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Autor Thema: Uranmineralien Bilder  (Gelesen 364886 mal)

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Offline etalon

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #510 am: 04 Feb 18, 11:43 »
Hallo Jan,

nach was müsste ich denn da suchen? So wie ich das sehe,besteht die Stufe hauptsächlich aus Cuprosklodowskit (sowohl auskristallisiert als auch massiv), vereinzelte Malachit xx, Calcit und etwas dunkelbraunes/schwarzes, was ich nicht zuordnen kann (ist auch etwas auf den Bildern zu sehen).

Allerdings solltest gerade Du die Stufe eigentlich kennen... ;)

Grüße Markus

Offline Alcest

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #511 am: 04 Feb 18, 11:50 »
Toll. Hätte ich 50€ draufschlagen können... ;D

Nee, dann kein Digenit. Im Anhang ein typischer Beleg für diese Digenitparagenese. Da stecken oft - im um-Bereich - Körner von Palladiumerzen drin, zudem tritt Gold manchmal auf. Das dunkle Erz meine ich. Die Stufe kennst du ja auch.

Offline etalon

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #512 am: 04 Feb 18, 12:01 »
...mindestens  ;D

im Anhang mal zwei highend IPad-Bilder von der gesamten Stufe...

Gruß Markus

Offline Alcest

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #513 am: 04 Feb 18, 12:22 »
Gut, das gräuliche könnte schon Richtung Cu-Sulfid gehen. Selbst, wenn es die Digenitparagenese ist, macht es das Gold ja nicht schlechter :D

Offline etalon

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #514 am: 04 Feb 18, 12:39 »
...ich überlege gerade nur, wie das wohl entstanden sein muss? Das Gold sitzt ja teilweise direkt auf den Cuprosklodowskit xx. Ich vermute mal, dass es von der Bildung her deutlich älter als die Cuprosklodowskit xx ist, und vorher in Calcit eingeschlossen war (wie in einem Bild anteilig zu sehen). Dieser wurde dann mit der Zeit weg gelöst, so dass sich in den entstandenen Hohlräumen dann die Cuprosklodowskit xx bilden konnten. Dabei hätte aber doch dann das Gold quasi auf den Boden des entstandenen Hohlraumes "fallen" müssen. Wie kommt es dann auf die Cuprosklodowskit xx?
Oder haben es die Cuprosklodowskit xx aufgegabelt, als es noch anteilig in der Calcitmatrix festgewachsen war? Das würde dann bedeuten, dass die Cuprosklodowskit xx mit der selben Geschwindigkeit gewachsen sind, wie sich der Calcit weggelöst hat?

Sehr kurios...

Grüße Markus


Offline Alcest

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #515 am: 04 Feb 18, 12:53 »
Disclaimer: Für Halbwissen im Bereich der Lagerstättenkunde übernehme ich keine Verantwortung.

Bist du mit Calcit sicher? Ich meine, dass das Zeug ziemlich kieselig war. Gold ist ja oft an hydrothermalen Quarz gebunden - zudem ist Cuprosklodowskit ja auch ein Silikat. Ich weiß nicht, wie sich Uran verhält, wenn heiße Kieselsäure drübergeht. Ich würde vermuten, das Cu wurde aus den primären Cu-Erzen mobilisiert und bildete mit Kieselsäure und Uran unseren geliebten Cuprosklodowskit. Das Gold war dann in der Lösung mit dabei. Das kann ja auch in mehreren Schüben geschehen sein.

Vielleicht findet sich ja ein Spezi, der dazu sicherere Aussagen zu treffen vermag.

Offline waldi

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #516 am: 04 Feb 18, 13:10 »
Hallo Markus.
Gratulation zu den super Bildern, und natürlich zu Deinen Goldfund. ;)
Mfg. waldi

Offline etalon

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #517 am: 04 Feb 18, 13:15 »
Zitat
Bist du mit Calcit sicher?

