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Autor Thema: Bildausschnitt bei Mikrofotos?  (Gelesen 194875 mal)

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Offline etalon

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #120 am: 23 Jan 16, 19:52 »
Hallo Carsten,

Zitat
Bringt das auch tatsächlich was, oder ist das mehr was für's Gewissen?

Nun, alles, was mechanische Schwingungen in Wärme umwandelt bringt was. Wieviel das bringt ist sehr material- und frequenzabhängig und dadurch schwer zu beurteilen. Schaden wird es aber auf keinen Fall!  :D
Viel wichtiger ist eine möglichst hohe Steifheit des Aufbaus. Eine gewisse Masse wirkt mit ihrer Trägheit auch beruhigend (wenn sie allerdings in Wallung ist, dauert es auch genauso lange, bis wieder alles ruhig ist... ;) )

Grüße Markus

Offline carsten slotta

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #121 am: 23 Jan 16, 20:11 »
...in Wärme umwandelt? Ich kann dir grade nicht folgen?!

GA
Carsten

Offline geni

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #122 am: 23 Jan 16, 20:25 »
leer
« Letzte Änderung: 23 Jan 16, 20:32 von geni »

Offline harzgeist

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #123 am: 23 Jan 16, 20:27 »
Carsten,

Mechanische Energie wird innerhalb der zäh-elastischen Masse der Schwingungsdämpfer durch innere Reibung in Wärme umgewandelt und so an der weiteren Ausbreitung gehindert.

Offline geni

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #124 am: 23 Jan 16, 20:30 »

Hallo Markus,

[Da bei endlich korrigierten Objektiven wie den Luminaren aber ein Bild im Unendlichen zu nichts führt, wurde der bildseitige Arbeitsabstand der Optik auf 160mm gerechnet
[/quote]


.  Da muß ich Dir widersprechen. Die Luminare sind für 9 x 9 Plattenkameras gebaut worden, und da ist der Arbeitsabstand mehr als 160 mm gewesen. Ich habe teilweise einen Auszug von 200 mm und habe keine Probleme damit.

Grüße
Gerhard Niceus (geni 8)

ps. ich habe die  komplette Luminar Serie der neuesten Generation. Und das 40 und 63 Luminar für zusammen 900 € in Top Qualität bei Ebay im Februar 2015  ersteigert.

Offline carsten slotta

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #125 am: 23 Jan 16, 20:37 »
Danke Thomas! :-)

Offline Harald Schillhammer

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #126 am: 23 Jan 16, 20:38 »
Ein Pro hast du bei den Luminaren vergessen: Durch die Möglichkeit abzublenden (innerhalb sinnvoller Grenzen natürlich) verringerst du die Schleierbildung (und dadurch Kontrastverlust) bei sich überlagernden Strukturen. Das kann bei den Mitus schon nerven, speziell bei sehr starken Vergrößerungen.

Offline etalon

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #127 am: 23 Jan 16, 20:44 »
Hallo Carsten,

da war Thomas schneller... ;)

Hallo Gerhard,

wieso musst Du mir da widersprechen? Meine Aussage schliesst die Deine doch mit ein. Natürlich kann man die Luminare auch bei Auszugslängen >160mm verwenden, allerdings mit optischen Abstrichen. Ob diese zum Tragen kommen, hängt von der Auflösung und der Größe des Sensors ab. Bei alten Mittelformatkameras waren die Toleranzen da sicher größer wie bei den heutigen CMOS-Sensoren. Außerdem hängt es vom Optikdesign ab, wie schnell die außeraxialen Bildfehler anwachsen.

Dadurch ist es übrigens durchaus möglich, mit manchen endlich korrigierten Optiken durch zwischenschalten einer Relaisoptik (das Pedant einer Tubuslinse bei unendlich korrigierten Objektiven) eine tatsächliche Auflösungssteigerung zu erwirken!

Viele Grüße,
Markus

Offline etalon

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #128 am: 23 Jan 16, 20:46 »
Zitat
Ein Pro hast du bei den Luminaren vergessen: Durch die Möglichkeit abzublenden (innerhalb sinnvoller Grenzen natürlich) verringerst du die Schleierbildung (und dadurch Kontrastverlust) bei sich überlagernden Strukturen.

Ja, aber auf Kosten der Auflösung...

