Hallo Michael,
nun, die Motivation dahinter wird wohl so unterschiedlich sein, wie es Fotografen gibt. Warum kauft sich einer ein Golfschlägerset im 5stelligen Bereich? Oder ein Auto im 6stelligen? Vermutlich viele, weil sie es können...

Von daher kann ich hier nur für mich sprechen.
Mich fasziniert Optik und die optische Messtechnik. Von daher finde ich es auch faszinierend, was man damit anstellen kann. Das betrifft mein anderes Hobby, die Astronomie/Astrooptik, genau so, wie die Mikroskopie/Mikrooptik. Von daher lag es für mich nahe, die schönen Mineralien und die Optik im Rahmen der Mikrofotografie zu verbinden. Weiterhin ist es ja nur mit der Optik nicht getan. Es müssen noch einige andere Hürden genommen werden, um ein Setup zur Erstellung ansprechender Mikroaufnahmen zu erhalten. Dies in Eigenkonstruktion hin zu bekommen, ist auch spannend und sehr lehrreich. Der Weg ist so zusagen das Ziel...

Wenn dabei dann hinten auch noch ästhetische Bilder rauskommen, um so besser.
Natürlich kann man seine MMs auch im dunklen Kämmerlein unter dem Mikroskop betrachten. Allerdings lässt sich dieser Eindruck und die Schönheit nur sehr schwer mit anderen teilen. Stelle Dir nur mal eine Mineralienzeitschrift oder ein Buch ohne Bilder vor. Da würde für mein Empfinden eine wesentliche Seite unseres Hobbys fehlen. Ich für meinen Teil sehe mir zumindest gerne gute Bilder von Mineralien an.
Geldverdienen kann man damit glaube ich nicht (zumindest nicht so, dass der getriebene Aufwand von den Kosten her gedeckt ist) - also ich zumindest nicht. Das ist aber auch nicht das Ziel meines Hobbys. Dafür gehe ich jeden Tag buckeln...
Sieh es mal von der Seite: Gäbe es die Mikrofotografie nicht, würde jedem, der kein Mikroskop und einen entsprechenden Fundus an MMs besitzt, diese wunderbare Welt verschlossen bleiben...
Viele Grüße,
Markus