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Neues Harzbuch vom Bode-Verlag?

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ganomatit:
Das Buch stellt ein Gesamtwerk der Geologie, Mineralogie und des Bergbaues über den Harz dar, kein Exkursionsführer denke ich. Wer sich wissenschaftlich mit der Geologie, Bergbau und Mineralogie des Harzes beschäftigen will sollte Fachbücher (von Schriel, Tischendorf, Mohr, Möller u. Lüders, Ließmann, Stedingk, Stoppel, Franzke und ...) zur Hilfe nehmen.
Rezitieren können sicher viele dieses Buch. Beim rezensieren wäre ich vorsichtig, wenn die Fachkompetenz begrenzt ist!
Sicher ist dieses Buch eine sehr gute Bereicherung für den Freund der Geowissenschaften des Harzes und mit viel Aufwand und Mühe verfasst.
Wie Andreas meiner Meinung richtig geschrieben hat: "Wer ein Buch für Sammler haben möchte, nicht der hoch beschlagene Harz-Crack ist und Freude an einem klassischen Bergbaugebiet hat, der sollte das Buch haben."
In diesem Sinne für die Besitzer des Buches viel Freude damit und wer es sich zutraut der sollte versuchen zu rezensieren was zu rezensieren ist!

Martina Degenhardt und Frank Heise!

Kluftknacker:
ich frage mich, warum man den Harz nicht aufgeteilt hat - wie auch den Schwarzwald? Wäre vielleicht angemessener gewesen.

raritätenjäger:
Hallo,

exakt der Gedanke kam mir beim Durchlesen auch. Man hat sich da wohl etwas verzettelt, wenn man so viele Bücher gleichzeitig rausbringt, denke ich.

Gruß
Andreas

ganomatit:
Gestern ist das neue Harzbuch bei uns eingetroffen.
Erste Eindrücke zum Buch was noch verpackt durch sein Gewicht wichtet.
Text und Bildmaterial vermitteln das, was LOSSEN 1889 über den Harz schreibt: "Der Harz gilt ... seit Anbeginn der Geologie als ein Kleinod unter den Gebirgen der Erde und wird ... diesen Rang stets behaupten. Denn in ihm hat uns der Schöpfer das Buch der Natur in knapper modellklarer und meisterhafter vollendeter Form überreich im Inhalt aufgeschlagen" (aus Bachmann, Ehling, Eichner und Schwab, Geologie von Sachsen-Anhalt, S.408). Die handschriftliche Aufzeichnung Lossens über seine Beschreibung der Geologie des Harzes ist im neuen Harzbuch auf S.39 abgebildet.
Das Harzbuch mit seine 804 Seiten in Text und Bild zeigt wie umfangreich die Harzgeologie doch ist und welche mineralogischen Schätze hier an das Tageslicht gebracht worden und werden.
Nun lassen wir dieses Buch erst einmal auf uns wirken, bevor wir Lob oder Kritik äußern! Feststellen kann man auf jeden Fall, dass so ein Werk bisher in dieser Form vom Harz noch nie zur Verfügung stand. Deswegen im Voraus ein Dank an die Verfasser und allen Menschen die dazu beigetragen haben das Harzbuch entstehen zu lassen.
An Charlotte von Stein schreibt Goethe 1783 bei seiner zweiten Harzreise aus Zellerfeld: "Ich hab mich recht mit Steinen angefüttert, sie sollen mir, denke ich, wie die Kiesel dem Auerhahn, zur Verdauung meiner übrigen schweren Winterspeise helfen" (Juranek, "Abenteuer Natur Spekulation", S.122).
So wie Goethe es mit Steinen beschreibt sollten wir bildlich gesehen dieses neue Harzbuch auch erst einmal betrachten.
Übrigens sind in diesem Buch keine Mineralien von mir abgebildet, falls der Verdacht aufkommen sollte ich würde bewusst für dieses Buch werben. Was aber nicht heißen soll, dass Sammler die nicht im Buch aufgeführt wurden, genau wie ich ihr Material gern zur Verfügung gestellt hätten!
Das sollte aber die Freude an diesem Werk nicht drüben, denn es wäre dann sicher so schwer geworden es nicht mehr zu heben.

Weiterhin viel Freude mit dem Werk und beim rezitieren und rezensieren!

Frank Heise und Martina Degenhardt

 

Schatten:
Hallo Leute,

hier mein persönliches Fazit zu dem Buch:

Als Harzer gehört das Buch in meinen Bücherschrank keine Frage.
Wer einen groben Überblick zum Thema Harzer Bergbau haben möchte, kann ohne große Bedenken zugreifen.

Als Regionalsammler -> Ostharz bringt mir das Werk nur wenige neue Erkenntnisse und enttäuscht sogar ein wenig.
Da ich mich auf das Hasseröder Revier konzentriere ist das Buch sogar sinnfrei (muss auch mal so gesagt werden).
Einige heimische Sammler werden sicherlich glücklich sein, dass Ihr Revier mehr oder weniger nur eine Randnotiz ist, persönlich finde ich diesen Umstand sehr schade.
Es gibt hier unzählige kleinerer Abbaue und Aufschlüsse die für Sammler durchaus interessant und vor allem zugänglich sind.
Ähnlich wird es wohl den Sammlern im Bereich Unterharz und Südharz gehen.

Zu den Westharzer Bereichen kann ich mir kein Urteil erlauben, da müssen sich die entsprechenden Lokalsammler zu Wort melden.

Gruß
Silvio

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