Nein, mittlerweile nicht mehr. Ich habe noch mal eine Probe mit HCL gemacht. Dabei hat es zwar auch wieder geblubbert, aber es hat sich nur wenig Material gelöst mit schwach grünlicher Farbe. Ich vermute mal, dass es sich dabei um Malachit gehandelt hat. Der Rest war dann wohl kein Calcit, sondern eher Quarz. Das macht es allerdings noch etwas komischer, denn dann müsste sich ja Quarz in der Kieselsäure gelöst haben und dann Cuprosklodowskit ausgefallen sein? Macht das Sinn (bezüglich Kristallisationskeimen, etc...)? Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass sich das Gold als Element zur selben Zeit gebildet hat, als die sekundären Cuprosklodowskit xx. Aber da kenne ich mich nicht wirklich aus, würde mich daher über Aufklärung freuen...

Interessant ist das schon...

Grüße Markus

Offline etalon

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #518 am: 04 Feb 18, 13:18 »
Hallo Waldi,

danke. Aber zum Arbeiten aufhören reicht es knapp noch nicht...  :P

Grüße Markus

Offline Sebastian

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #519 am: 04 Feb 18, 13:29 »
Es macht hier keinen Sinn zu spekulieren. Wir kennen das geologische Umfeld nicht mehr.
Das ist allerdings kein leichtes hier eine Antwort zu finden. Da müsste man einiges an Literatur durchforsten um da zu einer Lösung eventuell zu gelangen.
Ohne die Stufe zu sehen usw. will ich da keine Meinung zu abgeben. Ich würde als erstes die Gold stabilitätsfelder raussuchen und die Cuprosklodowskit stabiltätsfelder (ph, Eh, T..)
Und dann mal schauen was raus kommt.
Gruß Sebastian

Offline etalon

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #520 am: 04 Feb 18, 19:38 »
...so, einen habe ich heute noch:

ein 8mm messender Bildausschnitt aus einer kleinen Pechblendestufe, welche ich im Herbst letzten Jahres zusammen mit einem Sammlerkollegen auf der Schachthalde der 371 aufgeklaubt habe.

Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Aue-Bad Schlema, Große Kreisstadt/Lagerstätte Schlema-Alberoda/Schacht 371
Uranmineralien Bilder



Grüße Markus

Offline Ferdl

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #521 am: 06 Feb 18, 12:21 »
Hallo
Heute auch ein Stück Uranpecherz von Marienschacht Wölsendorf von der 130m Sohle.
Größe ist 10x10cm und von der Bültemann Sammlung.
Gruß Ferdl

Offline Ferdl

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #522 am: 07 Feb 18, 15:54 »
Servus
Noch ein Stück Uranpecherz poliert von Marienschacht Wölsendorf von der 130m Sohle.
Größe ist 11,5x9cm und von der Bültemann Sammlung.
Gruß Ferdl

Offline Ferdl

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #523 am: 09 Feb 18, 13:05 »
Servus
Heute ein Stück Uranophan von der Section 9 Mine Grants District New Mexico.
Größe ist 4,5x6,5cm und von der Bültemann Sammlung.
Gruß Ferdl

Offline Roadrunner

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Re: Uranmineralien Bilder
« Antwort #524 am: 10 Feb 18, 23:47 »
Hallo Leute,

hier mal meine kleine Pechblendestufe, nochmal mit neuer Technik aufgenommen.
Gefunden 27.08.2017 auf der Zufahrtsstraße zur Wismuthalde 371
Aufgenommen mit 4x Amscope und per Picolay mit 241 Einzelaufnahmen gestackt.

Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Aue-Bad Schlema, Große Kreisstadt/Lagerstätte Schlema-Alberoda/Schacht 371
Uranmineralien Bilder


Und als Zugabe noch Uranocircit aus dem Steinbruch Bergen/Vogtland
gefunden 01.05.2015.
Aufgenommen ebenfalls mit 4x Amscope, mit Picolay aus 158 Einzelaufnehmen gestackt.
Beleuchtung mit etwas UV Licht.

Deutschland/Sachsen/Vogtlandkreis/Bergen/Granitsteinbruch
Uranmineralien Bilder


Bis dann
Roadrunner

 

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