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Autor Thema: Fehlende Minerale  (Gelesen 2585 mal)

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Offline uwe

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Fehlende Minerale
« am: 14 Oct 15, 17:48 »
Ich fand da einen interessanten Beitrag bei mindat, in welcher eine Reihe amerikanischer Geologen/Mineralogen eine Aussage zu den noch zu entdeckenden Mineralen, „missing minerals“, machen.

Man erwartet, dass von den 5394 möglichen Mineralen noch 1563 zu entdecken sind. Dabei geht man davon aus, dass bei den 15 geochemisch relevanten Elementen die Anzahl der noch zu entdeckenden Minerale unterschiedlich ist. Während von den wirtschaftlich wertvollen Elementen Cu, Mg, Ni, S, Te, U und V noch 20% neue Minerale zu erwarten sind, werden beispielsweise bei Mineralen von Natrium noch 35% erwartet. Letztere sind meist weiß, schlecht kristallisiert, oft wasserlöslich und somit schwer zu erkennen. Die zuerst genannten Elemente bilden dagegen oft farbige und gut kristallisierte Minerale, sind somit leichter zu erkennen..

Also werden wohl die Systematiksammler noch lange zu tun haben.

Gruß
Uwe

Offline Maibolte

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Re: Fehlende Minerale
« Antwort #1 am: 14 Oct 15, 18:10 »
Hallo Uwe,

laut der letzten IMA-Liste (März 2015) gibt es derzeit 5012 Mineralien, + die die bis heute
dazugekommen sind. Wenn die Fachleute also von 5394 ausgehen dann sind das bei mir
382. Wie kommt man da auf 1563? Oder verstehe ich deinen Beitrag nicht richtig?

Gruß Dirk

Offline uwe

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Re: Fehlende Minerale
« Antwort #2 am: 14 Oct 15, 21:28 »
Ich habe den Artikel nur zitiert. Wie die Zahlen zustande gekommen sind weis ich auch nicht. Ich fand ihn (den Artikel) aber interessant und wollte ihn dem Forum zur Kenntnis geben.

Gruß
Uwe

Offline Rockhounder

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Re: Fehlende Minerale
« Antwort #3 am: 15 Oct 15, 11:23 »

Offline heli

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Re: Fehlende Minerale
« Antwort #4 am: 15 Oct 15, 11:51 »
Und was soll man von dieser Studie ernstnehmen?

Die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwo im Weltall einen Planeten gibt, der zu 100 % der Erde gleicht = gleich (bzw. beinahe gleich) Null.
No na net.

Es sind noch 1.500 Mineralien unentdeckt. Ich wette, unter Anwendung der heutigen Analysemethoden bzw. derjenigen die laufend weiter entwickelt werden, wird das wohl nicht reichen. In ein paar Jahren wird es dann heißen: "Aussage auf Basis der damaligen zur Verfügung stehenden Mittel".

Aber ... möglicherweise findet sich in der Originalstudie doch auch was Sinnvolleres.

Offline Uwe Kolitsch

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    • Uwe Kolitsch, NHM Wien
Re: Fehlende Minerale
« Antwort #5 am: 15 Oct 15, 12:27 »
Damit hier nicht Einiges missverstanden wird:


Robert M. Hazen, Grethe Hystad, Robert T. Downs, Joshua Golden, Alex J. Pires, and Edward S. Grew (2015): Earth’s “missing” minerals. Am. Mineral. 100, 2344-2347.

Recent studies of mineral diversity and distribution lead to the prediction of >1563 mineral species on Earth today that have yet to be described—approximately one fourth of the 6394 estimated total mineralogical diversity. The distribution of these “missing” minerals is not uniform with respect to their essential chemical elements. Of 15 geochemically diverse elements (Al, B, C, Cr, Cu, Mg, Na, Ni, P, S, Si, Ta, Te, U, and V), we predict that approximately 25% of the minerals of Al, B, C, Cr, P, Si, and Ta remain to be described—a percentage similar to that predicted for all minerals. Almost 35% of the minerals of Na are predicted to be undiscovered, a situation resulting from more than 50% of Na minerals being white, poorly crystallized, and/or water soluble, and thus easily overlooked. In contrast, we predict that fewer than 20% of the minerals of Cu, Mg, Ni, S, Te, U, and V remain to be discovered. In addition to the economic value of most of these elements, their minerals tend to be brightly colored and/or well crystallized, and thus likely to draw attention and interest. These disparities in percentages of undiscovered minerals reflect not only natural processes, but also sociological factors in the search, discovery, and description of mineral species.

Offline uwe

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Re: Fehlende Minerale
« Antwort #6 am: 15 Oct 15, 16:18 »
Wir (also die Menschheit) fangen gerade an, Mond und Mars mineralogisch zu untersuchen. Da halte ich die Vermutung, daß die Erde im ganzen Kosmos einzigartig ist, halte ich für etwas gewagt.

Uwe

 

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