Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals

Marienglas-Stinkschiefer-Kieselholz

(1/1)

Gerhard:
Hallo
Urlaub in Bad Frankenhausen (Thüringen) am Südrand des Kyffhäusergebirge.Neben anderen Urlaubsaktivitäten habe ich auch ein paar
geologische Wanderungen unternommen. So las ich etwas über Marienglas-Stinkschiefer und Kieselholz um Bad Frankenhausen und dem
Kyffhäuserberg. Ein Besuch der Barbarossahöhle war ein -Muss-. Es ist die größte Anhydrithöhle von Europa.
Doch wo genau findet man das genannte? So machte ich mich ohne Vorkenntnisse auf die Suche. Ein Bruchstück von Kieselholz fand ich an einem alten verwilderten Weg am Hang des Kyffhäuserberg. Ansonsten kann man Stammstücke auf der Burg anschauen, in Bad Frankenhausen........   
An einem anderen Tag wanderte ich in das Anhydritgebiet zwischen Bad Frankenhausen und Rottleben. Rechts der Straße sieht man die
fast kahlen Berghänge.Eine Höhle-die Prinzenhöhle- befindet sich bei Rottleben. Im inneren gab es einmal Marienglas.
Die Höhle ist begehbar und führt etwa 40 m in den Berg. Ich hatte keine Lampe mit ,und so konnte die Höhle nicht erkundet werden.
 Ich erfuhr durch einen Einheimischen, das es irgendwo am-auf dem sogenannten Kosackenberg,Stinkschiefer und auch ein
glänzendes Material zu finden ist. Marienglas? Er sprach noch von einem alten Handelsweg (Salzstraße). Einen Wanderweg mit Namen Salzstraße war nicht zu finden. So machte ich mich am nächsten Tag wieder auf die Suche und wie so gesagt über Stock und Stein,einfach
drauflos,ich fand auch einen Hohlweg der irgendwo aufhörte ein Weg zu sein. Und dann sah ich plattenförmiges Gestein. Es ließ sich ganz
leicht spalten, und es roch unangenehm irgendwie faul und schwefelig. Es war Stinkschiefer. Es sind Ablagerungen in einem flachen Meer.
Abgestorbene Pflanzen und Tiere vermoderten,es entstand Schwefelwasserstoff,das in dem Schiefer gebunden wurde.
Hier erst mal Fotos vom Kieselholz und vom Stinkschiefer

Gerhard:
Weiter auf der Suche nach dem Marienglas.
Dann sah ich etwas,das wie eine Ruinenmauer aussah. Als ich dann mühsam diese Mauer erreichte ,glitzerte etwas im Sonnenlicht. Eingebettet
in einem matt glänzenden Anhydrit klumpen lag das gesuchte Marienglas

Gerhard:
Ich suchte am Abhang und fand Marienglassplitter ,und so kam ich irgenwann an einem steilen Gesteinshang den ich bestieg. ich fand nun
wieder Marienglas  gepresst zu viele dünne Blätter. Nach dem Abstieg in Richtung Straße traf ich auf eine Namenlose Höhle. Man kann sie
ohne Lampe begehen.
So endeckte ich wieder einmal eine geologisch und mineralogisch interessante Gegend. Später erfuhr ich, das es auch Marienglas und
Stinkschiefer im oberen wüsten Kalktal bei Bad Frankenhausen gibt.Dieses Gebiet -auch Schlachtberg genannt (Bauernkrieg)mit dem
Panorama Museum ist Denkmal geschützt
Aber was ist nun Marienglas (Lapis specularis)Es heißt durchsichtiger Stein und wurde u.a. als Glasscheibenersatz vor Marienbider verwendet.
Marienglas ist reiner Gipsspat und entsteht in natürliche Hohlräume, die mit gesättigter Gipslösung gefüllt werden und dann als Calciumsulfat auskristallisiert Dieser Prozess muß ungestört verlaufen,damit sich klare und durchsichtige Plattenklumpen herausbilden könnrn
Wer sucht der findet
Gruß Gerhard

Bergbaumaulwurf:
Glück Auf!
Betreffs der Hölzer!
Habe als Läufer oft im April den Kyffhäuserberglauf mitgemacht und das dabei bei Schneeregen.
Es ging von Bad Frankenhausen zur Babarossahöhle und danach zum Kulpenberg hoch.
Auf dem Weg nach oben oftmals fossiles Holz im Weg durch den Regen frei gewaschen gesehen.
Bergbaumaulwurf

Navigation

[0] Themen-Index

Zur normalen Ansicht wechseln