Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten
Identifikation blaues Gestein / Schlacke
BenM1982:
Hallo zusammen,
mich beschäftigt die Identifikation eines Fundes.
Der Stein ist ca. 8 mm im Durchmesser, sehr leicht und weist große Gasporen auf. Die angeschliffenen Flächen zeigen sich in Blautönen und auch das durch de Schleifprozess pulverisierte Material zeigte einen intensiven Blauton, mit großer Färbewirkung an den Händen.
An dem Fundobjekt wurde eine Elementenidentifikation durch EDX-Verfahren durchgeführt. Möglicherweise nicht das optimalste Verfahren, jedoch stand nur dies zur Verfügung.
Die anhängenden Untersuchungsergebnisse werden aber sicher hilfreich für einige Experten sein.
Das erste Bild mittels BSD Detektor zeigt ein graustufenbild der Elementendichte, bei dem die vielen kleineren hellen globularen Bereiche auffalen. Dazu wurde eine seperate EDX Messung durchgeführt. Verfahrenbedingt lassen sich keine Elemente kleiner als Ord.Zahl 5 nachweisen. Anregespannung waren 20 kV, weshalb nur Elemente größer als Ord. Zahl 33 quantifizierbar sind.
Trotzdem war Au, was dem sputterprozess enststammt - also artefaktischer Natur war - nachweisbar (die kleinen Peaks, die jedoch absichtlich nicht benannt sind). Bei dem Kohlenstoffpeak bin ich mir nicht sicher, ob es sich ebenfalls um ein Artefakt handelt, oder tatsächlich Versbindungsimmernent ist.
Ich bin gespannt auf interessante Hinweise.
Sebastian:
Hallo, schön wäre zu erfahren, WAS untersucht wurde. Und wo das herstammt.
Klingt nämlich erstmal nach Schlacke.
Gruß Sebastian
BenM1982:
Hi,
also untersucht wurde ein kleiner Stein, der am Sorpesee im Sauerland gefunden wurde.
Fabian99:
Hallo,
ich bin auch für Eisenschlacke. Die hellen runden Kugeln sind reines Fe, imho gibt es eine Interferenz der Fe-L-Linie mit der Fluor K-Linie.
5% C sind schnell auf der Oberfläche. Die runden Blasen sprechen für Schlacke.
LG
smoeller:
Hallo,
Definitiv Schlacke. Klingt nach den typischen glasigen Eisenschlacken, die im Harz meist als Si(e)ber- oder Bodeachate bezeichnet werden. Die Farbe kommt von Eisen, wahrscheinlich von einem sog. CT-Übergang zwischen zwei- und dreiwertigem Eisen (wie bei Vivianit oder sog. Berliner Blau (Fe-Hexacyanoferrat)).
Glück Auf!
Sebastian
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