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Welche Quarz-Varietät ? / ein Quarz ist ein Quarz ist ein Quarz

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kks:

--- Zitat von: eddi am 30 Nov 15, 19:01 --- diese "stalaktitischen" Quarze

--- Ende Zitat ---


Wenn man derartige Begriffe hier überhaupt anwenden kann, was ich ganz entschieden bezweifele, dann wird man hier doch wohl von einer "stalagmitischen" Ausbildung sprechen müssen.

Im Übrigen verweise ich nachdrücklich auf die Hinweise des Kollegen cmd.powell.

MfG
Klaus

stoanklopfer:

--- Zitat von: kks am 30 Nov 15, 22:20 ---Wenn man derartige Begriffe hier überhaupt anwenden kann, was ich ganz entschieden bezweifele, dann wird man hier doch wohl von einer "stalagmitischen" Ausbildung sprechen müssen.
--- Ende Zitat ---

Woher weisst du, wie der Quarz ursprünglich gebildet wurde? Ich sehe nur ein Foto, aber nicht, wo oben und unten ist.....

Brodi69:

Die Gestalt des Aggregats kann dahingehend gedeutet werden, dass ein Faden aus Kieselsäure (Gel-Faden) den vorbestehenden Kern ausmacht und auch die Kristallisationskeime für die Quarzkriställchen lieferte. Diese zufällige Form hat meines Erachtens keinen speziellen mineralogischen Namen, da auch die Aussenschalen von Geoden etc. ähnlich aufgebaut sind. Trotzdem handelt es sich um eine sehr schöne Verwachsung, die sicher ein noch besseres Foto für ins Forum Wert wäre.

Grüessli
Christian

cmd.powell:
Moin

Diese Ausscheidungen von Kieselsäure, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit den Kern dieses Aggregates ausmacht, sind in der Regel "schwerelos" und in Drusen nicht selten anzufinden. Das Material wird als Chalcedon bezeichnet, also mikrokristalliner Quarz. Darauf ist in weiterer Generation Quarz gewachsen, wodurch diese neckische Form entsteht. Auch Chrysokoll bildet nicht selten solche wurmförmigen Aggregate, je nach Fundort dann auch noch von anderen Mineralen überwachen. Das sich Chalcedon und Chrysokoll in solchen Formen abscheiden liegt an der gelförmigen Natur der Primärabscheidung. Wieso, weshalb und warum dabei so etwas wie "Würmer" entstehen, ist noch nicht vollständig geklärt. Im Falle von Chrysokoll von Helgoland kann ich mir recht gut vorstellen, das hier Lösungszirkulation eine wichtige Rolle spielt. Es gibt einen klassischen Versuch aus der Chemie, wo man verschiedene Nebengruppenmetallsalze (Fe, Cu, Co etc.) in eine Natriumsilikatlösung wirft und diese dann lange, schlauchförmige Formen der entsprechenden Silikate bilden ("Chemischer Garten"). Würde mich nicht Wundern, wenn speziell bei Chrysokoll eine vergleichbare Reaktion stattfindet. Beim Chalcedon ist es wohl eher die Änderung des pH-Wertes, da alkalische SiO2-Lösungen relativ stabil sind, im sauren jedoch schnell raumvernetzte SiO4-Gruppen bilden.

Stalaktiten bzw. Stalagmiten sind es streng genommen nur dann, wenn irgendwo eine Lösung herabtropft und dabei entsprechend Mineral ablagert.

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