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Mineraliensammlung Aufloesung - Diskussion der besten Vorgehensweise

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helgesteen:
Hallo und danke für die Bilder-Uploads,

mein Tip: Zunächst einmal nichts überstürzen! Ein Großteil der Stufen macht auf mich einen hochwertigen und teils durchaus ästhetischen Eindruck, und ich gehe davon aus, dass die Sammlung gepflegt ist, d.h. es existieren Etiketten, Karteikarten, eine nummerierte Liste mit den Fundorten o.ä. zu allen Stücken. Wenn dies der Fall ist, so würde ich zunächst einmal diverse Händler kontaktieren, die Mineraliensammlungen kaufen. Ich denke, dass man sich Eure Sammung anschauen und ein Angebot machen wird. Anzeigen entsprechender Interessenten findet Ihr in jedem aktuellen Lapis-Heft in großer Zahl. Dann überlegt Ihr Euch, ob eines der Angebote akzeptabel ist. Mit Sicherheit erhaltet Ihr erheblich weniger, als wenn Ihr die Stücke selbst einzeln verkauft.
Wenn Ihr Euch entscheidet, selbst zu verkaufen, dann tut das bei e-rocks, nicht bei ebay. Die Qualität Eurer Stücke spricht eindeutig für e-rocks, allerdings könnte der Versand mancher Stücke (z.B. der Antimonite) relativ problematisch sein. Was die 15 besten Toskana-Stücke angeht, so bin ich mir nicht sicher, ob ich sie pauschal für 1500 Euro abgeben würde. Das könnte u.U. ein recht günstiger Preis sein, allerdings kann man das nur fundiert beurteilen, wenn man die Stücke "Live" anschaut...

Viele Grüße,
Helge

Alcest:
Hallo,

zu e-rocks: Stufen neuer Verkäufer landen dort nicht selten in Bereichen, die den Stufen überhaupt nicht angemessen sind (viel zu billig). Manche sieht man 1-2 Mal, dann versuchen sie ihr Glück auf eBay (was nicht bedeuten soll, dass dort jeder reich wird, die Gebühren sind aber bedeutend niedriger und auch dort wird häufiger mal teuer gekauft). Stücke mit hohen Mindestpreisen - selbst wenn sie eigentlich stimmig sind - werden häufig ignoriert. Schon häufiger habe ich Stufen 'kleinerer' Verkäufer gekauft, um dann 2 Wochen später zu sehen, dass gleichwertige Stufen der 'größeren' Verkäufer mit professionellen Fotos teilweise mehr als 5x so hoch endeten. Die Versandkosten von Italien aus sind meiner Kauferfahrung nach sehr hoch, was zusätzlich abschrecken könnte. Wie bereits angeschnitten - die Fotoqualität ist dabei nicht unerheblich (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Generell sind ist der Versand bei so großen Stücken aufwändiger, was die Vermeidung von Bruchgefahren und Transportschäden angeht - speziell, wenn sie um den Globus gehen sollen. Da würde ich mir wirklich überlegen, ob ich die 1100 Stücke einzeln verkaufen will, da der Aufwand immens ist.

Gruß,
Jan




Carlippa:
Hallo Jan, hallo Helge,

Das hab ich mir schon gedacht, dass es bei einigen stücken sehr schwer wird die zu verschicken. Händler waren schon bei uns. Allerdings waren wir von deren Verkaufsmethoden nicht sehr angetan. Wir lassen nun alles katalogisieren und werden dann auch stückweise verkaufen. Habt ihr mit Vorort Verkauf Erfahrung? Also jemand kommt zu uns, sucht sich seine Stücke aus u wir verkaufen? Welche Mineralien kann man sonst problemlos verschicken ohne dass sie kaputt werden?
Habt ihr vielleicht eine Ahnung wieviel man für unseren rodochrosit von der Sweet home Mine erzielen kann? Weil auf ebay habe ich da sehr hohe Preise gesehen.

