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Autor Thema: Unbestimmter Jura-Ammonit  (Gelesen 3856 mal)

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Offline draconis

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Unbestimmter Jura-Ammonit
« am: 24 Apr 05, 10:34 »
Hallo

Der Ammonit ist aus Opponitz (nähe Waidhofen/Ybbs), ca 6cm Durchmesser und weist eine kaum sichtbare Längsriffelung auf. Das Gestein an der Fundstelle ist Klauskalk.

Hoffe ihr könnt mir helfen

Lg Heidi

Offline RMB

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Re: Unbestimmter Ammonit
« Antwort #1 am: 27 Apr 05, 17:44 »
Hallo Heidi,

ich würde ihn unter Vorbehalt mal den Phylloceratidae zuordnen, bin aber bei alpinen Ammos eher unbeleckt. Vielleicht hilft dir folgender Link weiter :

http://www.oeaw.ac.at/cgi-bin/austrofossil/query?gener=&chrono1=&litho=Klauskalk&speci=&refer=&taxo=amm&repo=

Er sollte eine Faunenliste des Klauskalk anzeigen. Ist eine Query in der österreichischen Fossiliendatenbank
( zu finden unter http://www.oeaw.ac.at/austrofossil/search.htm ).

Grüße

Rainer

Offline Joachim

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Re: Unbestimmter Ammonit
« Antwort #2 am: 28 Apr 05, 03:57 »
Hallo Heidi

Das ist ein Cladiscites quadratus!

Schau mal hier unter Fossilien-Trias!
http://my.heim.at/oskar

Gruss Joachim



Offline RMB

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Re: Unbestimmter Ammonit
« Antwort #3 am: 28 Apr 05, 08:34 »
Hallo Joachim,

ich hatte zuerst eigentlich auch eher an etwas Triassisches gedacht, aber wenn Heidi's lithologische Angabe "Klauskalk" (= Aalenium - Oxfordium, entspricht also in etwa unserem Dogger) korrekt ist und das Teil nicht "fremddeponiert" wurde, dann fällt der Cladiscites leider durch das Raster.

Grüße  Rainer

amaltheus

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Re: Unbestimmter Ammonit
« Antwort #4 am: 28 Apr 05, 09:28 »
Wenn mit der Längsriffelung eine "Spiralstreifung" gemeint ist,
dann liegt höchstwahrscheinlich doch ein Ammonit aus dem Trias vor
und die Bestimmung von Joachim paßt dann wieder.

Bei den Phylloceraten im Jura ist mir momentan keine Spiralstreifung
bekannt.
Spiralstreifung als Hauptgestaltungsmerkmal von Ammonitengehäusen
ist im Jura praktisch nicht verbreitet.

Bei den Trias Ammos dagegen schon.

Dann stammt das Stück jedoch nicht aus dem Klauskalk sondern
ist an den Fundort "transportiert" worden.

Da die geologischen Schichten in den Alpen ziemlich "gestört" sind,
kann das Stück durchaus auch von einer höheren Stelle heruntergekullert sein
und ist dann auf sog. Klauskalk zum Liegen gekommen

- Thomas -
« Letzte Änderung: 27 Aug 13, 20:31 von oliverOliver »

Offline draconis

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Re: Unbestimmter Ammonit
« Antwort #5 am: 28 Apr 05, 12:46 »
Hallo

danke für Eure Antworten.

Ich bin mir mit dem Klauskalk ziemlich sicher da ich mir einen meiner Erstfunde im  Naturhistorischen Museum in Wien bestimmen lassen habe und damals wurde mir gesagt bei dem Ammonit handle es sich um einen Perisphinctes sp. aus dem Dogger.
Da dieser Ammonit von der selben Fundstelle kommt, und im selben Gestein war wie der Perisiphinctes nehm ich an das er ebenfalls aus dem Dogger stammen müsste. Da mir aber die Erfahrung und das Wissen fehlt ist das eben nur eine Vermutung.

Bei der "Längsriffelung" handelt es sich um feine Linien die von der Nabe ausgehend den Windungen des Gehäuses folgen.

Lg Heidi

 

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