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Homoepitaxie Fluorit-Fluorit

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berthold:
Hallo,

@Peter:
Danke Peter, das erklärt natürlich, warum ich den Artikel nicht gefunden habe. Dummerweise habe ich nämlich erst seit 1976 (damals war ich ein armer Schüler) den Aufschluss, aber das Heft bring ich schon irgendwo her.

@Frank:

--- Zitat ---Vultee, J. v.: Die orientierten Verwachsungen der Mineralien, Fortschr. Min. 29/30 (1950), S 297 bis 378.
Ist aber wahrscheinlich Heteroepitaxie.
--- Ende Zitat ---

ja, so ist es.


Gruß

Berthold

Krizu:

--- Zitat von: berthold am 14 Apr 05, 10:59 ---
@Frank

--- Zitat ---Warum soll die Homoepitaxie auf einen Punkt beschränkt sein?
--- Ende Zitat ---
auf Punkt oder Linie, sonst wäre es ein einfaches Weiterwachsen (wir würden nichts sehen, ausser vieleicht einen größeren Kristall ...)


--- Zitat ---Ich kann doch einen Kalium-Aluminium-Alaun mit etwas Chrom zur Färbung voll von einem reinen Alaun umwachsen lassen.
--- Ende Zitat ---
ja, sicher, das nennen wir dann aber Phantom - oder ?


--- Ende Zitat ---

Hallo,

warum ist das Erkennen den auf visuell-optisch beschränkt? Normalerweise "sieht" man an diesen Stellen mikroskpische Wachstumsstreifen (vom Typ I).  Solche Epitaxien sind mikroskopisch meist sehr gut zu erkennen.

zum zweiten:
Ist ein Phantom nicht die Ausbildung einer Hohlform im Kristall mit kristallogrpafisch definierten Flächen? Dann ist der dunkle Keim beim Alaunbeispiel kein Phantom.

MfG

Frank

Krizu:
Hallo Peter,

danke für die schöne Erklärung!

MfG

Frank

berthold:
Hallo Frank,

wenn Du einen Alaun farbig, dann klar weiterwachsen lässt, hat das nichts mit Epitaxie oder so zu tun, das ist definitiv ein Phanatom. (sichtbare frühere Wachstumsphasen werden in der Mineralogie als Phantome bezeichnet). 

Zusammenfassend:

gleicher Kristall wächst in anderer Farbe weiter (mit oder ohne Trachtänderung): Phantom
zwei (oder mehr) Kristalle wachsen orientiert, aber nicht in der gleichen Orientierung (z.B. gespiegelt) aneinander/ineinander: Zwilling
auf einem Mineral wächst ein anderes Mineral orientiert auf: (Hetero-) Epitaxie

und nun kommt mein Fall:

auf einem Kristall wächst ein Kristall des gleichen Minerals gleich-orientiert auf, jedoch nur an besonderen Punkten/Linien, die als Keim dienen: Homoepitaxie oder Polysynthese

So würde ich das sehen.  :)

Gruß

Berthold

Collector:
@Berthold

Kompliment zu dieser Abstraktion !

Strunz, Klockmann, Ramdohr und der alte Dana würden grüßen !

Wenngleich auch die einzelnen Wachstumsmechanismen, Bildungsvoraussetzungen und die vielen denkbaren Einflüsse und Störungen während des Kristallwachstums recht komplex sind, finde ich Deine Sicht der Dinge als angemessen und verständlich.


Es wäre interessant, zu diesem Gesamtkomplex Kristallwachstum mal die Meinung eines Mineralogen (Kristallograph auch angenehm ) zu hören. Gibst die ?

gruß und schönes Wochenende
collector

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