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Autor Thema: Mikrofotografie mit Motic  (Gelesen 7494 mal)

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Offline Sebastian

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Mikrofotografie mit Motic
« am: 29 Jun 15, 13:41 »
Hallo,
hier möchte ich mal meine Fotoausrüstung für Mikrofotos zeigen.
Es wird ja häufig gesagt das das fotografieren durch das Mikroskop nur bedingt befriedigende
Aufnahmen zulässt. Ich bin in letzter Zeit aber durchaus positiv überrascht was möglich ist.
Aber erstmal zu meiner Ausrüstung:
1x Motic Szm 168 TL. Dies ist ein Triokluar, also mit eingebauten Fotoausgang.
1x Motic Fotoadapter für APS-C Sensor
1x T2 Adapter
1x Canon 550d mit Verbindungskabel für den Computer
Software: Utility, Combine Zp und Gimp.

Erstmal, ohne Stacking geht fast gar nichts, ist aber unkompliziert (bisher). Die eingebaute Beleuchtung ist nicht für Fotos geeignet. Das Hauptproblem waren die Chromatischen Aberationen an den Lichtreflexen. Seit ich mit 2 Lampen experimentiere sind die Ergebnisse wesentlich besser. Die Schärfeebenen peile ich noch per Hand und Grobtrieb an. Das braucht Geduld und ist definitiv das nächste was sich verbessern könnte. Ansonsten geht es einfach, Stufe drunter ausleuchten und fotografieren. Die Ergebnisse sind natürlich besser je geringer die Vergrößerung, denn die Bildfehler werden immer mit vergrößert. Aber auch recht kleine Kristalle lassen sich dokumentarisch ablichten.
Man kann vielleicht keine Wettbewerbe damit gewinnen, aber hat zusätzlich zu seinem Mikroskop eine vernünftige Fotoeinrichtung. Denn zusätzlich noch Stative, Linsen etc. zu kaufen ist deutlich teurer. Man muss halt wissen was man will.
Ich bin mit der Qualität des Mikroskopes sehr zufrieden und wer preislich sind die Mikroskope noch nicht jenseits von Gut und Böse.
Über weitere Vorschläge zur Verbesserung meiner Bilder würde ich mich freuen.
Gruß Sebastian
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Mikrofotografie mit Motic

Offline Embarak

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Re: Mikrofotografie mit Motic
« Antwort #1 am: 29 Jun 15, 15:03 »
Hallo Sebastian,

Die Ergebnisse können sich sehen lassen !  :)

Für - oder besser gegen - die chromatische Aberration (purple fringing) gibt es für Gimp ein Plugin bzw. ein script.
hier gefunden
http://registry.gimp.org/taxonomy/term/234
Plugin
http://kcd.sourceforge.net/fix-ca.php
script
http://www.farcrydesign.com/GIMP/PurpleFringe.html
http://registry.gimp.org/node/185

Wenn man die Bearbeitung auf einer extra Ebene mit Maske macht, kann man das selektiv einsetzen, ohne das ganze Bild zu verändern.
(Mit Photoshop geht das über Camera Raw oder mit Lightroom.)

Ich experimentiere z.Zt. am Wochenende bei der Arbeit mit einem neuen Zeiss-Mikroskop mit Axiocam 506 color.
Der Preis ist deutlich jenseits von Gut und Böse, aber meine Ergebnisse sind noch erheblich verbesserungsbedürftig...
Habe den Bogen noch nicht richtig raus. Bei dem Preis muss mehr rauszuholen sein.

Gruß
Norbert



Offline waldi

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Re: Mikrofotografie mit Motic
« Antwort #2 am: 29 Jun 15, 20:30 »
Hallo Sebastian
Würde gerne ein Bild von deiner Fotoausrüstung sehen!!
Grüße
Walter

Offline Sebastian

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Re: Mikrofotografie mit Motic
« Antwort #3 am: 01 Jul 15, 19:50 »
Hallo Norbert,
Danke fürs Feedback.
Ja mit einem Zeiss würde ich auch gerne experimentieren ;)
Aber man sieht den Unterschied schon, wenn da noch was geht freu ich mich auf die Bilder. Die sind jetzt schon nicht schlecht. Danke für den Tipp mit Gimp, muss ich mich mal reinlesen.
Bildbearbeitungsprogramme sind leider unerlässlich. Grade das (Richtige)Schärfen bringt nochmal viel.
Ich habe erst den Fehler gemacht und zu zaghaft geschärft, aber es ist halt ein Unterschied ob man durch ein Mikroskop forographiert oder mit nem 60mm...
Wie gestaltest du das managen des Abstandes beim stacken? Über Utility geht es ja nun leider nicht mehr.
Hallo Walter,
ich werde es nicht vergessen und ein Bild mal hochladen.
Grüße Sebastian

Offline Embarak

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Re: Mikrofotografie mit Motic
« Antwort #4 am: 01 Jul 15, 23:20 »
Hallo Sebastian,
Zitat
...Wie gestaltest du das managen des Abstandes beim stacken? Über Utility geht es ja nun leider nicht mehr.

