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Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Harald Schillhammer:
Bravo! Man merkt, du hast die Sache mittlerweile einigermaßen im Griff.
1,7 mm mit dem 10-er Mitu - das ist aber gecropt, oder? Die Bildbreite habe ich nativ mit dem 20-er (allerdings auf FF-Sensor).
etalon:
Hallo Harald,
ja, so langsam wird´n Schuh draus...
Nein, das ist kein Crop. Die Kamera hat nur 17mm Sensorbreite. Das ergibt zwangsläufig die halbe Bildbreite gegenüber Vollformat mit 36mm Bildbreite und 10facher Vergrößerung oder eben die selbe Bildbreite bei 20facher Vergrößerung. Das FOV ist sogar nur 1/4 des VF-Sensors (mit dem 10er). Das ist an der neuen Kamera das, woran ich mich am meisten gewöhnen muss. Was vorher noch ins Bildfeld passte, geht jetzt halt nicht mehr... Ich muss mir unbedingt noch die langbrennweitigeren Mitus kaufen. Dann wird auch das Bildfeld wieder größer... ;)
Grüße Markus
Harald Schillhammer:
Verstehe. Welche Kamera ist das?
Ein kleiner Sensor ist ja in der Fotomikrografie nicht unbedingt ein Nachteil, ausser man ist (so wie ich) gezwungen mit höheren ISO zu arbeiten. Das einzige wirkliche Problem mit kleinen Sensoren ist halt, dass man gewisse Abstriche beim Dynamikumfang machen muss, aber da musst halt dann mit niedrigerem Kontrast-Setting arbeiten.
etalon:
--- Zitat ---ausser man ist (so wie ich) gezwungen mit höheren ISO zu arbeiten
--- Ende Zitat ---
Wieso musst Du mit höherer ISO arbeiten? Du kannst das doch mit längeren Belichtungszeiten ausgleichen. Durch eine höhere ISO-Einstellung erhältst du nicht mehr Signal, sondern verstärkst nur das Vorhandene incl. aller Rauschbeiträge. Da sind dann die großen Pixel von Vorteil, da durch ihre größere Fläche mehr Photoelektronen/Pixel erzeugt werden, was das Photonenrauschen senkt, welches durch die ISO-Einstellung linear mit verstärkt wird. Daher ist es grundsätzlich meiner Meinung nach besser, mit möglichst niedriger ISO zu belichten, und die Histogrammspreizung erst in der Bildbearbeitung zu machen. Das Ergebnis ist meistens besser, da man die volle Kontrolle über alle Bearbeitungsschritte hat, und außerdem eine nichtlineare Spreizung vorgenommen werden kann, was mit der ISO-Verstärkung nicht geht...
Meistens ist es ja so, dass kleinere Sensoren auch kleinere Pixel haben. Das ist bei hohen Vergrößerungen meistens kontraproduktiv, da man sehr schnell oversampled. Die eingeschränkte Dynamik durch die geringere FWC tut ihr übriges dazu, so dass ich eigentlich große Sensoren mit größeren Pixeln bevorzugen würde. Aber die gibt es leider nicht ohne mechanische Verschlüsse in handelsüblichen System/DSLR-Kameras, und es bringt einem die beste Detektor-Optik Kombination nichts, wenn die Ergebnisse aufgrund von Vibrationen unscharf sind... ;)
Die Vorteile der kleinen Pixel kann man hauptsächlich bei kleinen Vergrößerungen ausspielen, aber auch da sind Optiken sehr rar, welche noch beugungsbegrenzt über das Sensorfeld abbilden. Meistens schlagen vorher Abberationen verschiedenster Ordnung gnadenlos zu, so dass einem auch da die kleinen Pixel nichts bringen. Ein gewisses Oversampling macht aber in sofern sinn, dass diverse Kontrast- und Schärfungsalgorythmen erst dadurch vernünftig funktionieren...
Fazit: Man muss sich halt wirklich die bestmöglich passende Optik zu seinem Kamerasensor suchen, dann funktioniert das auch mit den kleinen Pixeln. Das erhöhte Photonenrauschen bekommt man nur mit entsprechend längerer Belichtungszeit in den Griff und letzten Endes entscheiden die Bildresultate, ob man alles richtig gemacht hat... :D
Grüße Markus
P.S.: Das ist eine Olympus OM-D EM5 mk2
geni:
Hallo Markus,
schau doch mal nach einem 40 mm Luminar von Zeiss. Bildbreiten von 2,0 bis 6,0 mm möglich.
Ganz großer Vorteil: Du mußt nicht mehr so viele Bilder machen weil die eine eingebaute Blende haben.
Das Objektiv ist eines meiner Favoriten und Du kannst es sogar in Retro Stellung benutzen und bekommst
eine größere Bildbreite.
Herzliche Grüße
Gerhard Niceus (geni 8))
ps. es muß nicht immer ein Mitus sein ;)
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