Offline geni

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #129 am: 23 Jan 16, 20:56 »
Hallo Markus,



Dadurch ist es übrigens durchaus möglich, mit manchen endlich korrigierten Optiken durch zwischenschalten einer Relaisoptik (das Pedant einer Tubuslinse bei unendlich korrigierten Objektiven) eine tatsächliche Auflösungssteigerung zu erwirken!


Ich benutze eine Raynox 250 mm in Retrostellung. Diese funktionier aber nur mit dem 16 + 25mm Luminar. Bei 40 + 63 mm kann man das vergessen, die Bildqualität wird  durch die Raynox schlechter.

Gruß
(geni 8))

Offline Harald Schillhammer

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #130 am: 23 Jan 16, 21:05 »
Zitat
Ein Pro hast du bei den Luminaren vergessen: Durch die Möglichkeit abzublenden (innerhalb sinnvoller Grenzen natürlich) verringerst du die Schleierbildung (und dadurch Kontrastverlust) bei sich überlagernden Strukturen.

Ja, aber auf Kosten der Auflösung...

Das nehme ich aber in Kauf - und Poster mache ich von meinen Fotos sowieso nicht.

Offline etalon

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #131 am: 23 Jan 16, 22:43 »
Zitat
Ein Pro hast du bei den Luminaren vergessen: Durch die Möglichkeit abzublenden (innerhalb sinnvoller Grenzen natürlich) verringerst du die Schleierbildung (und dadurch Kontrastverlust) bei sich überlagernden Strukturen.

Ja, aber auf Kosten der Auflösung...

Das nehme ich aber in Kauf - und Poster mache ich von meinen Fotos sowieso nicht.


...so sind die Ansprüche halt verschieden...  ;D


Ich bin meinem Problemfall auch noch mal zu Leibe gerückt. Uranophan xx aus Menzenschwand / Schwarzwald. Helicon Focus C, 93 Ebenen stack, Bildbreite ca. 1,7mm:

Deutschland/Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Waldshut, Landkreis/St. Blasien, Stadtgemeinde/Menzenschwand, Ortsteil
Bildausschnitt bei Mikrofotos?


Besser bekomme ich es nicht hin, das nadelige Zeug...

Grüße Markus

Offline Harald Schillhammer

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #132 am: 24 Jan 16, 08:59 »
Also, bis auf die überstrahlten Partien links unten finde ich das Bild gut.
Ich weiss jetzt nicht mehr welchem Algorithmus "C" entspricht, aber wenn das der Pyramid-Algorithmus ist, versuch mal einen Depth Map Algorithmus, bei dem blühen Spitzlichter nämlich nicht so aus. Wenn das schon ein Depth Map stack ist dann vergiss was ich eben geschrieben habe ;). Da hilft dann nur noch "spielen" mit der Beleuchtung.
Ich lasse in Zerene Stacker grundsätzlich immer beide Algorithen durchlaufen und hole mir dann in PS das beste aus beiden zusammen.
« Letzte Änderung: 24 Jan 16, 09:11 von Harald Schillhammer »

Offline Harald Schillhammer

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #133 am: 24 Jan 16, 09:09 »
...so sind die Ansprüche halt verschieden...  ;D

Wenn du mal in die Lage kommst sehr viele Stücke dokumentieren zu wollen/müssen, dann wirst auch du erkennen, dass man besser minimale Abstriche bei der Qualität macht bevor man zu viel Zeit damit verplempert. Wenn du aber unbedingt den Status eines gefeierten und bewunderten Fotografen erreichen willst, so wie einige (nenne keine Namen) die auch nicht mehr Ahnung von der Materie haben als andere, aber nur ausgewählte äusserst fotogene Stücke (z.T. mit geringem dokumentarischen Wert) ablichten, und dann noch beleidigt sind wenn sie nicht mindestens einmal pro Woche ein Foto des Tages haben, dann halte deine Ansprüche künstlich hoch. Andererseits, es schadet keineswegs am Anfang hohe Ansprüche an sich selbst zu stellen, weil man viel dabei lernt und dieses Wissen kommt einem irgendwann sicher zugute. Zurückstecken kann man immer noch ...

lg
Harald

Offline etalon

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #134 am: 24 Jan 16, 10:41 »
Hallo Harald,

Zitat
Also, bis auf die überstrahlten Partien links unten finde ich das Bild gut.