Dieses Zeiss-Teil ist für mich völliges Neuland. Ich fotografie zuhause auch nur mit 60 mm und 100 mm Makro und der Utility.
Ich war bei der Einweisung in das neue Zeiss nicht dabei. Es wurde für Fluoreszenz-Mikroskopie angeschafft.
Ich spiele jetzt in der Freizeit mit Mineralien, um
a) mich mit dem Gerät und der software vertraut zu machen, da ich es auch beruflich nutzen werde,
b) und um zu sehen, wie weit man das für Mineralien "zweckentfremden" kann und was machbar ist.  ;)

Sowohl das komplette Mikroskop mit seinen Elektro-Motoren, als auch Kaltlichtlampen, regelbare Ringleuchte und Kamera
werden über joystick und die ZEN-software gesteuert. Stacken kann das Ding auch, hab' ich aber noch nicht raus, weil
das manual-pdf da Fragen offen lässt.
Die Höhe wird auf dem joystick-display in µm angezeigt und ist µm-weise regelbar.
Die Bilder werden im CZI-Format (Zeiss) aufgenommen, in die man unter Verwendung der Mikroskop-Parameter Größenangaben einblenden kann. Für weitere Bearbeitung kann man in 16-bit tif oder (8-bit)-jpg transformieren.
Habe bis jetzt nur tif-Serien in gleichmäßigen Abständen gemacht und dann zuhause wie gewohnt mit Zerene Stacker und Photoshop bearbeitet.
Unten noch ein weiteres Foto-Experiment und das Mikroskop. Ist schon ein tolles Spielzeug, aber wohl eher nix für daheim ...    ;D

Grüße
Norbert
« Letzte Änderung: 01 Jul 15, 23:26 von Embarak »

Offline Embarak

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Re: Mikrofotografie mit Motic
« Antwort #5 am: 01 Jul 15, 23:40 »
Zurück zum Ausgangsthema:
@Sebastian

Zitat
...Aber erstmal zu meiner Ausrüstung:
1x Motic Szm 168 TL. Dies ist ein Triokluar, also mit eingebauten Fotoausgang.
1x Motic Fotoadapter für APS-C Sensor
1x T2 Adapter
1x Canon 550d mit Verbindungskabel für den Computer

Auch ich würde mich über ein Foto Deiner Ausrüstung freuen.
Insbesondere die Schnittstelle zwischen Mikroskop und Kamera, also der Fotoadapter für APS-C Sensor interessiert mich.
Im Labor stehen auch noch mehrere Leica MZ6 mit Fotoausgang.
Die würde ich gern mit meiner EOS 600D unter einen Hut bringen.

Nochmal Grüße
Norbert

Offline Sebastian

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Re: Mikrofotografie mit Motic
« Antwort #6 am: 06 Jul 15, 08:39 »
Hallo,
Wie versprochen meine Ausrüstung.
Gruß Sebastian

Offline Sebastian

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Re: Mikrofotografie mit Motic
« Antwort #7 am: 21 Jul 15, 22:42 »
Hallo,
die beiden sperrigen Schreibtischlampen sind nun zwei etwas elegantere und besser einsetzbare
Schwanenhalslampen gewichen. Die sind heller und man hat viel mehr Platz und Möglichkeiten die Kristalle auszuleuchten.
Häufig bin ich mit den Ergebnissen zufrieden, aber gerade wenn viele kleine Flächen, wie bei einem Quarzrasen auftreten, stören die
starken Reflexionen sehr. Bei dunklen Mineralen sieht man die bunten Ränder dann sehr deutlich. Wie kann ich das vermeiden?
Ansonsten bei nicht so stark reflektierenden Mineralen bin ich absolut zufrieden. (Noch)
Bei der Methode mit dem Grobtrieb wird sich so schnell erstmal nichts ändern, Computer gesteuerte
Stackingeinrichtungen sind noch nicht drin  8) .
Anbei nochmal ein Bild mit störenden Reflexionen und eins ohne.
Deutschland/Sachsen/Bautzen, Landkreis/Oßling, Gemeinde/Steinbruch Oßling
Mikrofotografie mit Motic

Deutschland/Sachsen/Vogtlandkreis/Bergen/Streuberg (Schacht 254)
Mikrofotografie mit Motic

Viele Grüße Sebastian

Offline Klinoklas

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Re: Mikrofotografie mit Motic
« Antwort #8 am: 22 Jul 15, 18:50 »
Hallo Sebastian,

versuche es wegen der Lichtreflexe mal mit diffusem Licht.
Z.B. ein Stück Butterbrotpapier vor der Lichtquelle.

Natürlich schluckt das auch Licht, was du aber durch längere
Belichtungszeiten ausgleichen kannst. Die Lichtverteilung ist
eine Andere und findet nicht mehr so punktuell statt.

Bevor wieder gemeckert wird, Butterbrotpapier ist eine
"no budget" Lösung, zum testen reicht das aber allemal.

Gruß
René

Offline Sebastian

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Re: Mikrofotografie mit Motic
« Antwort #9 am: 04 Aug 15, 21:11 »
Danke für den Tipp.
Ich habe jetzt Transparentpapier mit Gummibändern an den Lampen befestigt.
(Ich habe jetzt 2 Schwanenhalslampen und viiiel mehr Platz) Ergebnisse sind deutlich besser, aber Luft nach oben ist
eig. immer.
Gruß Sebastian
Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Lauta/Schacht 139 (Abrahamhalde)
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