Diese kleine Kugel befindet sich schon "ewig" in Familienbesitz - aus der Sammlung meines Urgroßvaters (er hatte sie wohl aus irgendeinem Krieg mitgebracht (welcher ist nicht bekannt)).
Dann war dein Urgroßvater wohl im 1. Weltkrieg an der Westfront in Frankreich aktiv. Die Markasitkristalle haben es sogar in die Literatur geschafft. So schreibt Ernst Jünger aus den Kreidegräben der Champagne:
"Der Boden war übrigens leicht zu bearbeiten; nur eine dünne Lehm- und Humusdecke verbarg die mächtige Kreideschicht, deren weiches Gefüge die Beilpicke mühelos durchschnitt. Zuweilen sprühten grüne Funken auf, wenn der Stahl auf einen der im Gestein verstreuten faustgroßen Eisenkieskristalle traf. Sie bestanden aus vielen zu einer Kugel zusammengeballten Würfeln und wiesen, aufgeschlagen, einen strahligen Goldglanz auf."
(Zitat aus
Jünger, Ernst: "In Stahlgewittern", Klett-Cotta 1978, S. 14.)
Halt die Knolle in Ehren, die hat Geschichte.
Gruß
Sebastian