheiden sich meist und rufen dann Enttäuschung bei den Verkäufern hervor.
Stell mal ein paar Stufen und deine Preisvorstellung hier rein und du wirst sicherlich an der Reaktion der Atlasmitglieder sehen, ob deine Vorstellungen passen.

Grüße

Michael

Bergbaumaulwurf:
Glück Auf!
So eine große Sammlung ist nicht einfach zu verkaufen!
Wenn man sie an einen Händler gibt ,sieht auch der erst mal den Gewinn für sich und versucht den günstigsten Preis für sich herrauszuhandeln.
Oder eben wie schon geschrieben hier im Atlas, die Seite Verkauf ist dazu da. Entweder gute Stücke einzeln oder gleich mal mehrere Stücke als Lot. Macht zwar ein wenig Arbeit, dürfte aber den Erlös etwas steigern.
Am besten die Sachen Regional als Lot anbieten.
Dann viel Glück!
Bergbaumaulwurf

loismin:
Hallo.

Zur Zeit sind sehr viele Sammlungen zu verkaufen und der Markt für normale Stufen ist nicht sehr gut , da nicht mehr so viele Sammler nachkommen.
Eine Sammlung besteht meistens aus einigen guten Stücken und vielen so na ja Stücken ( auch bei mir).
Da sieht jemand , der die ganze Sammlung kaufen soll natürlich auch nur den Wert der guten Stücke, die sich verkaufen lassen !
Und eine ganze Sammlung kauft ja niemand um sie sich selber zu behalten !!
Da wird der Wert bei Händlern meist um die 30 - 40 % vom eigentlichen Wert angesetzt und da sind dann die Nachkommen immer enttäuscht !
Einzelstufen zu verkaufen ist eine Möglichkeit das ein wenig auszugleichen, aber das setzt vorraus, dass sich die Erben die Zeit nehmen und sich die Arbeit machen jede Stufe zu fotografieren und einzustellen oder selber auf Börsen zu gehen ( was auch wieder Unkosten bedeutet ) .
Und dann bleibt meist ein großer Teil Stücke übrig die unverkäuflich sind !!
Ob da dann im Endeffekt mehr rauskommt als beim Gesamtverkauf ??
Ich habe von unserem Verein aus in diesem Jahr schon 4 Sammlungen begutachtet, da waren die Leute immer enttäuscht, auch wenn ich
kein Händler bin und die Sammlungen auch nicht kaufen möchte , muß ich doch den Wert ansetzen, der bei einem Verkauf herauskommen kann !

Loismin

Embarak:
Hallo,

--- Zitat von: loismin am 12 Jun 15, 08:11 ---...Und eine ganze Sammlung kauft ja niemand um sie sich selber zu behalten !!
Da wird der Wert bei Händlern meist um die 30 - 40 % vom eigentlichen Wert angesetzt und da sind dann die Nachkommen immer enttäuscht !

--- Ende Zitat ---

Ich kann Loismin im Wesentlichen nur zustimmen !
Es gibt sogar Schätzungen von nur 10 - 30 % des Anschaffungspreises bei Verkauf an Händler.
Man muss dabei berücksichtigen, daß der Händler auch für eine gewisse Zeit Lagerkapazitäten stellen muss.
Er verkauft die Stücke einzeln an Sammler. Das dauert.
Sammler kaufen keine Komplettsammlungen, da ein Teil des Hobbies das Sammeln selbst ist.


--- Zitat ---Einzelstufen zu verkaufen ist eine Möglichkeit das ein wenig auszugleichen, aber das setzt vorraus, dass sich die Erben die Zeit nehmen und sich die Arbeit machen jede Stufe zu fotografieren und einzustellen oder selber auf Börsen zu gehen ( was auch wieder Unkosten bedeutet ) .
Und dann bleibt meist ein großer Teil Stücke übrig die unverkäuflich sind !!
Ob da dann im Endeffekt mehr rauskommt als beim Gesamtverkauf ??...

--- Ende Zitat ---

Zum Internet-Verkauf gibt es nicht nur ebay, sondern auch spezielle Auktionen wie z.B. erocks
Dabei sollte man aber genau wissen, welche Stücke man mit oder ohne Mindestpreis einstellen kann.
Hochwertige Stücke können dabei durchaus zu angenehmen Überraschungen führen, die den unverkäuflichen Teil ausgleichen.
Eine fachkundige Beratung im Vorfeld wäre zu empfehlen.

Auf einen Punkt wurde in den vorigen Beiträgen noch nicht deutlich genug hingewiesen:
Bei Nachlässen von Mineraliensammlungen kommt es häufig durch Transporte zu Verlusten oder Verwechslungen der Begleitzettel.
Der Wert der exakten Fundortangaben wird häufig unterschätzt.
Je mehr und älter die Zettel, desto besser. So lässt sich die Sammlergeschichte verfolgen.
Ohne den Begleitzettel sinkt der Wert einer Stufe dramatisch bis in die Wertlosigkeit !!

Aussagekräftige Testfotos mit Zusatzinfos sind hier jederzeit willkommen.

Norbert

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