Hier eine Ergänzung zum Thema. Vor einem Jahr habe ich eine ähnliche Frage gestellt und bekam von Sprotte diese hilfreiche Antwort.
6. Juni 2013
in der Tat sind Pyroxene und Amphibole besonders in feinkörnigeren Gesteinen oft recht schwer zu unterscheiden, da die Spaltflächen auf den frischen Bruchflächen oft nur mikroskopisch gut erkennbar sind und sich daher die Winkel (90° für Pyroxene und 60°/120° für Amphibole) nur schwer bestimmen lassen. In basischen metamorphen Gesteinen jedoch ist der Amphibol (oft als schwarze Hornblende ausgebildet) vom ebenfalls oft vorhandenem Pyroxen (oft augit- bis diopsidnahe Zusammensetzungen) - so meine Erfahrung - vielfach durch seinen stärker ausgebildeten Glanz (aufgrund seiner besseren Spaltbarkeit) zu unterscheiden, genauso wie du es beschreibst. Manchmal schimmern die Pyroxene aufgrund feinster Entmischungsstrukturen auch glimmer- bis metallartig, die Amphibole jedoch nie, da diese untereinander eine sehr hohe Kompatibilität in der chemischen Zusammensetzung aufweisen (sich also nicht entmischen).
Viele Grüße
Sprotte
Die ersten Aufnahmen, Stein von Canada (dann mit Anschliff), sind neu. Ich meinte, diese müssten zutreffend sein und wollte deshalb eine Bestätigung hören. Weil ich dann Pyroxen in Gabbro vermutete (letztes Bild, auch neu), zeigte ich auch dieses Bild.
Weil ich Laie bin und mich nur in der Anschauung übe (die hier virtuell perfekt vermittelt werden kann), schreibe ich solche Fragen.
Sind diese Frage hier vielleicht nicht am richtigen Ort?
Gruss
Hans