Hallo Wolfilain,
Die "Libellen" sieht man ohne Lupe als sehr kleine Einschlüsse im Kristall, wobei der Umriss oder gar die Gasablase nicht erkennbar ist. Es ist übrigens im Flusspat keine all zu grosse Seltenheit, dass mikroskopisch kleine "ein" - oder "zwei" - Phaseneinschlüsse drin sind. Man kann sie mit etwas Glück fast von jeder Fundstelle finden. - Nur
so habe ich sie bislang nur dieses eine mal zu Gesicht bekommen. - Man stelle sich vor, was in dieser Baryt - Druse, aus welcher meine zwei kleinen Stüfchen stammen (beide ca. 4 - 5 cm lang), wohl noch alles an herrlichen Einschlüssen gekommen ist.
Grüsse,
Bernd

P.s.
Zu Deiner Ausrüstung: schau doch mal bei Ebay rein, dort gibt es immer wieder recht preisgünstige Mikroskope. Ich selbst habe mit einem umgebauten Monokular* (geht einem leider mit der Zeit mächtig auf die Nerven, obwohl die Optik hervorragend ist), das 15x, 25x, 40x, 400x vergrössert, angefangen. Übrigens entspricht mein Stativ zum fotografieren auch einem Monokular. Das etwas ärgerliche daran ist, dass man aufpassen muss, wenn man etwas sucht, da sich das angezeigte Bild in der Camera entgegengesetzt zur wirklichen Bewegung ergibt.
*Dieses Monokular habe ich derart verändert, indem ich einfach den Tisch entfernt habe, und die restliche Optik mit Antrieb an ein Stativ gebaut habe. Man hat leider einen rel. kleinen Abstand zw. Objekt und Objektiv. aber man kann durch verlängern bzw. verkürzen des Okulartubus die Vergrösserung bewusst beeinflussen. Somit ergab sich für mich die Möglichkeit, auch grössere Brocken darunter zu packen und mit dem Antrieb scharf zu stellen. Als positiv bei diesem Stativ ergab es sich. dass ich den Ausleger, an dem der Mikroskop - Kopf samt Antrieb befestigt war, aus 14 mm Rundstahl (Edelstahl - wegen dem rosten) angefertigt habe, - so konnte ich das Mikroskop immer in die von der Grösse der Stufe für mich günstigste Setllung bringen. Auch meine Kinder benutzen dieses "alte Gerät" ab und zu, bei Ihren Naturbeobachtungen.