Ja, mir gefallen die Partien auch nicht, aber trotz extrem diffusem Licht habe ich es nicht hin bekommen, dass nicht immer irgend eine von den Nadelgruppen reflektiert hat. So war es das geringste Übel. Ich lasse immer grundsätzlich alle Bilder in Helicon und in Zerene in allen Varianten rechnen (das ist auch das, was so viel Zeit benötigt), und suche mir dann das Beste aus allen Bildern zusammen. In obigem Bild entstammt der Hauptteil Helicon C, das ist wie Du richtig schreibst der Pyramidealgorithmus.

...so sind die Ansprüche halt verschieden...  ;D

Wenn du mal in die Lage kommst sehr viele Stücke dokumentieren zu wollen/müssen, dann wirst auch du erkennen, dass man besser minimale Abstriche bei der Qualität macht bevor man zu viel Zeit damit verplempert. Wenn du aber unbedingt den Status eines gefeierten und bewunderten Fotografen erreichen willst, so wie einige (nenne keine Namen) die auch nicht mehr Ahnung von der Materie haben als andere, aber nur ausgewählte äusserst fotogene Stücke (z.T. mit geringem dokumentarischen Wert) ablichten, und dann noch beleidigt sind wenn sie nicht mindestens einmal pro Woche ein Foto des Tages haben, dann halte deine Ansprüche künstlich hoch. Andererseits, es schadet keineswegs am Anfang hohe Ansprüche an sich selbst zu stellen, weil man viel dabei lernt und dieses Wissen kommt einem irgendwann sicher zugute. Zurückstecken kann man immer noch ...

lg
Harald

Nun, da ich das ja nicht beruflich mache, sondern aus Spass an der Freude obliegt es ja mir, wie viele Mineralien ich fotografiere. Wenn ich keine Lust mehr habe, dann lasse ich es einfch für eine Weile sein. Mir persönlich ist es aber wichtig, wenn ich mir schon die Mühe und Arbeit mache, und auch die Zeit investiere, dass ich das Beste nach meinen Fähigkeiten heraushole. Dabei ist es mir erstmal völlig egal, was andere von meinen Bildern denken. Natürlich freue ich mich, wenn selbige auch anderen gefallen, und wenn ich feedback bekomme, helfen mir berechtigte, sachliche Kritik mehr, als wenn nur jeder schreibt "toll gemacht", aber auch an einem berechtigten Lob erfreue ich mich.
Was Andere für Ansprüche an sich stellen, und was für Intensionen ihre Fotografien entspringen ist mir völlig egal. Jeder darf das machen, was er für richtig hält. Ich finde z. B. Deine Bilder sehr gelungen!
Was die qualität der Stufen angeht, so habe ich da im Moment noch keine große Auswahl. Ich fotografiere daher das, was ich habe. Allerdings hege ich schon auch den Anspruch, dass ich nur Stufen fotografiere, welche auch fotogene Kristalle beherbergen. Denn wenn ich mir schon die Mühe mache und die Zeit sowie entsprechend auch Geld aufwende, damit hinterher ein möglichst gutes Foto entsteht, dann dürfen auch die Fotomodelle ein entsprechendes Maß an Schönheit und Fotogenität (gibt´s das Wort überhaupt?) haben. Nur etwas zu fotografieren, damit es fotografiert ist, das mache ich nicht, habe aber auch kein Problem damit, wenn es jemand für sich so hält.

Ich habe lange Zeit Astrofotografie gemacht (mache ich immer noch, aber nicht mehr in Deutschland). Meine Bilder findest Du auf meiner Homepage. Viele davon sind in Zeitschriften oder in Büchern abgedruckt worden. Du findest welche bei der NASA und als diverse Bilder der Woche an anderen Stellen, es gab Anfragen von große Softwarekonzernen in USA, etc. Du wirst das aber nirgends bei meinen Bildern lesen können (mit Ausnahme eines Links bei den NASA-Bildern). Ich bin aus dem Alter heraus, mich über so etwas definieren zu müssen. Auch verdiene ich damit kein Geld sondern mache es, weil ich es interssant finde und weil es mir spass macht. Von daher habe ich hohe Ansprüche, ja, aber ausschließlich an mich selbst...  ;D

In diesem Sinne,
Grüße Markus
« Letzte Änderung: 24 Jan 16, 10:48 von etalon »

 

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