para dies:
Hallo, Brig,

viele Mineralien stehen mit sehr hohen Sofortkaufpreisen bei Ebay. Ich habe viele dieser Stufen tlw. monatelang beobachtet, weil diese nicht verkauft und immer wieder eingestellt wurden. Ähnlich verhält es sich auch mit Stufen, die zur Auktion mit Mindestpreis eingestellt sind.
Komischerweise haben gleichwertige Stufen als 1 Euro-Auktion mehr eingebracht.
Momentan ist auch nicht die richtige Jahreszeit für Ebay, weil Sommer - Sonne - Urlaub mehr lockt.
Eigenverkauf auf Mineralienmessen ist auch möglich. Da gehört aber auch eine große Portion Glück dazu.
Ein Händler zahlt dir sicher nicht mehr als 20 % des Schätzpreises, weil der eben jede Menge Kosten hat und es für ihn bei höherem EK unwirtschaftlich ist.
Das sind meine Erfahrungen damit, Sammlungen an den Mann/Frau zu bringen.
Es gehört auf jeden Fall eine Menge Zeitaufwand und auch einiges an Vorkasse dazu ( Anzeigen, Börsen, Messen usw.)

Gruß

Para dies

Alcest:
Hallo,

ich verkaufe nur via Versand, da meine Stufen üblicherweise <15 cm bleiben und da nicht allzu viel schiefgehen kann. Große Stufen hingegen sind recht wuchtig und benötigen unbedingt stabile feste Kartons. Viele Kartons (z.B. die größeren DHL-Packsets) lassen für schweren Inhalt viel zu viel Spiel (Stufe bewegt sich und stößt mitunter sogar durch den Karton durch oder bekommt einfach Schläge ab). Schuhkartons sind auch ungeeignet.
Verallgemeinern lässt sich nicht unbedingt, welche Stufe anfällig ist und welche nicht. Ich habe schon Wulfenite (dünne tafelige Kristalle) und dicke Quarze beschädigt. Nadelige und dünne Kristalle sind natürlich besonders gefährdet. Auf den Fotos betrifft das speziell die großen Stibnite/Antimonite. Einen Byssolith habe ich auch gesehen. Bei Byssolith hilft eigentlich nur die feste Anbringung in einer Kunststoffdose und die Hoffnung, dass sich während des Transports nichts löst. Kaputt bekommt man aber alles.

Das Bild von eurem Sweet Home-Rhodochrosit ist qualitativ leider nicht aussagekräftig. Es kommt bei diesen Stufen immer auf den Zustand, die Farbe, die Transparenz und die Größe der Kristalle an. Speziell die hochpreisigen Exemplare drehen teilweise schon seit Jahren ihre Runden auf eBay und spiegeln nicht unbedingt den zu erwartenden Preis wider. Eine Prognose möchte ich daher nicht abgeben, zumal das selbst mit professionellem Foto nicht meine Materie wäre.


--- Zitat von: para dies am 28 Jun 15, 18:55 ---Ich habe viele dieser Stufen tlw. monatelang beobachtet, weil diese nicht verkauft und immer wieder eingestellt wurden. Ähnlich verhält es sich auch mit Stufen, die zur Auktion mit Mindestpreis eingestellt sind.
Komischerweise haben gleichwertige Stufen als 1 Euro-Auktion mehr eingebracht.
--- Ende Zitat ---

Das kann ich nur bestätigen, teils auch aus eigener Erfahrung. Für manche scheint das Bieten aufregender zu sein als die Stufen an sich. Schon oft habe ich Stufen monatelang mit Mindestpreis eingestellt, dann mit einem Euro Startpreis und teilweise ist dabei das 2- bis 3-fache des monatelangen Mindestpreises herausgekommen. Selbiges passiert auch, wie vorhin bereits erwähnt, auch auf e-rocks.

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