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Autor Thema: Gesteinskugel - was kann es sein? / Markasit od. PsM von Limonit nach Markasit  (Gelesen 2337 mal)

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Offline constancem

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Diese kleine Kugel befindet sich schon "ewig" in Familienbesitz - aus der Sammlung meines Urgroßvaters (er hatte sie wohl aus irgendeinem Krieg mitgebracht (welcher ist nicht bekannt)). Das Teil ist wirklich "kugelrund", die schwarzen Spitzen sehen kristallin aus, dazwischen weißlich, Durchmesser irgendwas zwischen 1,5 und 2 cm.

Nun meine Frage: was könnte das wohl sein? Natürlichen Ursprungs oder "menschengemacht"? Ideen?
« Letzte Änderung: 30 Jul 16, 17:26 von oliverOliver »

Offline Sebastian

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Re: Gesteinskugel - was kann es sein?
« Antwort #1 am: 24 Mar 16, 12:37 »
Sieht aus wie eine Pyrit/Markasitknolle.
Sollte in der Schreibkreide gut zu finden sein.
Gruß Sebastian

Offline MK

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Re: Gesteinskugel - was kann es sein?
« Antwort #2 am: 24 Mar 16, 12:51 »
Hallo,
ich würde auch sagen, das ist eine Markasitknolle. Die Farbe ist zwar für Markasit ungewöhnlich, aber vermutlich hat diese Knolle eine Anlauffarbe oder einen mineralischen Überzug.
Viele Grüße
Markus

Offline felsenmammut

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Re: Gesteinskugel - was kann es sein?
« Antwort #3 am: 24 Mar 16, 13:42 »
Glück Auf!

Könnte auch eine Pseudomorphose von jetzt Limonit nach vor einiger Zeit mal was anderes, z.B. Markasit sein.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline Sebastian84

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Re: Gesteinskugel - was kann es sein?
« Antwort #4 am: 24 Mar 16, 14:27 »
Diese kleine Kugel befindet sich schon "ewig" in Familienbesitz - aus der Sammlung meines Urgroßvaters (er hatte sie wohl aus irgendeinem Krieg mitgebracht (welcher ist nicht bekannt)).

Dann war dein Urgroßvater wohl im 1. Weltkrieg an der Westfront in Frankreich aktiv. Die Markasitkristalle haben es sogar in die Literatur geschafft. So schreibt Ernst Jünger aus den Kreidegräben der Champagne:
"Der Boden war übrigens leicht zu bearbeiten; nur eine dünne Lehm- und Humusdecke verbarg die mächtige Kreideschicht, deren weiches Gefüge die Beilpicke mühelos durchschnitt. Zuweilen sprühten grüne Funken auf, wenn der Stahl auf einen der im Gestein verstreuten faustgroßen Eisenkieskristalle traf. Sie bestanden aus vielen zu einer Kugel zusammengeballten Würfeln und wiesen, aufgeschlagen, einen strahligen Goldglanz auf."
(Zitat aus Jünger, Ernst: "In Stahlgewittern", Klett-Cotta 1978, S. 14.)

Halt die Knolle in Ehren, die hat Geschichte.

Gruß
Sebastian

 

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