Servus,
ohne hier jemandem zu nahe treten zu wollen, lassen fuer mich "festsitzende Treibkeile" auf unsachgemaessen Gebrauch der Treibkeile schliessen (nix fuer ungut - wir lernen alle jeden Tag etwas dazu

bzw. haben alle unser Lehrgeld bezahlt). Ich arbeite damit meist in Amphiboliten, oder Quarz und nur gelegentlich in Granit.
Bohrungen muessen immer parallel zu einer Freiflaeche gesetzt werden: z. b. bei Loechern mit 18 mm Durchmesser sollte der Abstand zur Freiflaeche bzw. zwischen den Bohrloechern nicht mehr als 10 cm betragen. Die Bohrloecher muessen etwas tiefer sein, als die Gesamtlaenge der Garnitur.
Je nach Gestein & Abbauerfolg kann man auch etwas groessere Abstaende waehlen (dies muss man ausprobieren). Falls sich die (gefetteten) Keile (fuer 18 mm Bohrungen) nicht mit einem Geologenhammer oder einem kleinen Faeustel muehelos (jeweils ein Schlag pro Garnitur, dann wieder von vorne) mit einem hochfrequenten "Singen") einschlagen lassen, hat man etwas falsch gemacht.
An Steinbohrern gibt es im deutschen Werkzeugfachhandel ein relativ gutes Angebot, Bohrer der Fa. Hawera (fertigt z.B. die Speed-X Bohrer fuer Bosch) oder Heller sind bei ordnungsgemaessem Gebrauch (kein Ueberhitzen !) relativ standfest. Hochwertige Bohrer (18 mm Durchmesser) koennen im Fachhandel durchaus zwischen 20 und 35 €/St kosten. Kuehlen lassen sich Bohrer im Gelaende z. b. mit Hilfe einer wassergefuellten Plastikflasche (einfach eintauchen).
Fuer den Einsatz von Quellzement gilt aehnliches wie fuer die Benutzung der Treibkeilgarnituren beschrieben: (eine) Freiflaeche(n) mu(e)ss(en) vorhanden sein, die Abstaende der Bohrloecher duerfen nicht zu gross sein etc ... .
Im direkten Vergleich ermoeglicht meiner Erfahrung nach der Einsatz von Quellsprengstoff (22 mm Bohrungen) den Abbau von wesentlich groesseren Volumina als der Einsatz von Treibkeilen (18 mm). Ein Nachteil ist natuerlich die Wartezeit (optimal 72 h) und das zusaetzliche Gewicht/Packvolumen fuer Zement, Quirl, Wasser, Trichter etc.
GA
Harald